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- Fotos: Hans-Hubertus Braune
10.04.10 - HANAU
TTC RS FD-Maberzell feiert größten Erfolg: Nach 3:1 DTTL-2. - BILDER (37)
"Das war ein tolles Spiel von beiden Mannschaften. Waldi hat eine super Leistung gezeigt", freute sich Fulda-Maberzells Trainer Quing Yu Meng nach dem knappen 3:1-Erfolg seines Teams am Freitagabend im brisanten Derby im Hexenkessel von Hanau. Offiziell 1.850 Zuschauer sahen großen Tischtennis-Sport in der Main-Kinzig-Halle und einen würdigen Abschied von Mister Tischtennis Jörg Roßkopf (siehe auch ausführlichen Extrabericht). Während Gastgeber TG Hanau noch einen Punkt zum sicheren Klassenerhalt braucht, hat der TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell den zweiten Tabellenplatz in der Deutschen Tischtennis Liga sicher. Dadurch kann sich der osthessische Klub im Play-Off-Halbfinale das Heimrecht aussuchen. "Wir wollen zunächst auswärts antreten und am 30. April dann im Rückspiel zu Hause spielen", sagte Maberzells Vize-Präsident Claus Dieter Schad am Rande des Spiels in Hanau gegenüber osthessen-news.
Wer Maberzells Gegner sein wird, steht noch nicht fest. Am letzten Spieltag am morgigen Sonntag spielen die beiden verbliebenden Anwärter TTC Zugbrücke Grenzau (Vierter) und der TTC Liebherr Ochsenhausen im direkten Duell um Platz drei. Hanau spielt am Sonntag um 13 Uhr in Saarbrücken - übrigens nochmals mit Jörg Roßkopf. "Ich muß noch einmal spielen. Wir wollen unbedingt den Klassenerhalt packen", sagte Roßkopf während seines offiziellen Abschieds am Freitagabend.
Zuvor zeigte "Rossi" nochmals, warum ihn die Tischtennis-Fans lieben: Gegen den bärenstarken Robert Svensson kämpfte Roßkopf und bezwang den jungen Schweden in einem dramatischen Fünf-Satz-Match mit 10:12, 11:8, 5:11, 11:5 und 14:12. Minutenlang stehende Ovationen der begeisterten Fans in der völlig überfüllten Main-Kinzig-Halle. Zahlreiche Kamerateams, Fotografen und Agenturen verfolgten dieses Spiel und da wollte auch Maberzells "alter Schwede" Jan Ove Waldner zeigen, dass er es immer noch drauf hat. Und wie: Waldi fegte Hanaus Steffen Mengel glatt in drei Sätzen mit 11:7, 11:9 und 11:7 aus der Halle. Wang Xi zeigte ebenfalls in seinem ersten Match, dass er zur absoluten Weltspitze gehört. Mit fantastischen Ballwechseln siegte der Chinese gegen den 17-jährigen Weltranglisten-Achten der Jungendrangliste Patrick Franziska ebenso deutlich wie sein Mannschaftskollege mit 11:7, 11:2 und 11:9. Fulda-Maberzell führte schnell 2:0. Doch dann sorgte Jörg Roßkopf wie erwähnt für frenetischen Jubel in Hanau.
Durch seinen Fünf-Satz-Sieg verkürzte Hanau auf 1:2. Steffen Mengel musste nun gegen Wang Xi ran und es sah zunächst nach einem klaren Sieg für den Maberzeller aus. "Wang Xi fühlte sich wohl zu sicher", sagte später sein Trainer Meng. Denn der Chinese musste in den fünften Satz und lag dort gar mit 0:5 zurück. Von Welt- bis Kreisklasse zeigte Wang Xi in diesem Einzel alles. Doch er besann sich auf seine außergewöhnlichen Qualitäten, holte zum 5:5 auf und gewann den entscheidenden Satz schließlich mit 11:9. Riesenjubel beim mitgereisten Anhang. Immerhin bedeutet der zweite Tabellenplatz die beste Platzierung die Fulda-Maberzell bisher in der Deutschen Tischtennis-Liga zum Punktspiel-Abschluß erreichte.
Am morgigen Sonntag wollen die Maberzeller in eigener Halle (Spielbeginn um 13 Uhr in der Wilmington-Halle einen weiteren Sieg erreichen. Zu Gast ist der TTC Frickenhausen, der in argen Abstiegsnöten ist und unbedingt gewinnen muß. "Für uns geht es zwar um nichts mehr, aber für einige andere Mannschaften. Wir nehmen dieses Spiel ernst und wollen unbedingt gewinnen", sagte Meng und will auch am Sonntag keine Geschenke verteilen. (Hans-Hubertus Braune) +++