28.10.26 - Am Dienstag trieben bislang Unbekannte im Vogelsbergkreis ihr Unwesen und gaben sich je am Telefon als "Polizeibeamte" aus. Unter Vorwänden wie "beim Nachbarn wurde eingebrochen" und "Wir bringen ihre Wertgegenstände in Sicherheit " und "absolutes Stillschweigen" versuchen sie ahnungslose Opfer um ihre Wertgegenstände zu bringen.
Gegen 13.30 Uhr suchten bislang Unbekannte nach telefonischer Absprache ein Einfamilienhaus in der Wäldershäuser Straße in Homberg Ortsteil Maulbach auf. Die Bewohner reagierten richtig, gaben keine Wertgegenstände heraus und informierten die Polizei.
In der Zeit zwischen 14 Uhr und 14.30 Uhr verwickelten die bisher Unbekannten die Bewohner eines Einfamilienhauses in der Burgwaldstraße in Mücke, Ortsteil Merlau, telefonisch in ein Gespräch. Hierbei wurde gezielt nach Kontodaten, Bargeldbeständen und Gold gefragt. Auch hier flogen die "falschen Polizeibeamten" auf, die Bewohner reagierten richtig, beendeten das Gespräch und verständigten die Polizei.
Am Dienstag gegen 15 Uhr begaben sich Täter in der Bleichstraße in Schlitz zu einem Wohnhaus. Auch hier hatten zuvor bislang Unbekannte die Anwohner in einem Telefonat in ein Gespräch verwickelt und in geschickt geführten Gesprächen PIN-Nummern zweier EC-Karten erfragt. Bereits kurze Zeit später gelang es den Unbekannten, mit den ergaunerten Karten Geld an einem Geldautomaten abzuheben.
Am Dienstag gegen 17.15 Uhr gelang es bislang Unbekannten unter dem Vorwand von der "Kriminalpolizei Fulda" zu sein Tätern in eine Reihenhauswohnung in der Vogelsbergstraße in Lauterbach Ortsteil Blitzenrod zu gelangen. Hier übergaben Bewohner in gutem Glauben mehrere Wertgegenstände. Durch die Polizei wurden kriminalpolizeiliche Ermittlungen aufgenommen. Es ist nach bisherigen Erkenntnissen nicht auszuschließen, dass die Taten in einem Zusammenhang stehen.
Hinweise über verdächtige Wahrnehmungen, Personen oder auch Autos bitte an die Polizeistation Alsfeld unter der Telefonnummer 06631/974-0, Polizeistation Lauterbach unter der Telefonnummer 06641/971-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.
Bei der Masche der sogenannten "falschen Polizeibeamten" ruft meist eine Rufnummer mit örtlicher Vorwahl, manchmal sogar dem ersten Anschein nach die 110, an und der Anrufer stellt sich als Polizeibeamter einer örtlichen Dienststelle vor. Jedoch kann die Notrufnummer 110 nur angerufen werden und sollte daher nicht auf dem Display des Telefons erscheinen. Mittels sogenanntem "Call-ID-Spoofing" können Betrüger jedoch tatsächlich jede frei gewählte Rufnummer auf dem Telefondisplay ihrer Opfer anzeigen lassen. Erste Zweifel an der Identität des betrügerischen Anrufers werden so bereits ausgeräumt.
Die dreisten Betrüger teilen dann einen Sachverhalt mit, der bei den Angerufenen oftmals große Sorge auslöst: Einbrecher seien in der Nachbarschaft unterwegs oder ein Angehöriger sei nach einem Verkehrsunfall festgenommen worden. Das Ziel der Betrüger ist jedoch immer dasselbe: In äußerst geschickt geführten Telefongesprächen versuchen sie, ihre Opfer dazu zu bringen, Wertsachen und Geld zusammenzutragen und an vereinbarte Örtlichkeiten abzulegen oder zu übergeben.
Sobald die Vermögenswerte greifbar und ein Ablage- oder Übergabeort vereinbart wurden, kommt eine Person persönlich vorbei, um die Wertgegenstände abzuholen.
Ihre Polizei warnt: Trickbetrug ist vielfältig.
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Polizeibeamter beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.
- Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
- Rufen Sie die Polizei an.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte
Personen. (js/pm)+++