Das Team des DRK Ransbach/Ausbach bei der besonderen Aktion. - Fotos: Anna Weißenberger

HOHENRODA Vom Baum in die Flasche

2.000 Liter Apfelsaft jährlich: Ehrenamtliche Aktion des DRK hat lange Tradition

05.10.26 - Es ist schon fast eine kleine Tradition: Seit mittlerweile sieben Jahren stellt der DRK Ransbach/Ausbach (Gemeinde Hohenroda im Kreis Hersfeld-Rotenburg) am letzten September- und am ersten Oktoberwochenende leckeren Apfelsaft her. Mehr als eine Tonne Äpfel gehen an einem Tag durch die Presse.

Ehrenamtliche Arbeit

Tobias Deis, 1. Vorsitzender

Bis zu 1400 Liter Apfelsaft entstehen an einem Tag

Mit Schürze und Handschuhen ausgestattet steht Sabine Schleinich vor den großen Wasserbacken. Mit einem kurzen Blick prüft sie die vielen Äpfel auf faule Stellen, bevor sie sie mit einem Sieb in den Schredderer befördert. Die entstandene Maische wird anschließend in die Presse gegeben, aus der wenig später erster Saft fließt. Sabine gehört zu dem sechsköpfigen Team des DRK, das jedes Jahr die zahlreichen Liter Saft zubereitet - alles natürlich ehrenamtlich. "Entstanden ist diese Aktion ursprünglich aus einer ganz einfachen Idee", erklärte Tobias Deis, erster Vorsitzender der DRK-Ortsvereinigung Ransbach/Ausbach. "In der Umgebung gibt es zu dieser Zeit so viele Äpfel, die teilweise gar nicht verwertet werden können. Da wir durch unseren Betreuungsdienst über das nötige Equipment verfügen, kamen wir irgendwann auf die Apfelsaft-Herstellung."

Spende von privaten Haushalten

Auch zahlreiche Privatpersonen brachten ihre Äpfel zum DRK.

Um den Saft haltbar zu machen, wird er in der Feldküche bei 80 Grad gekocht und anschließend in die Behälter abgefüllt. In einem Karton verpackt, lässt sich der Saft bis zu einem Jahr aufbewahren. Die Äpfel stammen dabei nicht nur aus eigenen Beständen, sondern vor allem von Privatpersonen. Deis betonte: "Wir haben zwar als DRK eine Apfelbaumwiese, aber es kommen auch kistenweise Äpfel von privaten Haushalten." An einem Tag können so zwischen 1.000 und 1.400 Liter Apfelsaft entstehen. "Wie viel Saft am Ende tatsächlich in den Kartons landet, hängt aber nicht nur von der Menge, sondern vor allem von der Qualität der Äpfel ab", weiß Deis.

Für das DRK Ansbach/Ausbach ist die Apfel-Aktion inzwischen ein fester Termin im Kalender. Man kann also sicher sein: Auch im nächsten Jahr wird die Region wieder mit leckerem Apfelsaft versorgt - natürlich regional und mit viel ehrenamtlichem Einsatz. (aw) +++


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