Dieser Polizeireport beinhaltet Informationen und Meldungen der Polizeidienststellen zu Ereignissen im Bereich des Landkreises MKK. Die Meldungen werden den ganzen Tag über - soweit neue Infos vorliegen - ergänzt. +++
04.11.26 - Drei Einbrecherinnen in Wohnung: Wer hat etwas gesehen?
HANAU. Drei Frauen verschafften sich am Sonntagnachmittag, gegen 15.10 Uhr, auf bislang unbekannte Art und Weise Zugang zu einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Straße "Im Bangert" (einstellige Hausnummern). Als die Anwohnerin, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Balkon befand, wieder die Wohnräume betrat, machte sich das Trio umgehend davon. Nach bisherigen Erkenntnissen durchsuchten zwei der Frauen das Schlafzimmer und eine Täterin befand sich im Flur. Ob die Unbekannten, die allesamt braune Mäntel trugen und dunkle Haare hatten, etwas mitnahmen, steht noch nicht genau fest. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die sich bitte unter der Rufnummer 06181 100-123 melden.
20-Jähriger soll Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet haben
HANAU. Ein 20 Jahre alter Mann muss sich nach einem Vorfall am Dienstagvormittag im Forum Hanau unter anderem wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Gegen 11.50 Uhr waren Polizeibeamte zu dem Einkaufszentrum gerufen worden, da sich der Hanauer trotz eines bestehenden Hausverbots dort aufgehalten haben soll. Im Rahmen der anschließenden Kontrolle versuchte der Heranwachsende nach ersten Erkenntnissen, sich zu Fuß zu entfernen. Als die Beamten ihn festhielten, soll er versucht haben, sich aus deren Griffen loszureißen.
Nachdem er einer Aufforderung, sich zum Zweck der Fesselung auf den Boden zu begeben, nicht nachgekommen war, brachten ihn die Einsatzkräfte unter Anwendung einfacher körperlicher Gewalt zu Boden. Auch dort habe der 20-Jährige kurzzeitig Widerstand geleistet. Als die Beamten ihn anschließend mit Handfesseln sichern wollten, soll er sich erneut gegen die Maßnahme gesperrt haben.
Die Streife verhinderte so eine weitere Flucht des Mannes. Im Anschluss wurde er vorübergehend mit auf die Polizeidienststelle genommen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Verdacht des Diebstahls: Ermittlungen gegen 50-Jährigen eingeleitet
GELNHAUSEN. Wegen des Verdachts des Diebstahls von mehreren Mobiltelefonen am Dienstagabend ermittelt derzeit die Polizei gegen einen 50 Jahre alten Mann. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der Tatverdächtige gegen 18.45 Uhr auf einem Sportplatz in der Leipziger Allee (60er-Hausnummern) mehrere hochwertige Handys aus Sporttaschen entnommen und mit diesen geflüchtet sein. Dank der Ortung eines der gestohlenen Geräte konnte ein Zeuge den Verdächtigen kurz darauf in Biebergemünd ausfindig machen und diesen bis zum Eintreffen der Polizei dort stellen. Die Ordnungshüter nahmen ihn sodann vorläufig fest. Bei seiner Durchsuchung konnten Teile des Diebesguts aufgefunden und wieder an ihre Besitzer ausgehändigt werden. Der mutmaßlich unter dem Einfluss von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln stehende Festgenommene musste die Beamten unter anderem zur Abgabe einer Blutprobe mit auf die Wache im Herzbachweg begleiten.
Bargeld und Schmuck mitgenommen: Masche "falscher Polizeibeamter"
BRUCHKÖBEL. Sie gaben sich am Telefon als Polizei aus und erbeuteten mit der perfiden Masche am Dienstagnachmittag Bargeld, Schmuck und Münzen. Über Telefon meldete sich ein vermeintlicher Polizist und gab an, dass es zur Festnahme einer Tätergruppierung gekommen sei; die Adresse des angerufenen Rentnerpaares stehe auf der Liste der Einbrecherbande, weshalb das Vermögen nun "geschützt" werden müsse. Letztlich kam es am Dienstag in zwei Etappen zur Abholung der bereitgestellten Wertgegenstände. Die Abholungen spielten sich zwischen 12.15 Uhr und 13.30 Uhr ab. Eine Personenbeschreibung zum Abholer oder der Abholerin gibt es aktuell nicht. Zeugen, die am Dienstag im Bereich der Theodor-Heuss-Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, melden sich bitte unter der Rufnummer 06181 100-123 bei der Kriminalpolizei.
