15.10.26 - Gut einen Monat mussten die Fans von Handball-Regionalligist TV Hersfelder auf das nächste Heimspiel warten. Nachdem der Aufsteiger am 12. September mit einem Sieg gegen Hüttenberg II in die Saison startete, steht nun die nächste Partie vor heimischem Publikum auf dem Programm. Gegner in der Geistalhalle ist am Samstag (Spielbeginn: 17 Uhr) die HSG Dotzheim/Schierstein.
Die ist, so wie die Hersfelder auch, Aufsteiger und somit Liga-Neuling. OSTHESSEN|NEWS sprach mit TVH-Trainer Michael Stock über die Bedeutung des Spiels während des Lullusfests, die Vorbereitung auf den Gegner und potentielle Ausfälle im Kader.
Heimspiel-Hexenkessel zum Lullusfest?
Heimspiel und das noch während des Lullusfests – eine bessere Kulisse könnte es für die Handballer des TV Hersfeld eigentlich nicht geben. Und obwohl deren Coach Michael Stock aus Fulda kommt, weiß er um die Bedeutung dieser Begegnung. "Das haben meine Jungs gesagt. An Lolls verliert man nicht. Ich denke, uns erwartet eine richtig gute Atmosphäre und wir freuen uns sehr auf die Partie", sagte der 42-Jährige.
Schon beim ersten Heimspiel in der neuen Liga verwandelten die Hersfelder Fans die Geistalhalle in einen kleinen Hexenkessel. Mit dem Lullusfest im Rücken hofft Stock auch an diesem Wochenende auf einen ähnlichen Effekt. Aber egal ob Lolls oder nicht: die Zielsetzung bleibt die gleiche: "Wir wollen gewinnen, so oder so. Wir wollen jedes Spiel gewinnen", zeigte sich Stock selbstbewusst.
TVH-Gegner startete mit zwei Siegen aus vier Spielen
Um dieses Ziel umzusetzen, müssen die Hersfelder die HSG Dotzheim/Schierstein besiegen. Der Gegner aus dem Speckgürtel von Wiesbaden ist ebenso wie der TVH Aufsteiger in der Regionalliga. Doch das ändere für das Spiel laut Stock nichts. Der Druck auf das eigene Team sei nicht höher, nur weil man gegen einen Mitaufsteiger spiele.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Dotzheim/Schierstein legte einen vergleichbaren Saisonstart wie die Hersfelder hin. Bei einer Begegnung mehr steht die HSG bei zwei Siegen und zwei Niederlagen aus vier Spielen. Doch während die Hersfelder unter anderem gegen den Tabellenführer ran mussten und ein schweres Startprogramm hatten, spielte Dotzheim/Schierstein unter anderem gegen die zwei Schlusslichter der Tabelle aus Vellmar und Petterweil. Ein Fakt, der dem TVH Mut geben dürfte.
TVH hält an seinem Weg fest
Das weiß auch Trainer Michael Stock. Dotzheim/Schierstein "ist kein Bieberau". Das ist nämlich der Tabellenführer, gegen den sich der TVH beim vergangenen Auswärtsspiel sehr stark präsentierte. Er fügte hinzu: "Wir werden daher unseren Weg weitergehen und halten an unserem Spiel fest."
Dabei gibt es aber leichte Probleme in der Vorbereitung. Das Training sei bisher gut gewesen, man habe an Schwächen in der Offensive und Defensive gearbeitet. Doch am Freitagabend stehen Reparaturarbeiten in der Geistalhalle an. Ob der TVH sein Abschlusstraining durchziehen kann, ist bislang nicht sicher. Und auch auf der Spielerfront gibt es kleinere Problemchen: "Es ist Lolls, da ist der ein oder andere etwas müder als sonst, aber das ist kein Problem. Dafür haben wir einige Spieler, die ein bisschen kränkeln und hoffentlich bis Samstag wieder fit sind", erklärte Stock. Dann haben er und sein Co-Trainer Kai Hüter "die Qual der Wahl, wer spielt und wer auf der Bank sitzt". (Kevin Hildebrand) +++