Notaufnahme, 112 oder 116117? Die Reform schafft Klarheit. - Archivfotos: O|N

REGION Schneller zur richtigen Behandlung

Wann in die Notaufnahme - und wann nicht? Reform soll Klarheit schaffen

17.10.26 - Die Notaufnahmen sind vielerorts überlastet. Ein Grund: Nicht jeder Patient, der dort Hilfe sucht, ist tatsächlich ein medizinischer Notfall. Mit der geplanten Notfallreform soll sich das ändern. Allein im Jahr 2024 wurden in Deutschlands Krankenhäusern rund 13 Millionen ambulante Notfälle behandelt. Das entspricht durchschnittlich etwa 35.600 Patienten pro Tag und markiert den höchsten Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2018.

Künftig sollen speziell eingerichtete Anlaufstellen und medizinische Ersteinschätzungen dafür sorgen, dass Patienten schneller die passende Versorgung erhalten. Ziel ist es, Notaufnahmen, Rettungsdienste und den ärztlichen Bereitschaftsdienst besser miteinander zu vernetzen.

Künftig sollen speziell eingerichtete Anlaufstellen und medizinische Ersteinschätzungen ...

Bei diesen Symptomen zählt jede Minute!

In die Notaufnahme gehören vor allem echte Notfälle, bei denen schnelle medizinische Hilfe entscheidend sein kann. Dazu zählen beispielsweise plötzlich auftretende Brustschmerzen oder Verdacht auf einen Herzinfarkt, akute Atemnot, Schlaganfall-Symptome wie Lähmungen oder Sprachstörungen, Bewusstlosigkeit sowie schwere Verletzungen oder starke Blutungen. In diesen Fällen sollte man die einheitliche und kostenlose Notrufnummer für Feuerwehr und Rettungsdienst, die 112, wählen.

Nicht jeder akute Gesundheitszustand ist dagegen ein Fall für die Notaufnahme. Bei Erkältungen, grippalen Infekten oder anderen weniger schweren Beschwerden können Hausärzte, Bereitschaftspraxen oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 oft die richtige Anlaufstelle sein. Bei lebensbedrohlichen Notfällen sollte hingegen umgehend die Notrufnummer 112 gewählt werden.

Die Notaufnahmen sind vielerorts überlastet. Ein Grund: Nicht jeder Patient, der ...

Allein im Jahr 2024 wurden in Deutschlands Krankenhäusern rund 13 Millionen ambulante ...

Ziel ist es, Notaufnahmen, Rettungsdienste und den ärztlichen Bereitschaftsdienst ...

Kernstück der Reform sind sogenannte Integrierte Notfallzentren an Krankenhäusern. ...

Bessere Zusammenarbeit

Kernstück der Reform sind sogenannte Integrierte Notfallzentren an Krankenhäusern. Dort soll künftig bereits bei der Anmeldung medizinisch eingeschätzt werden, welche Behandlung tatsächlich benötigt wird. Patienten werden dann gezielt an die Notaufnahme, eine Notdienstpraxis oder andere Versorgungsangebote weitergeleitet. Dadurch sollen Notaufnahmen entlastet, Wartezeiten verkürzt und die Versorgung von echten Notfällen verbessert werden. (js)+++


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