22.10.26 - Kaum kündigt sich die kalte Jahreszeit an, da rückt der Sommer schon wieder in greifbare Nähe: Nach "Die Ärzte", "Annenmaykantereit", "Sonderschule", "Wanda", "Madsen", "Swiss & die Andern","Leoniden" und "Mia" meldet das Open-Flair-Festival heute sechs weitere frische Acts für 2027. Mit dabei: "Provinz", "Disarstar", "Tiavo", "Tränen", "As Everything Unfolds" und "Moonkid" - ein weiterer Vorgeschmack auf ein Line-up, das jetzt schon nach Festivalstimmung schreit.
Und das war natürlich noch längst nicht alles. So schreibt das Team in einer Pressemeldung: "Wir haben noch jede Menge weitere Acts in Vorbereitung und präsentieren schon bald ein weiteres Paket für das 43. Open-Flair-Festival vom 4. bis 8. August 2027!"
Provinz
Schon ihr Debütalbum "Wir bauten uns Amerika" (2020) schaffte es auf Platz 4 der deutschen Charts und die dazu gehörige Tour war lange im Vorfeld restlos ausverkauft. Nach der Auszeichnung mit der 1 Live Krone 2021 als beste Band schafften Provinz es mit dem Zweitwerk "Zorn & Liebe" (2022) sogar auf Platz 2 der Charts und in Folge tourten sie bereits durch die großen Hallen. Ihr drittes Album krönte dann konsequenterweise die deutschen Verkaufsränge und auch in Österreich und der Schweiz stand es jeweils fast zehn Wochen in den Top Ten. "Vier Freunde werden erwachsen", hieß es 2025 auf Tonspion.de: "Provinz (…) etablieren sich mit ihrem dritten Album "Pazifik" als eine der wichtigsten deutschsprachigen Indie-Pop-Bands zwischen Melancholie und Euphorie." Nach ihrem 2021er Auftritt unter Corona-Bedingungen bei der "Flairlängerung" spielten sie 2024 in voller Pracht beim Open Flair und jetzt freut sich das Team sehr auf ihre Wiederkehr. Mit neuen Songs und altbekannter Live-Stärke. Willkommen zurück in der Provinz, Provinz!
Disarstar
Er war bereits eine gestandene Größe im Rap, als Disarstar im März 2025 folgende Statusmeldung veröffentlichte: "Alkohol und co." abgeschworen, mit Gedanken an ein Musikkarriereende gespielt, eine Tischler-Ausbildung in Vollzeit angefangen und schließlich Vater geworden. Und währenddessen: "Viel mit mir auseinandergesetzt, viel Sport getrieben, viel gute Zeit gehabt und krankes Album gemacht. Ich hab Bock!" Das Ergebnis dieser Entwicklung: Nach "Deutscher Oktober" (2021), "Rolex für alle" (2022) und "Overdose" (2024) stand er mit "Hamburger Aufstand" (2025) zum vierten Mal in den Top Ten der Deutschen Albumcharts. Und der Pressetext hält fest: "Bei all der Wut über die Zustände einer zunehmend verrutschenden Gesellschaft legt "Hamburger Aufstand" den Fokus so sehr auf ihn selber wie keins seiner Alben zuvor. Auch wenn Gerrit Falius schon immer offen über sein Aufwachsen in prekären Lagen, frühes Ausziehen, Schullaufbahnsorgen und Suchtproblematik gesprochen hat, so schonungslos wie auf dem nun erschienenen Album hat er sich selten präsentiert."
Tiavo
Ihr Sound zwischen Indie-Gitarren und Synthie-Sounds hat ihnen viele Fans und noch mehr hochtrabende Vergleiche beschert, so der Pressetext. Schon immer primär an Stimmungen und Vibes interessiert, knüpfte die Band aus Saarbrücken mit "Absolute Gewinner" (2024) eher ans Erbe von Falco, Rio Reiser und diversen NDW-Größen an, um fortan auch verwegene 70er-Genres wie Prog, Kraut oder Disco an Bord zu begrüßen. Über die Single "Amore abgrundtief" schrieb das Diffus-Magazin im Mai 2026: "Treibende Synths, flirrende Gitarren und eine Hook, die sich festsetzt, als hätte man sie schon beim ersten Hören gekannt." Und auch das drei Monate später veröffentlichte Album "Hotel Tiavo" präsentiert sich laut Pressetext als "absolut wilder Ort, der nicht nur zum Tanzen einlädt, sondern viel Raum für Neues bietet – neue Einflüsse, neue Perspektiven, neue Umwege über den Indie-Dancefloor und durchs Tiavo-Universum". Nach Platz 4 der deutschen Albumcharts und ihrer ausverkauften Tour im Oktober kommen sie erstmals auch nach Eschwege!
