Fachlicher Austausch rund um die Herzgesundheit: Beim Kardiologischen Kolloquium des Evangelischen Kreiskrankenhauses Rotenburg am 21. Oktober 2026 informierten sich Fach- und Hausärzte über aktuelle Leitlinien und moderne Diagnoseverfahren bei Herzmuskelentzündungen. Im anschließenden Come Together stand der persönliche Austausch zwischen Klinik und niedergelassenen Ärzten im Mittelpunkt. - Fotos: Evangelisches Kreiskrankenhaus Rotenburg

ROTENBURG/F. Experten im Dialog

Herzmuskelentzündung im Fokus: EKKH lädt zum kardiologischen Austausch ein

29.10.26 - Wie lässt sich eine Herzmuskelentzündung frühzeitig erkennen und zuverlässig diagnostizieren? Welche Rolle spielen aktuelle Leitlinien und moderne bildgebende Verfahren in der täglichen Praxis? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Kardiologischen Kolloquiums, zu dem das Evangelische Kreiskrankenhaus Rotenburg (EKKH) am Mittwoch, 21. Oktober 2026, Fach- und Hausärzte eingeladen hatte. Die Veranstaltung bot aktuelle medizinische Einblicke und zugleich Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit zwischen Klinik und niedergelassenen Ärzten zu stärken.

Nach der Begrüßung und Einführung durch Dr./Med. Akademie Katowice P. Staszewicz, stellvertretenden ärztlichen Direktor des EKKH und Chefarzt der Klinik für Kardiologie, widmeten sich die Referenten verschiedenen Aspekten der Diagnostik und Behandlung einer Myokarditis. Dabei standen sowohl die wissenschaftlichen Grundlagen als auch deren Bedeutung für den medizinischen Alltag im Mittelpunkt.

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Dr. P. Staszewicz stellte die neuen Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung von Herzmuskelentzündungen vor und beleuchtete, welche Konsequenzen sich daraus für die Versorgung von Patienten in der Praxis ergeben. Ergänzend erläuterte Youssef Sakan aus der Klinik für Kardiologie den Stellenwert der modernen Echokardiographie bei der Erkennung einer Myokarditis. Die Herzultraschalluntersuchung ermöglicht es, die Struktur und Funktion des Herzens zu beurteilen und wichtige Hinweise auf mögliche krankhafte Veränderungen zu gewinnen.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte Dr. J. Falk von RH Diagnostik und Therapie, Praxis im EKKH, mit seinem Vortrag zur kardialen Magnetresonanztomographie (MRT). Das Verfahren ermöglicht eine detaillierte Darstellung des Herzmuskels und kann entscheidend dazu beitragen, entzündliche Veränderungen zu erkennen und diagnostisch einzuordnen.

"Eine Herzmuskelentzündung kann sich sehr unterschiedlich äußern und ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Umso wichtiger ist es, aktuelle Leitlinien zu kennen und die Möglichkeiten moderner Diagnostik gezielt einzusetzen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen eine frühzeitige Erkennung und eine bestmögliche Versorgung unserer Patienten zu ermöglichen", betonte Dr. P. Staszewicz, Chefarzt der Klinik für Kardiologie des EKKH.

Wissen teilen, Versorgung gemeinsam verbessern

Im Anschluss an die Fachvorträge nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zur Diskussion und zum persönlichen Austausch mit den Chefärzten des Krankenhauses. Beim anschließenden Come Together konnten medizinische Fragestellungen vertieft, Erfahrungen aus dem Praxisalltag geteilt und Kontakte zwischen Klinik und niedergelassenen Ärzten gepflegt werden.

Mit dem Kardiologischen Kolloquium unterstreicht das Evangelische Kreiskrankenhaus Rotenburg die Bedeutung eines kontinuierlichen fachlichen Dialogs. Gerade bei komplexen Krankheitsbildern wie der Myokarditis sind aktuelle medizinische Erkenntnisse, eine differenzierte Diagnostik und eine enge Zusammenarbeit der behandelnden Ärzte wichtige Voraussetzungen für eine gute Patientenversorgung. (pm/jk) +++


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