12.10.26 - Vorlesungen, Campusleben und Hausarbeiten stehen ab sofort für mehr als 2.400 Erstsemester an der Hochschule Fulda auf dem Programm. Damit sind erstmals mehr als 10.000 Studierende an der Bildungseinrichtung eingeschrieben. Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar zeigte sich bei der Begrüßung erfreut über die anhaltend hohe Nachfrage nach einem Studium in Fulda und hieß die Studienanfänger zum Start des Wintersemesters 2026/2027 willkommen.
Besonders hob Khakzar die mehr als 1.100 internationalen Studierenden hervor. Diese seien "wahnsinnig wertvoll" für die Hochschule und trügen zu einer vielfältigen und offenen Campusgemeinschaft bei. Studierende aus mehr als 100 Nationen hätten die Möglichkeit, voneinander zu lernen und neue Perspektiven kennenzulernen.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar zeigte sich bei der Begrüßung erfreut ...
Neuer Lebensabschnitt für viele Studierende
Für viele Erstsemester beginnt mit dem Studienstart ein neuer Lebensabschnitt. Zahlreiche Studierende mussten ihren bisherigen Wohnort verlassen, sich in einer neuen Stadt orientieren und neue soziale Kontakte knüpfen. "Ein Stück weit sind viele von euch unsicher, ob die Entscheidung für Fulda die richtige war", sagte Khakzar.
Eine endgültige Antwort darauf könne man meist erst rückblickend am Ende des Studiums geben. Die Erfahrungen ehemaliger Studierender zeigten jedoch, dass die überwiegende Mehrheit ihre Entscheidung nicht bereut habe, wie der Hochschulpräsident erklärte.

Vorsitzenden des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) Nathalie Dost und ...
Nicht der perfekte Studiengang ist entscheidend
In seiner Begrüßungsrede ging Khakzar auch auf die Wahl des Studiengangs ein. Angesichts von mehr als 20.000 Bachelor- und Masterstudiengängen in Deutschland sei es statistisch nahezu unmöglich, den "perfekten Studiengang" zu finden. Wesentlich wichtiger als reines Fachwissen seien die Methoden und Kompetenzen, die während des Studiums vermittelt würden.
Während sich Fachwissen heute zunehmend durch digitale Hilfsmittel aneignen lässt, seien methodische Fähigkeiten und analytisches Denken entscheidend für den späteren Berufsweg. Zudem betonte Khakzar die Durchlässigkeit des deutschen Hochschulsystems. Studierende könnten ihren Bildungsweg flexibel gestalten und müssten keine Sorge haben, mit ihrer ersten Studienwahl grundsätzlich falsch zu liegen.
Auch anspruchsvolle Phasen gehörten zum Studium dazu. Prüfungen, Projekte oder persönliche Herausforderungen könnten zeitweise zur Belastung werden. Die Hochschule halte hierfür verschiedene Unterstützungsangebote bereit. Khakzar appellierte daher, Probleme nicht zu lange mit sich selbst auszumachen und frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen. "Probleme sollte man nicht in sich hineinfressen oder einfach liegen lassen."

Vom Studierendenwerk Gießen: Elena Ziegler von der Abteilung Beratung und Soziales ...
AStA und Studierendenwerk werben für ihre Angebote
Für den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) sprachen die Vorsitzenden Nathalie Dost und Mara Sarusic. Sie bezeichneten den Studienbeginn ebenfalls als Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Ein Studium bestehe nicht nur aus Vorlesungen, Seminaren und Hausarbeiten. Es sei auch eine Zeit der persönlichen Entwicklung, in der junge Menschen neue Erfahrungen sammeln und ihren eigenen Weg finden könnten.
Auch das Studierendenwerk Gießen stellte seine Angebote vor. Elena Ziegler von der Abteilung Beratung und Soziales verwies unter anderem auf Unterstützungsmöglichkeiten für Studierende mit Kindern. So gibt es beispielsweise spezielle Angebote in der Mensa für Kinder.
Frank Vogel, Betriebsleiter der Mensa, warb für das gastronomische Angebot auf dem Campus. Die Mensa sei nicht nur ein Ort zum Essen, sondern auch zum Kennenlernen und Austauschen. Großen Wert lege man auf Nachhaltigkeit sowie täglich frisch zubereitete und vegane Gerichte. Zudem bietet die Abendmensa Studierenden die Möglichkeit, sich auch während längerer Lernphasen am Abend auf dem Campus zu versorgen. (jk) +++