Die Polizei gibt nochmals folgende Tipps, wie man sich vor Betrügereien schützen können:
- Die echte Polizei wird Sie am Telefon niemals um Geldbeträge
bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.
- Geben Sie am Telefon nie Auskunft über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten. Legen Sie
einfach auf!
- Übergeben Sie niemals unbekannten Personen Geld oder Wertsachen.
- Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, z. B.
Nachbarn oder nahe Verwandte. Gegenfragen zu stellen ist dabei
keine Unhöflichkeit.
- Sind Sie sich unsicher, oder glauben Sie, Opfer eines
Betrugsversuchs zu sein: Rufen Sie die echte Polizei unter der
Nummer 110.
- Nehmen Sie an Präventionsveranstaltungen Ihrer örtlichen Polizei
teil. Diese bieten regelmäßig Informationsabende für Senioren
und Angehörige an.
Zeugensuche nach Unfallgeschehen im Kreisverkehr
RONNEBURG. Er habe einem entgegengesetzt in den Kreisverkehr fahrenden Auto ausweichen müssen, um einen Zusammenstoß zu verhindern und sei aufgrund dessen mit einer Straßenlaterne und einem Leitpfosten kollidiert. Nach einem Unfallgeschehen am Dienstagabend, gegen 20.30 Uhr, ermittelt nun die Polizei wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht und sucht Zeugen.
Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der 84 Jahre alte Senior in seinem Skoda Yeti den Kreisel von der Landesstraße 3193 aus Richtung Altwiedermus kommend in Richtung Hüttengesäß. Beim Befahren des Kreisverkehrs sei das bislang unbekannte Fahrzeug ebenfalls eingefahren. Durch die Kollision mit der Laterne und dem Pfosten entstand ein Schaden von rund 3.000 Euro. Der Verursacher habe sich einfach davon gemacht.
Da sich auch der Senior zunächst von der Unfallstelle entfernt haben soll, wird gegen diesen ebenfalls wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht ermittelt. Zeugen werden nun gebeten, sich unter der Rufnummer 06183 91155-0 auf der Wache der Polizeistation in Langenselbold zu melden.
Polizei und Ordnungsamt kontrollierten erneut E-Scooter: Erfreuliche Bilanz, aber Helme sind offensichtlich "cringe"
BAD ORB. Bürgerhinweise ernst nehmen und bei Bedarf gezielt reagieren: Nachdem es jüngst Beschwerden aus der Bevölkerung über die Nutzung von E-Scootern gegeben hatte und Polizei und Ordnungsamt bereits reagierten, führten die Ordnungshüter nun erneut gemeinsame Kontrollen durch. Am Dienstag nahmen die Einsatzkräfte zwischen 12.15 Uhr und 13.40 Uhr insbesondere die üblichen Schulwege nach Unterrichtsschluss sowie die Fußgängerzone im Bereich des historischen Ortskerns in den Blick. Bereits rund zwei Wochen zuvor hatten vergleichbare Kontrollen stattgefunden (wir berichteten: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6376946). Innerhalb des Einsatzes überprüften die Ordnungskräfte insgesamt elf Elektrokleinstfahrzeuge. Die Bilanz fiel dabei überwiegend positiv aus: Größere oder nennenswerte Verstöße stellten die Einsatzkräfte nicht fest.
Lediglich bei zwei Fahrzeugen gab es kleinere Beanstandungen. Bei einem E-Scooter war das Versicherungskennzeichen nicht ordnungsgemäß angebracht, bei einem weiteren war das Display teilweise defekt. Weitere Verstöße wurden nicht festgestellt.
