Sehr zahlreich waren die Gottesdienstteilnehmenden zum Abschlussgottesdienst an Wendelinus auf den Gehilfersberg bei Rasdorf gekommen. - Fotos: wim

RASDORF (RHÖN) Festgottesdienst

Wallfahrtsjahr 2026 auf dem Gehilfersberg beendet

22.10.26 - Einen Festgottesdienst feierte Dechant Markus Günther vom Pastoralverbund Hessische Kegelspiel zu den Heiligen 14 Nothelfern auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf. Damit endete in der Wallfahrtskirche das Wallfahrtsjahr 2026. Von Ostermontag bis Wendelinus fanden dort jeden Samstagmorgen und an besonderen Festtagen Eucharistiefeiern mit unterschiedlichen Priestern statt.

Diese entfallen bis zur Wiedereröffnung des Wallfahrtsjahres an Ostermontag 2027. Die Kirche ist geschlossen und alarmgesichert.

Bei seiner Begrüßung der sehr zahlreichen Gottesdienstteilnehmenden dankte der Zelebrant den Gläubigen, die die Wallfahrtstradition weiterführten und sich immer wieder versammelten, um miteinander die Eucharistie zu feiern. Die Wallfahrtskirche sei ein Ort, an dem man seine Sorgen und Nöte abladen, zu Ruhe kommen und Dank sagen könne. So unterschiedlich auch die Beweggründe seien, auf dem Gehilfersberg verbinde der gemeinsame Glaube. Sein Dank galt auch den Priestern, Organisten, Küstern, Lektorinnen und Lektoren, Messdienerinnen und Messdienern, sowie den Reinigungskräften und Winfried Möller, der die Priester und Organisten organisiert habe.

In seiner Predigt nahm Markus Günther Bezug auf die Lesung. Paulus schreibt dort, dass wir nicht mehr Fremde ohne Bürgerrechte seien, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes. Wir erfahren, dass wir bei Gott willkommen seien und als Glaubende zusammengehörten. Wie wertvoll die Wallfahrtskirche sei, habe man schmerzlich erfahren, als vor 30 Jahren das Gotteshaus bis auf die Grundmauern niederbrannte. Das Feuer hat Mauern zerstört, aber nicht den Glauben.

Die Menschen hätten zusammengestanden, so dass die Kirche in einem Jahr wieder aufgebaut worden sei. Die regelmäßigen Gottesdienste und Wallfahrten seit dieser Zeit seien ein Zeichen für einen neuen Aufbruch. Der Heilige Wendelinus, der Patron der Hirten und Bauern, erinnere daran, dass unser Leben von Gottes Fürsorge abhänge. Der Heilige Wendelinus sei ein Fürsprecher. So brächten die Wallfahrenden, was sie bewegt, im Vertrauen, dass Gott sie auf ihrem Lebensweg begleite. Die brennenden Lampen, von denen Jesus im Tagesevangelium spricht, seien ein Aufruf zur Wachsamkeit. Die Glaubenden seien aufgefordert, den Glauben lebendig zu halten und gleichsam einer Lampe, für Gott zu brennen. Die Wallfahrtssaison gehe zu Ende, aber der Weg mit Gott gehe weiter. Er bat die Zuhörenden, die Gebete und Erfahrungen mit in den Alltag zu nehmen. Zum Schluss seiner Predigt wünschte der Dechant, dass das Feuer des Glaubens in den Herzen niemals erlische.

Im Namen der Pfarrei Rasdorf wiederholte Winfried Möller nochmals den Dank für alle Akteure. Ihre nicht selbstverständliche Arbeit wurde von den Anwesenden mit herzlichem Beifall belohnt. (Winfried Möller, Rasdorf, wim) +++


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