Die Gemeinde in Bad Salzschlirf hat eine Haushaltssperre verhängt. Was bedeutet das für geplante Investitionen. - Archivfoto: O|N / Marius Auth

BAD SALZSCHLIRF Unabhängig von der Haushaltssperre

Bringt der Denkmalschutz den geplanten Adventure-Golfplatz in Gefahr?

28.10.26 - In Bad Salzschlirf (Landkreis Fulda) soll ein Adventure-Golfplatz gebaut werden. Das teilte die Gemeinde schon im August diesen Jahres mit. Gleichzeitig wurden Sorgen aus der Schlirfer Bevölkerung wach, dass der Bau des Golfplatzes auf der Kippe stehen könnte, unter anderem weil es wohl Probleme mit der Denkmalschutzbehörde geben soll. Zudem wurde eine Haushaltssperre von Seiten der Gemeinde verhängt. Der Minigolf-Platz soll aber trotzdem wie geplant kommen.

Christoph Göbel, Erster Beigeordneter der Gemeinde und derzeit Vertreter von Bürgermeister Peter Klug erklärte auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS, dass die Haushaltssperre aufgrund einer hohen Rückzahlung der Gewerbesteuer nötig war. Diese werde jedes Jahr geschätzt und die Schätzung für 2025 sei viel zu hoch gewesen, weswegen nun ein sechsstelliger Betrag zurückgezahlt werden müsse.

Anfang Oktober erfolgte der Spatenstich für die neue Golfanlage. Archivfoto: Christian Bornträger

Das dadurch entstandene Defizit müsse man nun auch in 2026 ausgleichen und die Planung für 2026 korrigieren. Durch die Haushaltssperre werden in diesem Rahmen alle geplanten Ausgaben gesondert vom Gemeindevorstand geprüft und zunächst auf ein Minimum beschränkt.

Was das für den geplanten Adventure-Golfplatz bedeutet

Christoph Göbel, erster Beigeordneter der Gemeinde. Archivfoto: O|N / Hans-Hubertus Braune

Der geplante Bau eines sogenannten "Adventure-Golfplatzes" steht nach Aussage von Christoph Göbel vor allem erstmal nicht im Zusammenhang mit dem Haushalt der Gemeinde. Hierfür sei vollständig die Touristik und Service GmbH (TuS) verantwortlich, die zwar eine Tochter der Gemeinde ist, aber gemeinsam mit der Landesförderung von 200.000 Euro eigenständig für die Finanzierung verantwortlich ist. Die restlichen 250.000 Euro der Gesamtkosten werden durch einen Kredit finanziert, der dann über einen längeren Zeitraum zurückgezahlt werden soll. "Die Geschäftsführerin hat hierfür einen Businessplan ausgearbeitet, der davon ausgeht, dass der Golfplatz vom ersten Tag seine Kosten auch deckt", so Göbel.

Auch die Bedenken, dass der Minigolf aufgrund von Problemen mit der Denkmalschutzbehörde nicht gebaut werden könne, seien derzeit nicht begründet. Nach dem ursprünglichen Startschuss für den Bau habe sich der Landkreis gemeldet mit dem Hinweis, dass noch eine Freigabe der Denkmalschutzbehörde fehle. Die nötigen Unterlagen liegen dem Landkreis nach Ansicht der Gemeinde bereits vor. "Aus unserer Perspektive gibt es keinen Grund für einen Baustopp", so Göbel.

Die Gemeinde wird zeitnah ein klärendes Gespräch mit dem Landkreis führen. ...Archivfoto: O|N

Zur Aufklärung der Sachlage soll in der kommenden Woche ein Gespräch mit dem Landkreis erfolgen. Die Gemeinde zeigt sich dahingehend optimistisch, dass diese Formalie geklärt werden kann. (Philipp Gerhard) +++


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