Fuldas Kreisvorsitzender Wilhelm Hartmann trauert um Parteikollege Hubert Aiwanger - Foto: privat

REGION Politik ist bestürzt

"Wir sind geschockt und fassungslos!" - Reaktionen auf Tod Aiwangers

05.11.26 - Der plötzliche Tod des Freie-Wähler-Chefs Hubert Aiwanger sorgt für Bestürzung in der Politik und darüber hinaus. Der bayrische Vize-Ministerpräsident wurde am Mittwoch tot in einem Berliner Hotel aufgefunden. Viele Politiker äußerten sich am Donnerstag mit Beileidsbekundungen.

"Wir sind geschockt und fassungslos!", beschreibt Kreisvorsitzender Wilhelm Hartmann seine erste Reaktion. Er erinnert sich an zahlreiche persönliche Begegnungen mit Hubert Aiwanger, zuletzt erst vor wenigen Tagen in Kassel. Angesichts des plötzlichen Verlustes fällt es ihm schwer, die passenden Worte zu finden.

Hubert Aiwanger habe sich mit außergewöhnlichem Engagement für die Politik und die Menschen eingesetzt. Sein unermüdlicher Einsatz, seine große Tatkraft und seine Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern prägten seine politische Arbeit und machten ihn weit über Bayern hinaus bekannt.

"Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt insbesondere seiner Familie, seiner Lebensgefährtin und seinen beiden Kindern. Ihnen wünschen wir in dieser schweren Zeit viel Kraft, Trost und Zusammenhalt, heißt es von der Kreisvereinigung Fulda. "Wir hatten noch viel vor. Hubert wollte auch wieder nach Osthessen kommen und uns im Hinblick auf die anstehende Landtagswahl 2028 unterstützen. Das macht diesen Verlust für uns auch persönlich besonders schmerzhaft. Nun müssen wir zunächst innehalten, gemeinsam Abschied nehmen und uns neu orientieren", so Wilhelm Hartmann abschließend.

"Er war ein Herzblut-Politiker"

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FREIE WÄHLER) Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber sagt zum Tod des bayerischen Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger: "Hubert Aiwanger war ein Herzblut-Politiker, nah an den Menschen, nah an den Themen. Dabei ist er sich immer treu geblieben. Für mich war er ein loyaler Weggefährte, ein enger Verbündeter und wichtiger Mitstreiter. 20 Jahre sind wir den Weg gemeinsam gegangen. Dafür danke ich Hubert von Herzen. Sein plötzlicher Tod macht mich unendlich traurig. Die bayerische Landespolitik wird ohne ihn nicht mehr dieselbe sein. Bayern verliert einen Ausnahmepolitiker und einen außergewöhnlichen Menschen. Und ich verliere einen echten Freund. Sein Tod ist eine echte Zäsur."

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) Archivoto: Hendrik Urbin

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) äußerte sich am Donnerstag auf X: "Ich trauere mit dem Freistaat Bayern um seinen stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. In Gedanken bin ich in diesen schweren Stunden bei seiner Familie und seinen Freunden."

Der für den 14. November 2026 geplante Bundesparteitag in Geiselwind wurde am Donnerstag abgesagt. Dort sollte Hubert Aiwanger erneut für das Amt des Bundesvorsitzenden kandidieren. (Moritz Pappert) +++


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