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25.04.10 - TISCHTENNIS

Riesenfreude in Fulda: Maberzeller erstmals im Europapokal-Finale

Fuldas Topstar Wang Xi gewann am gestrigen Samstagabend mit 11:4 und 12:10 die beiden ersten Sätze des Defensiv-Krimis gegen Hanaus Ruwen Filus, der sein letztes Spiel für die Brüder-Grimm-Städter bestritt. Damit stand der TTC, bei dem Qingyu Meng für den verletzten Jan-Ove Waldner antrat, nach dem 3:0 bei 9:1 Sätzen aus dem Hinspiel bereits im Finale - der größte bisherige Erfolg der Osthessen in ihrer Vereinsgeschichte. 400 Zuschauer in der Wilmingtonhalle sehen das vierte Hessenderby der Saison 2009/10.

Fuldas Endspielgegner wird erwartungsgemäß Fakel Gazproma Orenburg (Russland) sein, das - nach einem 3:0 in Polen - im Rückspiel fast noch unter die Räder gekommen wäre und am Ende froh war, mit einer 1:3-Heimniederlage gegen Bogoria Grodzisk die Kurve genommen zu haben. Nach einem 0:2-Zwischenstand erlöste Vladimir Samsonov die Russen. Orenburg scheint also nicht unverwundbar zu sein.

Doch zurück zur Partie Fulda vs. Hanau: Zwischen Wang und Filus entwickelte sich im weiteren Verlauf ein richtig packendes Verteidigungsduell - der EM-Viertelfinalist von Stuttgart schaffte den Satzausgleich und gewann die Durchgänge drei und vier jeweils mit 11:6. Doch im fünften Satz hatte wieder der Chinese die Nase vorne (11:8). Das Match zwischen Spielertrainer Qingyu Meng und dem 17-jährigen Patrick Franziska begann einseitig, entwickelte sich dann aber immer mehr zum Thriller mit dem besseren Ende für den routinierten Penholder-Spieler (11:1, 7:11, 14:12, 15:13). Nun ruhten die Hanauer Hoffnungen auf dem in der Rückrunde so erfolgreichen Steffen Mengel, dem man gegen den zuletzt schwächelnden Robert Svensson durchaus einen Sieg zutraute. Es wurde das dritte enge Match des Abends, doch am Ende durfte erneut der Fuldaer Akteur jubeln - Svensson behielt mit 11:8, 7:11, 10:12, 11:6 und 11:9 die Oberhand. Knapp zweieinhalb Stunden Gesamtspielzeit waren nicht schlecht für eine Begegnung, die mit 3:0 endete.

Es gelang den Hampl-Schützlingen, deren Vordringen bis ins Halbfinale des ETTU-Cups allerdings aller Ehren wert ist, nicht, die dürftige Derbybilanz aufzubessern. Viermal setzte es in dieser Saison deftige Niederlagen gegen die Spitzenmannschaft aus Osthessen (0:3, 0:3, 1:3, 0:3) - allerdings war heute fraglos mehr drin als eine erneute klare Abfuhr.

Fulda-Maberzell spielt eine tolle Saison und ist richtig "bei der Musik". Nun würde man zu gerne den Einzug ins Finale des ETTU-Cups noch durch das Erreichen der Endspiele um die deutsche Meisterschaft toppen. Am kommenden Freitag, nach dem Play-Off-Rückspiel gegen Ochsenhausen, weiß man, ob Wang Xi & Co. in einer oder zwei hochkarätigen Finalrunden stehen. (DTTL/Roscher). +++


Die Gäste aus Hanau in der Wilmingtonhalle...

Ruwen Filius (Hanau) kontraa...


Xi Wang (Fulda)..



Riesenfreude beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell über den größten Erfolg der Vereinsgeschichte...




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