Innenminister Roman Poseck u.a. mit Landrat Jens Mischak, Bürgermeister Lukas Becker, Kreisbrandinspektor Hubert Helm, Gemeindebrandinspektor Sebastian Wulff, Wehrführer Björn Seling, Gruppenführer ZbV Johannes Diehl, Vereinsvorsitzender Danny Tamm sowie Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler und Landtagsabgeordneter Maximilian Ziegler - Foto: Klaus Mendrzick / HMdI

LAUTERTAL "Muss erst recht funktionieren"

Notstromeinspeisung für fünf Feuerwehrhäuser - Innenminister vor Ort

07.11.26 - Innenminister Roman Poseck hat heute in Lautertal (Vogelsberg) fünf Förderbescheide über insgesamt 26.125 Euro übergeben. Mit den Mitteln werden die Feuerwehrhäuser in den Ortsteilen Eichenrod (mit 2.750 Euro), Engelrod (mit 6.875 Euro), Dirlammen (mit 2.750 Euro), Meiches (mit 6.875 Euro) und Hörgenau (6.875 Euro) mit einer Notstromeinspeisung ausgestattet.

Über diese elektrische Schnittstelle kann bei einem Stromausfall ein externer Stromerzeuger an das Gebäude angeschlossen werden.

Innenminister Roman Poseck betonte vor Ort: "Der mehrtägige Stromausfall in Berlin zu Beginn dieses Jahres hat uns allen eindringlich vor Augen geführt, wie verletzlich unsere Stromversorgung ist. Nach einem Brandanschlag auf Stromkabel waren Zehntausende Haushalte mitten im Winter tagelang ohne Strom. Solche Ereignisse sind keine fernen Szenarien mehr. Sabotage an Kritischer Infrastruktur, hybride Bedrohungen und häufigere Extremwetterlagen stellen unseren Bevölkerungsschutz vor neue Herausforderungen. Darauf müssen wir vorbereitet sein, und zwar vor Ort in jeder Kommune.

Gerade bei einem Stromausfall steigt die Zahl der Notlagen, und viele Menschen sind auf schnelle Hilfe angewiesen. Ein Feuerwehrhaus ohne Strom kann seine Aufgaben dann aber nur eingeschränkt erfüllen. Licht, Heizung, Funk und Telefon sind die Grundlage dafür, dass die Einsatzkräfte schnell und koordiniert ausrücken können. Mit der Notstromeinspeisung lässt sich ein Stromerzeuger sicher und ohne großen Aufwand an das Gebäude anschließen. So bleibt das Feuerwehrhaus auch bei einem Blackout handlungsfähig.

In einer ländlichen Gemeinde mit vielen Ortsteilen wie Lautertal ist es besonders wichtig, dass Hilfe nah bei den Bürgern ist. Deshalb ist es ein starkes Signal, dass gleich fünf Feuerwehrhäuser auf einmal gefördert werden. Krisenvorsorge beginnt nicht erst im Ernstfall. Sie beginnt mit vorausschauenden Investitionen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, im Ernstfall aber den entscheidenden Unterschied machen. Die Notstromeinspeisung ist dafür ein gutes Beispiel. Der Aufwand ist überschaubar, der Gewinn an Sicherheit für die Menschen ist groß.

Mein Dank gilt der Gemeinde Lautertal, die diese Vorsorge vorausschauend angeht, und vor allem den Kameraden der fünf Ortsteilfeuerwehren. Sie stehen ehrenamtlich und mit großer Verlässlichkeit bei Tag und Nacht für ihre Mitmenschen bereit. Mit ihrem Einsatz tragen sie entscheidend dazu bei, dass unser Land auch in schwierigen Lagen stark und handlungsfähig bleibt."

Gezielte Förderung des Brandschutzes

Mit der Erhöhung der Garantiesumme im Brandschutz haben wir die Förderung der Feuerwehren in Hessen nochmals deutlich gestärkt. Davon profitiert auch der Vogelsbergkreis: In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt 14 Fahrzeuge und zehn bauliche Maßnahmen rund 1,3 Millionen Euro durch das Land gefördert. Allein im vergangenen Jahr unterstützte das Land sieben Fahrzeuge und zwei bauliche Maßnahmen mit insgesamt rund 800.000 Euro.

Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Das Land investiert schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.

Auch im Jahr 2026 investiert die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz und stärkt die Einheiten bedarfsgerecht. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden auch weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können. (pm/hhb) +++


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