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03.04.10 - TISCHTENNIS

Montag 15 Uhr: Grenzau vs. Fulda-Maberzell / Plüderhausen vs. Hanau

Montag, 15:00 Uhr: TTC Zugbrücke Grenzau – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell

Aller Sorgen, noch in den Abstiegsstrudel der Tischtennis-Bundesliga zu geraten, hat sich der TTC Zugbrücke Grenzau mit dem 3:2-Erfolg im Zielfinish von Frickenhausen entledigt. Jetzt können die Brexbachtaler nahezu von Druck befreit in die letzten drei Spiele der Hauptrunde gehen, wenn da nicht auf einmal wieder eine Chance, doch noch unter die besten Vier vorzustoßen, winken würde. Dazu wäre ein Sieg gegen die bärenstarken Osthessen mit ihrem Shootingstar Wang Xi aber Pflicht. Gelingt dieser nicht, kann Grenzau die Saison anschließend entspannt nach der Devise „just for fun“ zu Ende spielen.

"Theoretisch ist der Sprung in die Play-Offs noch möglich", sagt TTC-Coach Michele Comparato vor den Spielen gegen Fulda, Saarbrücken und Ochsenhausen. "Wir haben in der Vorrunde bewiesen, dass wir mit allen Teams auf Augenhöhe liegen. Ein Sieg gegen Fulda wäre für den möglichen Sprung in die Play-Offs natürlich Pflicht. Dann hätten wir alle Karten selbst in der Hand. Unser Vorteil: Wir haben eine gute Mannschaft, die wieder in Form gekommen ist und wir haben keinen Druck mehr." Comparato glaubt an seine Truppe: "Ich schätze unsere Chancen gegen Fulda besser ein als in der Vorwoche gegen Frickenhausen. Wir haben Spieler, die sehr gut gegen Abwehr spielen können. Ich erwarte ein tolles Spiel vor hoffentlich zahlreichen Zuschauern." Auch Grenzaus Präsident Manfred Gstettner sieht die Partie gegen die Maberzeller als richtungsweisend an: "Wenn wir noch in die Play-Offs wollen, dann wäre Fulda ein Pflichtsieg. Dann könnten wir unser Saisonziel noch erreichen."

Die kurz vor dem Einzug ins Finale des ETTU-Cups stehenden Maberzeller, die das Hinspiel gegen starke Grenzauer knapp mit 3:2 gewonnen hatten, wollen sich auch im Brexbachtal keine Blöße geben und die letzten theoretischen Zweifel am strategisch für die Play-Offs günstigen zweiten Platz zerstreuen. Vorsitzender Stefan Frauenholz: „Natürlich wollen wir im Spiel gegen Grenzau den zweiten Platz festigen und unsere seltsame Serie beenden: Seit unserem Bundesligaaufstieg im Jahr 2005 haben wir jedes Heimspiel gegen Grenzau gewonnen und jedes Auswärtsspiel in Grenzau verloren. Es ist sehr wichtig für uns, den zweiten Tabellenplatz zu halten wegen der Play-Off-Chancen.“

Montag, 16:30 Uhr: SV Plüderhausen - TG 1837 Hanau

Keine 20 Stunden nach Ende des Ochsenhausen-Spiels geht es für die Hessen am Ostermontag beim Tabellenachten aus Plüderhausen richtig um die Wurst, der zwei Zähler weniger als Hanau auf dem Konto hat und unter unbedingtem Erfolgszwang steht. Angesichts der bedrohlichen Situation hat sich der Klub aus dem schwäbischen Remstal entschlossen, doch nochmals Ex-Weltmeister Jörgen Persson einfliegen zu lassen – der 43-jährige, hochgewachsene Schwede wird gegen die TGH und Saarbrücken zum Einsatz kommen. Mit Persson, dem Serben Karakasevic und dem Polen Kosowski ist der letztjährige Ligapokal- und ETTU-Cup-Sieger schon recht gut aufgestellt. Bei dieser Aufstellung des Gegners gab es für die Hanauer im Hinspiel am 15.11. in heimischer Halle auch ein herbes 0:3 in knapp 100 Minuten bei nur einem Satzgewinn.

Allerdings war Jakub Kosowski zuletzt angeschlagen. Der junge Engländer Paul Drinkhall ist keine Option mehr. Laut Bericht der Ibbenbürener Volkszeitung vom 2. April, inzwischen in anderen Medien bestätigt, wurde das Vertragsverhältnis als Reaktion auf Drinkhalls Fehlen gegen Bremen wegen einer angeblichen Reifenpanne vorzeitig beendet. SVP-Manager Geritt Albrecht wird wie folgt zitiert: "Ich habe ihm gesagt, er braucht nicht mehr zu kommen. Der Vertrag ist aufgelöst."

Die Hanauer kalkulieren übrigens auch mit dem Spielverhältnis, das sich am 11. April als entscheidende Größe erweisen könnte, sofern dann zwei oder mehrere Kandidaten punktgleich sind. Somit ist jeder einzelne Matchgewinn äußerst wertvoll, was natürlich für sämtliche involvierten Klubs gilt. Hanaus Position (-7) gegenüber Frickenhausen (-16) ist derzeit recht komfortabel, Bremen (-6) und Plüderhausen (-7) liegen etwa auf TGH-Niveau.

Kritisch merkt Hanaus Manager Johannes Herrmann mit Blick auf den Bremer Spaziergang bei Plüderhausens „1B“ am vergangenen Sonntag an: „Viel hängt immer von den Aufstellungen der Gegner ab. Leider treten gegen uns alle Mannschaften mit ihren besten Spielern an. Andere Teams sind da klar bevorteilt worden und konnten leichte Siege einfahren.“ Allerdings kamen hier auch Umstände zum Tragen, die der SVP nicht steuern konnte – man denke etwa an den „Fall Drinkhall“.

SVP-Sportkoordinator Ulrich Engele lässt keinen Zweifel: „Natürlich ist es ein Schlüsselspiel für den Kampf um den Klassenerhalt. Aus diesem Grund wird auch zum ersten Mal in der Rückrunde Jörgen Persson an Bord sein und zusammen mit Kara und Jakub versuchen, die zum Klassenverbleib wohl noch notwendigen zwei Punkte zu holen. Dass dies aber nicht einfach sein wird, ist auch klar an den letzten Ergebnissen der Hanauer zu sehen. Die größte Überraschung dabei ist eindeutig die 5:0-Bilanz in der Rückrunde von Steffen Mengel, der wohl derzeit in einer nicht für möglich gehaltenen Traumform spielt. Na ja, wir hoffen auf jeden Fall das Beste.“ (DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher). +++

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