Auf Point Alpha wird die Erinnerung lebendig. - Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch

RASDORF/GEISA Ruhl übergibt Förderbescheid

45.000 Euro für Point Alpha: Land unterstützt Erhalt der Gedenkstätte

03.10.26 - Um die historische Bausubstanz am Grünen Band Hessen zu erhalten und um das Besuchserlebnis in der Gedenk- und Bildungsstätte am ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen weiter zu verbessern, hat Staatssekretär Michael Ruhl am Freitag zum Tag der Deutschen Einheit einen Förderbescheid an die Point Alpha Stiftung überreicht.

Die Zuwendung in Höhe von 45.711,13 Euro wird aus Mitteln für das Grüne Band Hessen finanziert. "Das Engagement der Point Alpha Stiftung für eine lebendige Erinnerungskultur verdient eine besondere Anerkennung und nachhaltige Unterstützung", erklärte Staatssekretär Ruhl. "Es ist unser Ziel, mit der Förderung die Erinnerungskultur im Grünen Band zu stärken."

Die innerdeutsche Grenze verlief zwischen Hessen und Thüringen. Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch

Mit den Fördermitteln werden unter anderem die Dachsanierung des US-Camp-Turms und eine Sanierung vom Denkmal der deutschen Teilung sowie erforderliche Brandschutzmaßnahmen unterstützt.

"Die Förderung zum Erhalt von Gedenkstätten im Rahmen des "Grünen Band Hessen" ist ein wichtiger Beitrag, damit Orte der Erinnerung und des historischen Lernens einen Beitrag zur Demokratiebildung und zur Vermittlung der gemeinsamen Geschichte leisten", betonte Ruhl. "Bereits in der Vergangenheit haben die Point Alpha Stiftung und das Ministerium vertrauensvoll zusammengearbeitet, um den herausragenden Ort der Erinnerung zu pflegen."

Erhaltung des Originalzustands der Gedenkstätte

Die heutige Gedenkstätte Point Alpha unterhält den einzigen ehemaligen US-Beobachtungsstützpunkt in Deutschland und macht diesen der Öffentlichkeit zugängig. Durch bürgerschaftliches Engagement konnte nach der Wende dafür gesorgt werden, dass dieser Beobachtungsstützpunkt erhalten blieb. Das ehemalige US-Camp stellt damit eine Besonderheit der Kulturhistorie und ein Alleinstellungsmerkmal im hessischen Teil des Grünen Bands dar, das mehrere zehntausend Besucher jährlich anzieht. Neben dem Beobachtungsturm umfasst die Gedenkstätte weitere Elemente der ehemals militärischen Anlage im Originalzustand.

Staatssekretär Michael Ruhl. Archivfoto: O|N/ goa

Hintergrund: Das neue Gründe Band Gesetz

Die Landesregierung setzt mit dem kürzlich beschlossenen Grüne Band Gesetz auf Kooperation und Freiwilligkeit statt Vorgaben und Ordnungspolitik. Auf privaten Flächen setzt das Land auf Vertragsnaturschutz und eine Vernetzung der vorhandenen Naturschutz- und Naturwaldgebiete für den Biotopverbund. Seither besteht das Grüne Band Hessen aus zwei Teilen: dem Nationalen Naturmonument mit Schutz- und Entwicklungszone sowie einer angrenzenden Förderzone, die nicht Teil des Naturmonuments ist. Damit wird ermöglicht, dass Landnutzern vor Ort keine unvorhergesehenen ordnungsrechtlichen Bewirtschaftungsauflagen drohen.

Das Grüne Band Hessen bietet Chancen für eine nachhaltige Regionalentwicklung –durch natur- und geschichtsverträglichen Tourismus und regionale Wertschöpfung. (js/pm)+++


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