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17.04.10 - TISCHTENNIS

NIEDERLAGE Play-Off-Auftakt! TTF Ochsenhausen schlägt FD-Maberzell 3:2

Es war eine richtig spannende Partie zwischen Ochsenhausen, das in der Rückserie nur zwei Spiele verloren hatte, und dem Tabellenzweiten Fulda-Maberzell, der in erster Linie auf Verteidigungs-Ass Wang Xi baute. Jan-Ove Waldner spielte verletzungsbedingt nicht, an seiner Stelle war Spielertrainer Qingyu Meng ins Team der Osthessen gerückt. Bei Ochsenhausen war Pär Gerell aufgeboten, während Tiago Apolonia pausierte.

Qingyu Meng musste gleich im der ersten Match gegen keinen Geringeren als Adrian Crisan ran - Maberzells Spielertrainer verkaufte sich vor den 700 Zuschauern im Biberacher BSZ zwar teuer, musste am Ende aber doch dem Rumänen zum Sieg gratulieren, der sich mit 9:11, 11:6, 11:8, 14:12 durchsetzte. Auch danach geschah genau das, was man erwarten konnte: Ausnahmespieler Wang Xi egalisierte gegen Pär Gerell und verteilte seine Punkte gerecht über drei Sätze: 11:7, 11:7 und ... natürlich 11:7.

Doch nach der Pause die erneute Führung für die Johansson-Truppe: Chuang Chih-Yuan hatte zwar kein leichtes Spiel mit Robert Svensson, macht aber den wichtigen Punkt (11:5, 8:11, 13:11, 11:8). Kann Wang Xi gegen Adrian Crisan erneut ausgleichen - das war nun die entscheidende Frage. Und Wang konnte. Der Rumäne machte dem hageren Chinesen nur im ersten Satz richtig zu schaffen, musste aber ein 11:8, 9:11, 8:11, 7:11 hinnehmen. Also ging es ins Doppel - und da dominierte die Oberschwaben-Kombination Chuang/Gerell doch recht deutlich beim 11:4, 11:5, 11:8 gegen die beiden Maberzeller Linkshänder Meng/Svensson.

Nach zwei Stunden und 38 Minuten war die Partie entschieden. Für das Rückspiel am 30. April ist große Spannung angesagt, alles ist nach dem 3:2 zugunsten Ochsenhausens bei 10:8 Sätzen noch offen. Noch ist Fuldas erster Einzug in ein Finale um die Deutsche Meisterschaft möglich. Es wäre dann wohl die zweite Endspielteilnahme 2009/10, die man im ETTU-Cup fast sicher erreicht hat. Doch die Oberschwaben könnten ebenfalls auf zwei Final-Hochzeiten tanzen. Vor dem Rückspiel in Fulda wartet nämlich noch die zweite Champions-League-Halbfinalpartie in Charleroi auf das Johansson-Team. Im Erfolgsfall würde man wohl, wie im Vorjahr, in beiden Endspielen auf den "ewigen" Rivalen Borussia Düsseldorf treffen.

TTF-Trainer Anders Johansson begründete den Einsatz Gerells: „Ich war nicht zufrieden mit Tiago in Grenzau. Deshalb hat er heute nicht gespielt.“ Präsident Rainer Ihle hätte zu gerne einen deutlicheren Sieg verbucht, dazu hätte allerdings Adrian Crisan auch sein zweites Einzel gewinnen müssen: „Crisan hatte eine gute Chance und absoluten Siegeswillen, aber selbst das war zu wenig gegen Wang Xi. Wir haben aber das Spiel gewonnen, das ist das Wichtigste.“ (DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher). ++++

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