Bürger fordern Sicherheit an der B 279 - Fotos: privat

ROTHEMANN Ortsschild soll weichen, damit das Tempo sink

Rothemann: Fraktionen fordern mehr Sicherheit an Bundesstraße

30.10.26 - Wer an der nördlichen Ortseinfahrt von Rothemann zum Bankautomaten oder zum Radweg möchte, muss die B 279 überqueren. Zugleich biegen dort Fahrzeuge auf die Bundesstraße ein und von ihr ab. Aus Sicht der CWE-Fraktion in der Eichenzeller Gemeindevertretung muss dieser Bereich sicherer werden. Nach ihren Angaben haben alle gemeindlichen Fraktionen einen gemeinsamen Antrag an die Fachbehörden weitergeleitet und um einen Ortstermin gebeten.

Im Mittelpunkt steht die Einmündung der Haimbuchstraße an der Ortseinfahrt aus Richtung Fulda. Gegenüber liegen die Anbindungen zum Bankautomaten und zum Radwegenetz in Richtung Eichenzell, Fulda und Rhön. Besonders Kinder auf dem Schulweg und ältere Menschen seien dort auf eine übersichtliche und sichere Verkehrsführung angewiesen, heißt es in der Mitteilung der CWE. Auch Gewerbetreibende seien von der Situation betroffen.

Bei einer Ortsbegehung auf Initiative des Eichenzeller Bauausschusses am 16. September 2026 sei der Handlungsbedarf deutlich geworden. Daran nahmen laut CWE der Bürgermeister, Vertreter der gemeindlichen Gremien und besorgte Bürger teil.

Ortsschild könnte um 150 Meter versetzt werden


Ein wesentlicher Punkt ist die Geschwindigkeit. Die Ortstafel steht nach Angaben der Antragsteller unmittelbar vor der Einmündung der Haimbuchstraße. Sie berufen sich auf Hinweise aus kommunalen Geschwindigkeitserfassungen, wonach mehr als 70 Prozent der Fahrzeuge den Bereich mit 55 bis 80 Kilometern pro Stunde passiert hätten. Die amtlichen Messdaten lägen den angeschriebenen Fachbehörden nach Auskunft des Ordnungsamts vor.

Die Fraktionen wollen deshalb prüfen lassen, wie sich die Geschwindigkeit bereits vor der Einmündung und dem Querungsbereich wirksam reduzieren lässt. Ein Vorschlag lautet, das Ortsschild etwa 150 Meter in Richtung Fulda zu versetzen. Außerdem nennen sie eine Bedarfsampel für Fußgänger und Radfahrer, einen Fahrbahnteiler oder eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachung am bisherigen Standort der Ortstafel als mögliche Maßnahmen.

Für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, wünschen sich die Antragsteller eine sichere, gut erkennbare und möglichst barrierefreie Querungsmöglichkeit.

Umleitungsverkehr verschärft die Situation


Schwierigkeiten sehen die Fraktionen auch für Fahrzeuge, die aus der Haimbuchstraße oder dem Bereich Steinhaug am Bankautomaten auf die Bundesstraße einfahren. Bei hohem Verkehrsaufkommen werde dies erschwert. Staue sich der Verkehr auf der Autobahn aus Süden oder Norden, verschärfe sich die Situation durch den Umleitungsverkehr. Auch Fußgänger und Radfahrer hätten es dann schwerer, die B 279 zu überqueren.

Alfons Schäfer (Mitte) bei der Begehung

Als örtlichen Vergleich schlagen die Antragsteller die Ortseinfahrt aus Richtung Döllbach vor. Dort stehe das Ortsschild etwa 200 Meter vor der ersten Einfahrt nach Rothemann, unmittelbar gefolgt von einem Geschwindigkeitsmesser. Allerdings müssten die jeweiligen Gegebenheiten gesondert bewertet werden, betonen sie.

In die Prüfung sollen die vorhandenen Geschwindigkeitsdaten, das Verkehrsaufkommen einschließlich des Umleitungsverkehrs, die Sichtverhältnisse und der Querungsbedarf einfließen. Auch polizeiliche Erkenntnisse zum Unfallgeschehen sollen berücksichtigt werden.

Ziel seien kurzfristig umsetzbare Verbesserungen und eine dauerhaft sichere Lösung. (pm/ksk) +++


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