29.10.26 - 316 Mitglieder, vielfältige Veranstaltungen und konkrete Perspektiven: Bei ihrer Jahreshauptversammlung haben die Freunde des Frauenbergs auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurückgeblickt. Gleichzeitig richteten sie einen Blick in die Zukunft und auf die Sichtbarkeit des Frauenbergs. Daneben standen auch die Weiterentwicklung des Klostergartens sowie das Leben und Arbeiten auf dem Klosterberg im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Wie kann der Frauenberg auch künftig ein lebendiger Ort des Glaubens, der Spiritualität und der Begegnung bleiben? Diese Frage rückte gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung der Freunde des Frauenbergs in den Fokus. Mit inzwischen 316 Mitgliedern sieht sich der Verein auf einem guten Weg. Der Zuwachs ist für den Vorstand ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Frauenberg in der Bürgerschaft verwurzelt ist und Menschen sich für seinen Erhalt und seine Weiterentwicklung engagieren. Das verdeutlichte ebenfalls die Vorstellungsrunde neuer Mitglieder.
Mit Veranstaltungen wie den Klostermärkten, besonderen Gottesdiensten und erfolgreichen Kooperationen wird der Frauenberg zum Raum für Besinnung und Begegnung, Gastlichkeit und Inklusion. Als besonderen Höhepunkt in diesem Jahr hob Guardian Pater Cornelius die Veranstaltungsreihe zum 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi hervor.

Neumitglieder stellten sich in der Runde vor, zeigten ihre intensive Verbindung zum ...

Gerhard Möller sprach Dank an den Vorstand für die erfolgreiche und engagierte Arbeit ...
Gemeinsame Perspektive für die Zukunft des Frauenbergs
Ein wichtiges Signal für die weitere Entwicklung gab es bereits im Januar 2026 beim Neujahrsempfang: Das Bistum, der Orden, antonius und die Stadt Fulda bekundeten ihre Absicht, den gemeinsamen Weg am Frauenberg fortzusetzen. Für den Verein ist diese Perspektive von großer Bedeutung. "Das war für uns ein tolles Signal, dass dieser Ort, an dem Glaube, Spiritualität und Begegnung gelebt werden, eine weitere Zukunft hat", sagte Richard Hartwig aus dem Vorstand.
Rainer Sippel, Vorstand der Bürgerstiftung antonius : gemeinsam Mensch erläuterte, dass derzeit die juristischen und bürokratischen Voraussetzungen für die notwendige Vertragsverlängerung geschaffen würden. "Die Absicht in eine gemeinsame Verantwortung für den Frauenberg zu kommen, ist bei allen Beteiligten sichtbar geworden. Wir haben den festen Glauben, dass der Vertrag noch vor Weihnachten unterzeichnet wird", erklärte Sippel.

Pater Cornelius lobte erfolgreiche Veranstaltungen in diesem Jahr und blickte zufrieden ...
Klostergarten bleibt wichtiges Zukunftsprojekt
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Weiterentwicklung des Klostergartens. In den vergangenen Jahren wurden bereits wichtige Grundlagen geschaffen: So wurden 2023 die Wasserleitungen erneuert. Weitere Maßnahmen umfassten die Sitznischen an der Klostermauer, die Sanierung des Pavillons und einen Laubengang an der Nordmauer.
Insbesondere die Gestaltung des Laubengangs hob der Vorstand als wichtiges Projekt in diesem Jahr zur Erhaltung und Aufwertung des Klostergeländes hervor. "Am Klostermarkt im September haben wir den Laubengang mit einem audiovisuellen Erlebnis zum Sonnengesang bereichert. So lässt sich der Gesang von Franz von Assisi ganz neu erleben – eine schöne Bereicherung unseres Gartens", hieß es aus dem Vorstand.
Ein nächstes Projekt sei die Umsetzung eines Gewächshauses. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Gartengruppe von antonius ist in den vergangenen Jahren auf 17 Beschäftigte gestiegen. Das Gewächshaus soll die erforderlichen Arbeits- und Beschäftigungsräume schaffen, um den Anforderungen der Werkstättenverordnung gerecht zu werden und damit die Betriebserlaubnis langfristig zu sichern. Zugleich soll es eine nachhaltige Lösung für die weitere Entwicklung der Gartengruppe bieten.

Der ehemalige Auszubildene Otto von Molo (links) berichtete von dem erfolgreichen ...
Einblicke in das Leben auf dem Frauenberg
Wie vielfältig das Leben und Arbeiten auf dem Frauenberg ist, zeigten weitere Einblicke während der Versammlung. Dabei ging es unter anderem um den Konvent, das Ordensjahr und die Nutzung des Gästehauses auf dem Frauenberg. Ein besonderes Augenmerk lag auch auf den Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung am Frauenberg. Der ehemalige Auszubildende Otto von Molo berichtete von seinem erfolgreichen Abschluss. Inzwischen ist er bei einem Partnerbetrieb des Maritim Hotels Fulda tätig.
Vorstandsmitglied Philipp Krah zeigte sich erfreut über diesen Werdegang. Ziel der Ausbildung sei es, jungen Menschen Leitplanken zu geben und ihnen den Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu ermöglichen. Das Beispiel verdeutliche, wie die Arbeit am Frauenberg konkrete berufliche Perspektiven eröffnen kann.
Vereinsarbeit und Ausblick
Neben den inhaltlichen Themen standen die Finanzen und die Entlastung des Vorstands auf der Tagesordnung. Die Entlastung wurde einstimmig angenommen. Zum Abschluss ließen die Mitglieder den Abend bei einem Imbiss in geselliger Runde ausklingen. Der Abend verdeutlichte: Mit einer wachsenden Mitgliedschaft, vielfältigen Veranstaltungen und konkreten Projekten im Klostergarten leisten die Freunde des Frauenbergs einen wichtigen Beitrag dazu, den Ort des Glaubens, Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinander zu stärken. (mp/pm) +++