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29.04.10 - TISCHTENNIS

Play-Off-Rückspiel am Freitag: Spannung in Fulda gegen Ochsenhausen

Es geht Schlag auf Schlag: Den Halbfinalspielen in der Königsklasse und dem ETTU-Cup folgen am Freitag die beiden Play-Off-Partien, die über den Einzug in die beiden Endspiele um die Deutsche Meisterschaft entscheiden. Während Düsseldorf eindeutig auf Finalkurs zu sein scheint - das Duell mit Grenzau ist übrigens im TV und live im Internet zu sehen -, könnte die Begegnung zwischen Fulda-Maberzell und Ochsenhausen zum Tischtennis-Krimi werden, bei dem Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden.

Freitag, 19:00 Uhr: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell - TTF LIEBHERR Ochsenhausen

Größte Spannung ist angesagt, wenn im Hexenkessel der vermutlich ausverkauften Wilmingtonhalle der Tabellenzweite und der Dritte der Punktrunde 2009/10 zum Halbfinal-Showdown auflaufen. Nach dem 3:2 aus dem Hinspiel zugunsten Ochsenhausens bei 10:8 Sätzen ist noch alles offen. Noch ist Fuldas erster Einzug in ein Finale um die Deutsche Meisterschaft möglich. Das wäre dann die zweite Endspielteilnahme der Osthessen in ihrer erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte – im ETTU-Cup steht man bereits in den Finalspielen gegen Samsonov & Co. Ochsenhausen kann – nach dem unglücklichen Ausscheiden in Charleroi am Montag – nur noch auf einer Hochzeit tanzen und wird alles versuchen, erneut Finalist um den nationalen Meistertitel zu werden. Im Erfolgsfall würde man wohl wieder auf den "ewigen" Rivalen Borussia Düsseldorf treffen. Doch das wollen auch der im Hinspiel einmal mehr überragende Wang Xi und seine Teamkollegen bewerkstelligen.

Für Fulda spricht der stärkste Einzelspieler – Wang konnte in der laufenden Bundesligasaison eine imposante 29:5-Bilanz verbuchen -, für die Oberschwaben die einen Tick ausgeglichenere Mannschaft.

Stefan Frauenholz sieht nach wie vor gute Chancen auf den Einzug ins Finale: „Eigentlich hat sich im Hinspiel nichts getan, es ist alles nach wie vor offen, wir haben immer noch eine 50-prozentige Chance. Wichtig ist, dass uns ein 3:1 in jedem Fall reicht und das ist ohne weiteres drin.“ Fuldas Vorsitzender zeigte sich auch erleichtert über den Europapokal-Coup seiner Recken und sieht dadurch den Druck etwas von ihren Schultern genommen: „Unser Ziel in dieser Saison war es, mindestens ein Finale zu erreichen. Das haben wir geschafft. Der Druck ist zumindest weg. Natürlich wäre es umso schöner, auch noch um die Deutsche Meisterschaft zu spielen. Es wird am Freitagabend einen heißen Kampf geben.“ TTC-Vizepräsident Claus-Dieter Schad freut sich auf das Duell: "Das wird ein hochdramatisches Spiel. Mit unseren Fans im Rücken wollen wir das Finale erreichen. Die Chancen, dass Jan-Ove Waldner spielen kann, stehen derzeit bei 60:40 Prozent.“ Der Tischtennis-Magier brennt dem Vernehmen nach auf seinen Einsatz, laboriert allerdings noch immer an einer schmerzhaften Oberschenkelzerrung und musste deswegen im Hinspiel pausieren.

TTF-Generalmanager Kristijan Pejinovic zieht den Vergleich zum Charleroi-Spiel: „Das war eine sensationelle Mannschaftsleistung und das Team hat wirklich alles gegeben, leider hat es nicht ganz gereicht. Die Aufgabe in Fulda wird genauso eine Herausforderung wie in Charleroi. Auf diese Teamleistung bauen wir auch dort. Es wird ein heißer Kampf werden und wir freuen uns auf die neue Herausforderung.“

Ein prickelndes Play-Off-Match zweier gleichwertiger Widersacher steht zu erwarten, bei dem die Fans auf ihre Kosten kommen werden. Die Tagesform der Spieler, das glücklichere Händchen im Aufstellungspoker sowie einfach das berühmte Quäntchen Glück werden ausschlaggebend sein, wer um Meisterehren spielen und vermutlich den Rekordtitelträger herausfordern darf. (DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher) +++

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