Kampf gegen leerstehende Innenstädte: Hessen setzt auf neue Konzepte - Foto: Rahel Welsen

MARBURG Kongress zeigt neue Wege

"Glück ist planbar": Hessen setzt auf starke Innenstädte

29.10.26 - Hessens Innenstädte und Ortskerne sind das Herz unserer Städte und Gemeinden. Hier wird eingekauft, gearbeitet, gelebt und Gemeinschaft erfahren. Damit das auch in Zukunft so bleibt, unterstützt die Hessische Landesregierung Kommunen dabei, ihre Zentren attraktiv, lebendig und zukunftsfähig zu gestalten. Wie das gelingen kann, stand heute im Mittelpunkt des Hessischen Innenstadtkongresses in Marburg.

Unter dem Motto "Glück ist planbar" diskutierte Wirtschafts- und Bauminister sowie stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori mit rund 200 Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft über neue Perspektiven für Hessens Innenstädte.

"Eine lebendige Innenstadt ist ein Stück Lebensqualität. Sie ist der Ort, an dem Menschen sich begegnen, gemeinsam Zeit verbringen und Gemeinschaft erleben. Deshalb dürfen unsere Stadtzentren nicht an Bedeutung verlieren. Der Wandel im Einzelhandel, veränderte Gewohnheiten und neue Anforderungen an den öffentlichen Raum stellen viele Kommunen vor große Herausforderungen. Unsere Antwort darauf ist klar: Wir überlassen die Zukunft unserer Innenstädte nicht dem Zufall. Wir gestalten sie gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Dafür geben wir den Kommunen die notwendigen Mittel und den Freiraum, eigene Ideen umzusetzen. Seit 2021 haben wir mit unserem Landesprogramm "Zukunft Innenstadt" rund 52 Millionen Euro für 138 Städte und Gemeinden bewilligt. Denn lebendige Innenstädte entstehen nicht von allein. Sie brauchen gute Ideen, Menschen, die anpacken, und eine Politik, die sie dabei unterstützt", sagte Mansoori.

Stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori. Archivfoto: O|N

Neue Ideen für lebendige Stadtzentren

Wie vielfältig die Zukunft unserer Innenstädte aussehen kann, zeigten beim Kongress Beispiele aus Kassel, Gießen und Marburg. Barrierefreie Aufenthaltsorte, Demokratie-Kioske oder eine "Babbelbank" schaffen neue Möglichkeiten der Begegnung und machen öffentliche Räume für unterschiedliche Generationen erlebbar.

Die Landesregierung unterstützt diesen Wandel mit dem Programm "Zukunft Innenstadt", dem Landeswettbewerb "Ab in die Mitte!" und der Städtebauförderung. Dabei setzt Hessen auf die Ideen und das Engagement vor Ort. Denn die Menschen in den Kommunen wissen am besten, was ihre Stadt braucht.

Seit 2021 wurden über das Programm "Zukunft Innenstadt" rund 52 Millionen Euro für 138 hessische Städte und Gemeinden bewilligt. Im Förderaufruf 2026 konnten Kommunen bis Ende August für maximal drei Projektideen eine Förderung von insgesamt bis zu 300.000 Euro beantragen.

25 Jahre "Ab in die Mitte!" – neuer Bewerbungsaufruf gestartet

Seit 25 Jahren bringt der Landeswettbewerb "Ab in die Mitte!" Menschen zusammen, die ihre Innenstädte und Ortskerne mit kreativen Ideen beleben wollen. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres startet heute ein neuer Bewerbungsaufruf. Private Initiativen, Vereine und bürgerschaftliche Zusammenschlüsse können sich gemeinsam mit ihrer Kommune um Preisgelder von bis zu 25.000 Euro bewerben. Bewerbungsschluss ist der 14. Februar 2027. (js/pm)+++


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