Tränen
Über ihr Debütalbum "Haare eines Hundes" (2023) hieß es aus dem Hause Visions: "Das Duo schwimmt die Neue Neue Deutsche Welle mit und findet sich zwischen 80er-Synthieflächen, Power Chords und viel Liebesmelancholie wieder." Das mag damals durchaus richtig geklungen haben, doch drei Jahre später schwimmen Tränen sich von allen Trendwellen frei: Gwen Dolyn, die auch als Solokünstlerin unterwegs ist, und Kraftklub-Gitarrist Steffen Israel haben mit "Leben in einer Katze" ein neues Werk an den Start gebracht, das größer, poppiger, radikaler und verletzlicher klinge als alles, was die Band bisher gemacht habe. Es sei eine Absage an einen Gegenwartspop, der Verletzlichkeit zwar behaupte, aber selten etwas riskiere: "Ihre Songs suchen nach Nähe, ohne sich glatt zu machen. Sie stellen große Fragen, ohne sie sofort mit Ironie zu entschärfen. Und dann wird laut gelacht." Das Team ist begeistert von Songs wie "Mitten ins Gesicht" oder "Rote Funken" und freut sich auf mehr und mehr von Tränen!
As Everything Unfolds
Irgendwo zwischen Post-Hardcore und Progressive Metal hat die britische Band um Sängerin Charlie Rolfe schon so einigen Staub aufgewirbelt hat, auch auf dem Open Flair Festival 2023! Bis dahin waren sie bereits bei den Heavy Music Awards in der Kategorie "Best UK Breakthrough Band" nominiert und mit Größen wie Enter Shikari unterwegs. 2024 mussten As Everything Unfolds mit dem Tod von Schlagzeuger Jamie Gowers 2024 einen schweren Verlust erleiden, doch sie fanden wieder zu sich und konnten Trauer, Zusammenhalt und kreative Weiterentwicklung in ihrem bislang ambitioniertesten und klanglich vielseitigsten Werk bündeln. "Mit Einflüssen aus Metal, elektronischer Musik, Pop und Alternative hat sich die Band bewusst vom klassischen Metalcore gelöst und einen eigenen, dynamischen Sound entwickelt", so der Pressetext über das Album "Did You Ask To Be Set Free?" (2026). Songs wie "Gasoline" oder "Set In Flow" treffen laut Ox Fanzine "den perfekten Sweetspot zwischen Pop-Appeal und Spinkick".
Moonkid
Bereits seine erste eigene Tour im Frühjahr 2026 war ausverkauft. Es folgten Support-Shows für Swiss & Die Andern und Lostboi Lino sowie Songs mit Edo Saiya und Swiss & Die Andern. Im September kamen schließlich seine "Geschichten vom Mond" heraus und stiegen sensationell auf Platz 5 der deutschen Charts ein. Über das Album heißt es beim Frontstage Magazine: "Einerseits ist die Platte als eine Verneigung vor der Emo-Trap-Generation um Lil Peep, XXXTentacion oder Juice WRLD zu verstehen; andererseits greift sie den Sound der (…) Nu-Metal-Ära auf." Doch nicht nur das: Ob Hommage an Tokio Hotel, Billie Eilish oder sogar Slime, Moonkid betreibe Genre-Hopping auf Höchstniveau. "Sein rau-klagender Schreigesang wird wahlweise von ruppig-übersteuernden Gitarren und dreckigen Grunge-Drums, geruhsam-verträumten Pop-Spielarten, zornigem Techno-Gehämmer oder Trap-Hi-Hats und 808s untermalt." Nach seiner "Der letzte deutsche Rockstar Tour 2027" im April ist Moonkid im August auch beim Open-Flair-Festival zu erleben! (mis/pm) +++