22.10.26 - Das DRK lässt sich von Wind und Wetter bekanntermaßen nicht aufhalten, wenn es im Notfall gebraucht wird. Diese Haltung wurde auch beim Spatenstich am Mittwochnachmittag deutlich - bei herbstlichem Schmuddelwetter wurde nämlich dennoch gefeiert, dass es nun in die heiße, erste Phase des Baus geht. Mit dabei waren Vertreter des DRK Fulda und des Ortsverbands aus Flieden. Aber auch Mitglieder des Turnvereins (TV) Flieden, hinter dessen Vereinshaus die Wache gebaut wird, waren vor Ort.

Eine Visualisierung, wie die neue Rettungswache aussehen soll. Darstellung: Wuttke
"Zum Bevölkerungsschutz gehört ganz klar, dass wir Fahrzeuge und Sanitäter haben und die Menschen versorgen können, die gerettet werden müssen, und das bei Wind und Wetter. Deswegen ist es auch kein Problem, dass es heute regnet", sagte Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Fulda, zu Beginn gegenüber OSTHESSEN|NEWS.
Derzeit ist ein 24 Stunden einsatzfähiges Fahrzeug in einer provisorischen Rettungswache untergebracht - das kann aber natürlich kein Dauerzustand bleiben. Aus diesem Grund sind sowohl das DRK als auch die Gemeinde Flieden froh, dass das Projekt nun verwirklicht wird.

Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes ...

Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender des DRK Kreisverbands Fulda.

Alexander Wuttke von Wuttke Architekten Fulda
2,2 Millionen Euro Investitionsvolumen
Architekt Alexander Wuttke erzählte vor dem Spatenstich aus der Vergangenheit und den ersten Planungen zur neuen Wache. 2025 habe man sich zum ersten Mal zusammengesetzt und im weiteren Verlauf intensiv diskutiert. Dabei war es dem Architekten, aber auch dem DRK wichtig, dass in der Wache alles nah beisammen und griffbereit ist und dass die Fahrzeuge zügig in beide Richtungen ausrücken können. Das Grundstück bot aber auch Herausforderungen - es befindet sich in einem Hochwassergebiet und auch weitere ökologische Aspekte, wie die Bepflanzung im späteren Verlauf, mussten beachtet werden.

Fliedens Bürgermeister Christopher Gärtner.
Die neue Wache entsteht auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern - für den Bau ist ein Investitionsvolumen von 2,2 Millionen Euro vorgesehen. "Ich hoffe, wir können das einhalten", so der Vorstandsvorsitzende des DRK Fulda, Christoph Schwab, in seiner kurzen Rede. Er dankte zudem auch dem TV Flieden für seine Mithilfe und betonte: "Sie übernehmen hier gesellschaftliche Verantwortung." Ein weiterer Dank ging zudem an die Gemeinde an sich, die er für ihre kooperative Art lobte und vor allem auch dafür, dass bis zum Spatenstich alles reibungslos geklappt hat.

Dr. Matthias Kalmbach, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst beim Landkreis Fulda, ...
Eine Rettungswache an der Fliedener "Lebensader"
Dass die Zusammenarbeit so gut weitergeht, wünscht sich natürlich auch Fliedens Bürgermeister Christopher Gärtner (CDU). Er betonte vor allem, dass der Standort passend sei. Am Gelände der neuen Wache verläuft nämlich eine Straße, die den Namen "Königreichallee" trägt und für Flieden nach Ansicht Gärtners auch so etwas wie die "Lebensader" der Gemeinde ist. "Kaum etwas passt besser zu einer Lebensader als eine Rettungswache", verdeutlichte der Bürgermeister und bedankte sich: "Vielen Dank, dass Sie als DRK unser Königreich so lebenswert machen."

Heinz Peter Salentin, Leiter des Geschäftsbereichs Rettungsdienst beim DRK Fulda. ...
Als Repräsentant des Landkreises war Dr. Matthias Kalmbach in Vertretung für Landrat Bernd Woide (CDU) und den ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt (ebenfalls CDU) in Flieden. Er betonte, dass sich auch die Übergangslösung bisher schon bewährt habe, und hofft zudem darauf, dass wir, wie die Rettungskräfte, die von der Wache in Flieden aus zu ihren Einsätzen starten, stets wohlbehalten zurückkehren.
Einen konkreten Termin, wann die Wache eröffnet werden soll, gibt es noch nicht, man hofft aber darauf, im Jahr 2027 fertig zu werden. Aktuell sind die ersten Pfosten gesetzt.
(pg) +++