
Annette Dytrt beim pinkfarbenen Startbully. - Fotos: goa
LAUTERBACH
Eishockey verbindet
Lauterbacher Luchse und Hamburger Fans sammeln für krebskranke Kinder
18.10.26 - Das hat im wahrsten Sinne des Wortes gutgetan! Rund um die Eishockeypartie der Lauterbacher Luchse im OSWENO-Pokal gegen die Hamburg Crocodiles gab es eine Charity-Aktion zugunsten der Kinderkrebshilfe Schlitz e.V. – und deren Vertreter konnten am Samstagabend im Luchsbau darüber staunen, dass die Eissportfamilie beeindruckend zusammenhält, wenn es um die gute Tat geht: neben den heimischen Eishockeyfans hatte auch die Fankolonie der Crocodiles im Bus gesammelt und eine bemerkenswerte Summe übergeben.
Die Lauterbacher Luchse hatten die Idee, eine Aktion im Rahmen ihrer Serie "Vereine helfen Vereinen" die Schlitzer Kinderkrebshilfe zu initiieren. Deren zweiter Vorsitzende Volker Bäuml freute sich mit seinen Mitstreitern sehr: "Wir sind begeistert von dieser Aktion und wurden auch von den Fans toll hier empfangen." Es waren gleich mehrere Aspekte guter Taten: die Luchse spendeten je Eintrittskarte einen Euro, die Fans konnten eine Spendendose befüllen und, als beliebtes Highlight, wurde seit langer Zeit wieder ein Puckwerfen angesetzt: Man konnte gegen einen Spende nummerierte Pucks erwerben, die dann in der zweiten Drittelpause von den Rängen auf das Eis mit Zielpunkt Mittelkreis geworfen wurden.

Die Kinderkrebshilfe Schlitz freute sich über die Aktion der Eishockey-Community ...
Eishockeyfans zeigen Herz
Als Hauptgewinn winkte das letzte Aufwärmtrikot der letzten Saison und weitere Sachpreise. Und auch die Eiskunstlaufsparte mischte mit: Annette Dytrt, die mehrfache deutsche Meisterin im Eiskunstlauf, verlängerte nach einem Trainingscamp ihren Aufenthalt in Lauterbach eigens dafür, um den symbolischen Puckeinwurf beim Startbully der Eishockey-Begegnung vorzunehmen. Ihre pinkfarbene Bekleidung und der ebenso eingefärbte Puck wiesen wie viele Luftballone im Publikum, die der Luchse-Fanclub beisteuerte, auf die Aktion "Pinktober" hin – zugunsten der Brustkrebs-Prävention. Für Dytrt eine Ehrensache: "Die Idee kam von Katja und Lara Weigold. Solche Aktionen wie für die Kinderkrebshilfe oder zur Brustkrebsvorsorge unterstütze ich auf jeden Fall!"
Dass auch die Hamburger Eishockeyfans das Herz auf der richtigen Stelle haben, unterstrichen sie mit ihrer tollen Beteiligung für die Kinderkrebshilfe. Ihre Fanclub-Vorsitzende Kathi betonte: "Das war für uns gar keine Frage, zumal wir erst einen Spieler mit einer Krebserkrankung hatten. Außer den Crocodiles-Fans haben sich auch ausdrücklich die Spieler an der Sammelaktion beteiligt, so dass wir nachher einen schönen Betrag übergeben können." Hut ab vor dieser Unterstützung, sowohl durch die lautstarken Fangesänge zugunsten der Crocodiles als auch zugunsten der Charity-Aktion: Kathi übergab satte 1.000 Euro an die Kinderkrebshilfe um Volker Bäuml.

Die Charity-Stimmung in der Halle konnte man nicht nur spüren, sondern auch sehen. ...
Das eigentliche Pokalspiel litt bei soviel Rahmenprogramm, in dem auch noch einige Sternchen der Eiskunstlaufabteilung in der Drittelpause zeigten, was sie im Trainingscamp gelernt hatten, übrigens keineswegs: in einer sehr intensiven und bis zum Ende spannenden Begegnung behielten die Luchse am Ende mit 5:3 die Oberhand. Man darf davon ausgehen, dass dennoch auch im Crocodiles-Fanbus auf dem Heimweg beste Stimmung herrschte. (goa) +++