Der Landkreis plant einen Neubau für die Grundschule Rommerz - Fotos: Felix Weigl

NEUHOF Hier soll der Neubau entstehen

Multimillionen-Unterfangen: Landkreis plant Neubau für Grundschule Rommerz

01.10.26 - Die Fuldaer Kreisverwaltung treibt die Pläne für einen Neubau der Monte-Kali-Grundschule in Neuhof-Rommerz im Südkreis voran. Der jetzige Standort in der Ortsmitte sei an seine Grenzen gestoßen. Und: Kinder aus Hauswurz sollen künftig nicht mehr die Schloss-Schule in Neuhof besuchen, sondern in Rommerz eingeschult werden, um die Räumlichkeiten im Ortskern zu entlasten.

Vorgesehen ist der Neubau am alten Sportplatz in Rommerz, wie die Pressestelle des Landkreises OSTHESSEN|NEWS schreibt. Neben dem Schulgebäude soll dort auch eine Einfeld-Sporthalle mit direktem Anschluss entstehen. Eine Ausschreibung mit Architektenwettbewerb ist für das kommende Jahr angedacht, Zeitpunkt des Baubeginns und Kosten für das Projekt stehen noch nicht fest - dass es sich um ein Millionenvorhaben handelt, dürfte aber gesetzt sein.

Beengte Räume, alte Technik, Container auf dem Schulhof

"Die Räumlichkeiten in der Grundschule Rommerz sind relativ beengt. Die Technik ist in die Jahre gekommen, die Ganztagsbetreuung findet in Containern auf dem Pausenhof statt, die wiederum den Schulhof verkleinern, und die Turnhalle ist mehrere Gehminuten von der Grundschule entfernt", begründet Pressesprecherin Lisa Laibach die Notwendigkeit von Veränderung.

Die Ganztagsbetreuung in Rommerz findet in Containern statt

Die alte Turnhalle in Rommerz, einige Gehminuten von der Schule entfernt ...

Ein Umbau am Bestandsstandort scheidet aus Sicht der Kreisverwaltung aus: "Für eine Erweiterung der Grundschule ist das Grundstück zu klein. Außerdem kann der Brandschutz nur mit erheblichem Aufwand umgesetzt werden, und die Schülerinnen und Schüler müssten während des Umbaus in Containern unterrichtet werden. Während des Neubaus können die Schülerinnen und Schüler hingegen weiterhin im alten Gebäude unterrichtet werden."

Auf dem alten Sportplatz hinter der Feuerwehr ist reichlich Platz für ein neues Schulgebäude, ...

Neubau am alten Sportplatz mit neuer Sporthalle

Aktuell sei der Neubau am alten Sportplatz geplant. Konkretere Angaben zum Planungsstand macht der Kreis derzeit nicht. Mit dem Neubau soll auch das Problem der weit entfernten Turnhalle gelöst werden: "Der Landkreis sieht eine Einfeld-Halle mit direktem Anschluss an das Schulgebäude vor." Auch pädagogisch erhofft sich der Kreis Vorteile: "Ein Neubau schafft Möglichkeiten, aktuelle pädagogische Standards zu berücksichtigen. Bei der konkreten Ausgestaltung werden außerdem Schulleitung und Lehrkräfte einbezogen."

Doch nicht nur baulich werden die Weichen neu gestellt. Eine Schülerlenkung ist geplant, um der hohen Auslastung der Schloss-Schule im Kernort Neuhof zu begegnen. "Die festgelegten Kapazitätsgrenzen an der Schloss-Schule in Neuhof werden eingehalten und der Schulbetrieb läuft geordnet im Rahmen der vorhandenen Räumlichkeiten. Allerdings ist die Auslastung vor Ort sehr hoch. Ein erweitertes Angebot am Schulstandort in Rommerz dient dazu, Schülerströme innerhalb der Gemeinde gezielt zu lenken und so die Schloss-Schule nachhaltig und spürbar räumlich zu entlasten", so die Kreisverwaltung.

Die Schluss-Schule in Neuhof soll durch den Neubau auch entlastet werden ...

Kinder aus Hauswurz sollen künftig nach Rommerz

"Um die Schülerzahlen in Rommerz gut zu stabilisieren, sollen mit dem Neubau künftig auch die Schülerinnen und Schüler aus Hauswurz die Grundschule Rommerz besuchen und nicht wie bisher die Grundschule in Neuhof", teilt der Kreis mit. Ein konkretes Datum für die Umstellung nennt die Kreisverwaltung nicht. Zu den Plänen stehe man im laufenden Austausch mit der Kommune vor Ort: "Der Landkreis Fulda befindet sich allgemein zu der Thematik der Schulneubauten in engem Austausch mit der Gemeinde und den Ortsvorstehern aus Hauswurz und Rommerz, um das weitere Vorgehen und die Planungen zu besprechen."

Die Planungen für die Ausschreibung mit geplantem Architektenwettbewerb sind laut Kreis für das kommende Jahr angedacht. Wann Baubeginn oder Fertigstellung erfolgen, steht dagegen noch nicht fest. Dass ein Architektenwettbewerb und eine europaweite Ausschreibung nötig werden, begründet der Kreis mit dem Verweis auf die EU-Schwellenwerte – ein Hinweis darauf, dass die Kosten für die Bauprojekte den aktuellen Schwellenwert für Bauleistungen von rund 5,4 Millionen Euro übersteigen dürften. Eine konkrete Zahl nennt die Verwaltung bislang nicht. Die politischen Gremien sollen laut Kreisverwaltung laufend eingebunden bleiben. (Moritz Bindewald) +++


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