Die hessische Polizei erhöht zum Start der dunklen Jahreszeit erneut den Druck auf Einbrecher. - Symbolfoto: pixabay

WIESBADEN Poseck: "Wir erhöhen Druck"

Sicher durch die dunkle Jahreszeit - Polizei im Kampf gegen Einbrecher

23.10.26 - Die hessische Polizei erhöht zum Start der dunklen Jahreszeit erneut den Druck auf Einbrecher: Ab dem 26. Oktober 2026 läuft die vom Landeskriminalamt koordinierte Kampagne "Dunkle Jahreszeit 2026/2027", eingebettet in die Gesamtstrategie "Gemeinsam Sicher". Bis zum 28. März 2027 setzt die Polizei dabei auf verstärkte Fahndungen, gezielte Kontrollen, einen Aktionstag und eine Aktionswoche. Ziel ist es, Tatgelegenheiten zu reduzieren, Täter frühzeitig zu erkennen und Einbrüche zu verhindern – begleitet von umfassenden Präventionsangeboten, die Bürgerinnen und Bürger für wirksamen Einbruchschutz sensibilisieren.

Innenminister Roman Poseck erklärt: "Ein Einbruch bedeutet für die Betroffenen häufig weit mehr als den Verlust von Wertgegenständen. Jemand Fremdes dringt in den Privatbereich ein. Das sorgt bei den Betroffenen nachvollziehbar für Verunsicherung. Deshalb geht die hessische Polizei auch in diesem Herbst und Winter konsequent gegen Wohnungseinbrecher vor. Mit gezielten Kontrollen, einer engen länderübergreifenden Zusammenarbeit und moderner Technik erhöhen wir den Druck auf potenzielle Täter. Gleichzeitig ist Prävention wichtig, damit Einbrüche möglichst gar nicht erst passieren.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeigt mittelfristig eine sehr erfreuliche Entwicklung bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen: Sie sind in Hessen zwischen 2015 und 2025 um insgesamt 42 % zurückgegangen. Leider hat es aber im vergangenen Jahr eine Trendumkehr dieser positiven Entwicklung gegeben. Im Jahr 2025 sind die Fälle gegenüber 2024 um 910 Fälle auf 6.777 angestiegen. Diese Entwicklung nehmen wir sehr ernst; ich sehe in ihr einen Handlungsauftrag; wir wollen diesem Trend von Anfang an entgegentreten und uns ausdrücklich nicht auf dem mittelfristigen Rückgang der Fallzahlen ausruhen. Unser Anspruch ist es, die Sicherheit der Bürger in ihren eigenen vier Wänden bestmöglich zu gewährleisten."

Innenminister Roman Poseck erklärt: "Ein Einbruch bedeutet für die Betroffenen ...Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

Gezielte Fahndung und moderne Analyse

Die hessische Polizei führt Schwerpunktfahndungs- und Kontrollmaßnahmen durch und wird dabei auch mit den Sicherheitsbehörden aus den Nachbarländern Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zusammenarbeiten. Im Fokus stehen sowohl reisende Tätergruppen als auch örtliche Täter. Durch die Auswertung und Zusammenführung von Erkenntnissen sollen Tatserien erkannt, Täterstrukturen aufgedeckt und weitere Ermittlungsansätze gewonnen werden. Moderne Analyse- und Geoinformationssysteme unterstützen die Polizei dabei, regionale Schwerpunkte zu identifizieren und die Maßnahmen gezielt an der aktuellen Lage auszurichten.

Die diesjährige WED-Sommerkampagne zeigte die Bedeutung dieses Ansatzes: Die hessische Polizei führte mehr als 6.000 Personen- und Fahrzeugkontrollen durch und gewann dabei wichtige Erkenntnisse zu Täterstrukturen.

HLKA-Präsident Daniel Muth betont: "Unser Ziel ist klar: Wir wollen Wohnungseinbrüche verhindern, Täter überführen und kriminellen Strukturen konsequent begegnen. Dafür bündeln wir unsere Kräfte, nutzen aktuelle Lageerkenntnisse und stimmen unsere Maßnahmen gezielt auf die jeweiligen Schwerpunkte ab. Auch die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag leisten – denn wer aufmerksam ist und verdächtige Beobachtungen meldet, hilft dabei, Straftaten aufzuklären und weitere Einbrüche zu verhindern."

Einbruchschutz beginnt zu Hause

Die Polizei empfiehlt, Fenster und Türen effektiv zu sichern und verdächtige Beobachtungen zeitnah zu melden. In allen sieben hessischen Polizeipräsidien bieten Fachberaterinnen und Fachberater der kriminalpolizeilichen Prävention eine kostenfreie und neutrale Beratung zum Einbruchschutz an.

Informationen zu den Angeboten der hessischen Polizei sowie zu den Beratungsangeboten der kriminalpolizeilichen Prävention finden Interessierte auf den Internetseiten der hessischen Polizei sowie bei den Polizeipräsidien vor Ort. (mis/pm) +++


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