Michael Graf (Vorstandsmitglied, Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main Kinzig), Dr. Corina Zeller (Fachbereichsleitung Frühe Pädagogik, BiP), Christin Hecker (Päd. Mitarbeiterin Junge VHS, BiP), Nils Hachmeister (Zweiter Vorsitzender, Makers e.V.), Lioba Trabert (Projektleiterin, HA), Dirk Niedoba (Geschäftsführer, BiP), Jannik Marquart (Erster Kreisbeigeordneter) - Fotos: Bildungspartner Main-Kinzig

GELNHAUSEN Erstes Netzwerktreffen setzt wichtige Impulse

Gelungener Auftakt für die MINT-Region Main-Kinzig

27.10.26 - Mehr als 40 Vertreter aus Bildung, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden kamen vergangene Woche im Bildungshaus Main-Kinzig in Gelnhausen zum ersten Vernetzungstreffen der MINT-Region Main-Kinzig zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, Akteure aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) miteinander zu vernetzen, bestehende Angebote sichtbar zu machen und neue Kooperationen für eine zukunftsorientierte Bildungslandschaft anzustoßen.

Das Treffen markierte einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung der MINT-Region Main-Kinzig, die als eines von zehn offiziellen MINT-Netzwerken in Hessen agiert. Unter der Schirmherrschaft des Ersten Kreisbeigeordneten und Bildungsdezernenten Jannik Marquart nahmen Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen ebenso teil wie Vertreter der regionalen Wirtschaft, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer sowie verschiedener Behörden.

Als koordinierende Stelle der Initiative hatte die Bildungspartner Main-Kinzig GmbH (BiP) das Netzwerktreffen organisiert mit dem Ziel, den Austausch zwischen Bildungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren Partnern nachhaltig zu stärken und gemeinsam neue Perspektiven für die MINT-Bildung in der Region zu entwickeln.

In seiner Begrüßung betonte Bildungsdezernent Jannik Marquart die zentrale Bedeutung einer frühzeitigen und praxisnahen MINT-Förderung: "Eine gute MINT-Bildung von Anfang an ist ein wesentlicher Baustein für die Zukunft unserer Kinder und zugleich eine Investition in die Fachkräfte von morgen. Umso wichtiger sind lebendige Netzwerke und attraktive Mitmachangebote, die Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik wecken." Marquart zeigte sich erfreut über das große Interesse an dieser Veranstaltung und dankte dem BiP-Team für sein Engagement.

Auch Lioba Trabert, Projektleiterin Wirtschaftsforschung und Landesentwicklung bei der Hessen Agentur GmbH (HA), unterstrich die Bedeutung der Initiative. Sie war eigens aus Wiesbaden angereist und würdigte die Gründung der neuen MINT-Region sowie das große Interesse am ersten Vernetzungstreffen. In ihrem Beitrag stellte sie die Aufgaben der HA im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums vor. Dazu zählen unter anderem die Analyse des Fachkräftebedarfs, die Unterstützung von MINT-Projekten sowie die Begleitung regionaler Vernetzungsinitiativen. Zudem verwies sie auf das landesweite Portal www.mint-in-hessen.de, auf dem MINT-Angebote und Projekte aus ganz Hessen gebündelt dargestellt werden.

Impulsvortrag "Vom Zuschauer zum Macher: Eigene Projekte als Schlüssel zur MINT-Motivation"

Nach einem gemeinsamen Stehkaffee eröffnete Nils Hachmeister vom Verein Makers e.V. den fachlichen Teil der Veranstaltung. In seinem interaktiven Impulsvortrag "Vom Zuschauer zum Macher: Eigene Projekte als Schlüssel zur MINT-Motivation" zeigte er praxisnah auf, wie Kinder und Jugendliche über kreatives und projektorientiertes Arbeiten nachhaltig für technische und naturwissenschaftliche Themen begeistert werden können.

Im weiteren Verlauf standen der Austausch von Erfahrungen sowie die Entwicklung neuer Kooperationsansätze im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in erfolgreiche Praxisbeispiele aus der Region und diskutierten in Workshops über Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit.

Christina Gebhardt vom Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises stellte verschiedene Lernortprojekte aus dem Bereich Vermittlung von Erzeugungs- und Produktionswegen von landwirtschaftlichen Lebensmitteln bzw. die Bauernhofbegleitung vor.

Anschließend präsentierte Dr. Corina Zeller, Fachbereichsleiterin Frühe Pädagogik bei der BiP, das Projekt "Entdecker von morgen", das kürzlich von der Körber-Stiftung für seinen innovativen Ansatz in der MINT-Bildung ausgezeichnet wurde. Es fördert die Zusammenarbeit zwischen Fachschulen für Sozialpädagogik und Grundschulen und zeigt auf, wie sich MINT-Bildung sinnvoll mit modernen Ganztagsangeboten verknüpfen lässt. Jannik Marquart gratulierte zu dieser Auszeichnung und hob die Vorbildfunktion des Projekts hervor: "Das Konzept verbindet praxisnahes Lernen mit zeitgemäßen Betreuungsstrukturen und setzt damit wichtige Impulse für die Bildungsentwicklung in unserer
Region."

Die durchweg positive Resonanz der Teilnehmenden bestätigte den Bedarf an einem solchen Austauschformat. Für Dirk Niedoba, Initiator der MINT-Region Main-Kinzig und Geschäftsführer der BiP, ist es ein klarer Auftrag für die Zukunft: "Die Vernetzung der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure ist ein entscheidender Schlüssel für eine starke Bildungsregion. Das Netzwerktreffen soll deshalb dauerhaft etabliert werden und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Main-Kinzig-Kreis als attraktiven Bildungs- und Wirtschaftsstandort weiter zu stärken." (ms/pm) +++


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