Ein eindrucksvolles Bild bot sich am Mittwochmittag über dem Petersberger Ortsteil Götzenhof. - Fotos: pixabay

PETERSBERG Übungsflug von Ost nach West

Bundeswehr-Eurofighter sorgen über Osthessen für Aufsehen

02.10.26 - Ein eindrucksvolles Bild bot sich am Mittwochmittag über dem Petersberger Ortsteil Götzenhof (Kreis Fulda): Zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr sorgten gegen 14:47 Uhr für Aufsehen am Himmel. Wie das Luftfahrtamt der Bundeswehr auf Anfrage von OSTHESSEN|NEWS mitteilte, handelte es sich um zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg. Die Maschinen flogen von Ost nach West direkt über Götzenhof hinweg.

Nach Auswertung der Radardaten bewegten sich die Kampfjets in einer Höhe von 189 Metern über Grund bei einer Geschwindigkeit von rund 630 km/h. Damit waren die Eurofighter langsamer unterwegs als ihre übliche Reisegeschwindigkeit. Dies dürfte auch dazu beigetragen haben, dass die Lärmentwicklung vergleichsweise gering ausfiel.

Regulärer Übungs- und Ausbildungsflug

Nach Angaben eines Sprechers des Luftfahrtamtes der Bundeswehr handelte es sich um einen Flug im Rahmen des regulären Übungs- und Ausbildungsbetriebs der Luftwaffe. Der Einsatz sei unter Einhaltung der geltenden flugbetrieblichen Bestimmungen durchgeführt worden. "Militärischer Flugbetrieb ist grundsätzlich im gesamten Bundesgebiet zulässig und nicht an festgelegte Flugrouten gebunden", erklärte ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr. Ziel sei es, die Flugbewegungen möglichst gleichmäßig über den deutschen Luftraum zu verteilen.

Mindestflughöhen klar geregelt

Laut Bundeswehr gilt für Kampfflugzeuge grundsätzlich eine Mindestflughöhe von 150 Metern über Grund. Beim Überflug von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen die Maschinen mindestens 600 Meter Höhe einhalten. Die Bundeswehr betont zudem, dass bewohnte Gebiete nach Möglichkeit gemieden werden. Aufgrund der hohen Besiedlungsdichte in Deutschland sowie gesetzlicher und flugbetrieblicher Vorgaben lasse sich ein Überflug von Ortschaften jedoch nicht vollständig vermeiden. Die Planung von Übungsflügen hänge darüber hinaus von zahlreichen Faktoren ab, darunter Wetterbedingungen sowie die Verfügbarkeit von Personal und Material.

Regelmäßige Trainingsflüge seien nach Angaben des Luftfahrtamtes unverzichtbar für die Einsatzbereitschaft der Luftstreitkräfte. Zwar wird mittlerweile ein großer Teil der Ausbildung mithilfe moderner Simulatoren absolviert, diese könnten Übungen unter realen Bedingungen jedoch nicht vollständig ersetzen. "Übungen unter realen Bedingungen können Simulatoren nicht vollständig ersetzen", so ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr. (jk) +++


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