Die überwiegend jugendlichen Fahrerinnen und Fahrer zeigten sich während der Kontrollen durchweg kooperativ. Allerdings fiel den Einsatzkräften ein anderer Umstand besonders auf: Keine einzige der kontrollierten Personen trug einen Schutzhelm. Womöglich ist das für die jungen Leuten "cringe", es kann im Falle eines Sturzes oder Unfall aber Verletzungen vermeiden und im schlimmsten Fall sogar Leben retten. Zwar besteht für das Fahren von E-Scootern keine gesetzliche Helmpflicht, dennoch empfiehlt die Polizei dringend, einen geeigneten Helm zu tragen.
Unbekannte raubten Goldmünzen und Bargeld: Zeugen gesucht!
BAD SODEN-SALMÜNSTER. Zwei Unbekannte drangen am Mittwochmorgen auf bislang unbekannte Art und Weise in ein Wohnhaus im Rückmühlenweg in Salmünster ein und raubten Bargeld sowie mehrere Goldmünzen. Die beiden maskierten Männer sollen die Anwohnerin unter anderem geschlagen haben, um an die Beute zu gelangen. Nach bisherigen Erkenntnissen nahmen sie letztlich Bargeld und mehrere Goldmünzen mit. Beide waren komplett dunkel gekleidet und hatten jeweils einen Rucksack dabei. Die Tat ereignete sich zwischen 2.30 Uhr und 4 Uhr. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, sich unter der Rufnummer 06181 100-123 zu melden.
Mehrere Betrugsanrufe: Unbekannte setzten auf Angst und emotionale Ausnahmesituationen, um Leute zu prellen
SCHLÜCHTERN/BIRSTEIN. Mit dreisten Schockanrufen haben es Betrüger am Dienstagvormittag auf Bewohnerinnen und Bewohner in Schlüchtern und Birstein abgesehen. Bei der Polizei gingen mehrere Meldungen zu Anrufen ein, bei denen die Unbekannten offenbar versuchten, durch erfundene Notlagen an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. In den bislang bekannt gewordenen Fällen reagierten die Angerufenen jedoch besonnen.
In einem Fall in Schlüchtern gab sich ein Anrufer als "Dr. Meier" aus. Er behauptete, der Sohn der angerufenen Frau leide an Krebs im Endstadium und benötige dringend ein Medikament aus der Schweiz. Für dessen Beschaffung verlangte der Unbekannte eine hohe Geldsumme. Eine Freundin, die sich gerade bei der Frau aufhielt, erkannte offenbar die Gefahr, griff ein und beendete das Telefonat.
Ein ähnlicher Anruf erreichte auch Bewohner des Birsteiner Ortsteils Lichenroth.
Im Schlüchterner Stadtteil Niederzell versuchte es eine unbekannte Anruferin mit einer anderen Masche: Eine weibliche Stimme gab sich am Telefon als Polizeibeamtin aus und behauptete, die Tochter des angerufenen Mannes sei verunglückt. Der Mann ließ sich jedoch nicht täuschen. Er erklärte, keine Tochter zu haben, und beendete das Gespräch.
Die Polizei warnt vor solchen Betrugsversuchen, bei denen die Täter gezielt Angst und Zeitdruck erzeugen, um ihre Opfer zu unüberlegten Handlungen zu bewegen. Die Anrufer können dabei sehr überzeugend auftreten und ihre Geschichten immer wieder anpassen.
Drei wichtige Präventionstipps der Polizei:
- Ruhe bewahren und kritisch bleiben: Lassen Sie sich am Telefon
nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und
überprüfen Sie die geschilderte Notlage, indem Sie die
betreffende Person über eine selbst herausgesuchte Telefonnummer
kontaktieren.
- Niemals Geld oder Wertsachen übergeben: Polizei, Ärzte und
andere seriöse Stellen fordern nicht am Telefon dazu auf, hohe
Geldsummen oder Wertgegenstände für angebliche Notfälle zu
übergeben.
- Verdächtige Anrufe melden: Informieren Sie die Polizei über
entsprechende Betrugsversuche. Wählen Sie dafür selbst die
bekannte Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle oder im
Notfall die 110. Nutzen Sie keine Telefonnummern, die euch von
den Anrufern genannt werden.
Die Polizei rät insbesondere dazu, auch ältere Angehörige und Bekannte über diese Betrugsmaschen aufzuklären. Ein gesundes Misstrauen kann helfen, finanzielle Schäden zu verhindern. +++