
"Die Wahrheit gibt es nicht" – das Museum Modern Art Hünfeld zeigt vom 27. September 2026 bis 9. Januar 2027 Werke des Op-Art-Künstlers Antonio Marra. - Fotos: Osman Kubalic
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Wahrnehmung und Wirklichkeit
Museum Modern Art in Hünfeld präsentiert Antonio Marra
25.09.26 - Das Museum Modern Art in Hünfeld eröffnet am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr die Sonderausstellung "Die Wahrheit gibt es nicht – Wahrnehmung und Wirklichkeit im Postinternetzeitalter" des italienischen Künstlers Antonio Marra.
Die Ausstellung bietet mit insgesamt 50 Werken einen umfassenden Überblick über das Schaffen des renommierten Op-Art-Künstlers von seinen frühen Arbeiten bis hin zu aktuellen Werken. Zahlreiche Exponate werden dabei erstmals öffentlich gezeigt.
Im Mittelpunkt von Marras Schaffens steht die von ihm entwickelte polyperspektivische Malerei. Charakteristisch ist die lamellenartige Struktur des Bildträgers, die mit reinen, leuchtenden Farben bemalt wird. Beim Vorbeigehen verändern sich die wahrgenommenen Bildgefüge, überlagern sich und lösen sich wieder in neue Farbkompositionen auf. Damit gelingt es Marra, Werke zu schaffen, die aus jeder Perspektive anders erscheinen und den Betrachter aktiv in den Wahrnehmungsprozess einbeziehen.

Je nach Standpunkt entstehen neue Bildwirkungen – der Betrachter wird damit selbst ...

Mit rund 50 Arbeiten zeigt die Ausstellung die Entwicklung von Marras künstlerischem ...

Neben frühen Arbeiten sind in Hünfeld auch zahlreiche Werke erstmals öffentlich ...
Die Ausstellung "Die Wahrheit gibt es nicht" verfolgt dabei nicht nur einen retrospektiven Ansatz, sondern verdeutlicht zugleich die kontinuierliche Entwicklung von Marras künstlerischer Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Perspektive und Bildrealität. Die Bildfläche wird bei ihm zur Bühne, auf der sich das Werk erst durch die Bewegung des Betrachters vollständig erschließt. Jeder Standort eröffnet neue visuelle Konstellationen, jede Veränderung der Perspektive erzeugt ein anderes Bild.

Antonio Marra verbindet Farbe, Perspektive und Bewegung zu einer Kunst, die sich erst ...
Antonio Marra wurde 1959 im italienischen Volturara Irpina geboren und absolvierte 1982 sein Kunststudium an der Accademia di Belle Arti in Neapel. Heute gilt er als bedeutender Vertreter der Op-Art. Er lebt und arbeitet in Offenbach am Main. Über die Malerei hinaus übertrug Marra sein Konzept der polyperspektivischen Gestaltung auch auf die Architektur. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das 2015 eingeweihte Marrahaus in Heilbronn, dessen Außenfassade nach seinen Entwürfen gestaltet wurde.

"Die Wahrheit gibt es nicht" hinterfragt, wie sehr unsere Wahrnehmung von Perspektive ...
Zur Ausstellungseröffnung wird Antonio Marra persönlich in die Präsentation seiner Werke einführen und Einblicke in sein künstlerisches Schaffen geben. Die Laudatio übernimmt Claudia Kleinert. Kulturbeauftragte Martina Sauerbier begrüßt den Künstler und die Gäste. Begleitend zur Ausstellung lädt das Museum Modern Art Hünfeld zu mehreren Veranstaltungen ein:
- Vernissage: Sonntag, 27. September 2026, 15 Uhr
- Familientag: Sonntag, 11. Oktober 2026, ab 15 Uhr
- Kunstfrühstück: Sonntag, 25. Oktober 2026, ab 10 Uhr
- Finissage: Samstag, 9. Januar 2027, ab 15 Uhr
Die
Sonderausstellung wird aus Mitteln des Landes Hessen gefördert und in Zusammenarbeit mit dem
Museumsverband Hessen realisiert.

Antonio Marra lädt dazu ein, vertraute Sehgewohnheiten neu zu entdecken. ...Grafik: Osman Kubalic
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