Mit dem Pinsel dem Himmel geöffnet- Auf den Spuren von Johann Peter Herrlein
BaBASTHEIM-WECHTERSWINKEL Im Kulturzentrum des Landkreises Rhön-Grabfeld, im ehemaligen Kloster Wechterswinkel, wird am Freitag um 19.30 Uhr der Film „Mit dem Pinsel den Himmel geöffnet – Der Grabfeldmaler Johann Peter Herrlein“ gezeigt. Autor ist Kreiskulturreferent Hanns Friedrich. Er war in fünfjähriger Recherche auf den Spuren des Malers, dessen Name über viele Jahre hinweg in Vergessenheit geraten war. Nicht aber seine Bilder, die von tiefem Glauben geprägt, in einer grandiosen Bilderwelt vielseitige Einblicke in die religiösen Geschehnisse und Geheimnisse geben. Johann Peter Herrlein hat vor allem in vielen Kirchen des Rhön-Grabfeld-Kreises, aber auch in Thüringen und im Bereich Main-Rhön tiefe Spuren hinterlassen.
Erst vor wenigen Jahren wurden seine Malereien wieder entdeckt, oft unter vielen Farbschichten hervorgeholt und geben heute Einblick in das Wirken und künstlerische Schaffen des ländlichen Kunstbetriebes von Johann Peter Herrlein. Einer der mit dem Grabfeldmaler und seinen Gemälden eng verbunden ist, ist Domkapitular Jürgen Lenssen, Kunstreferent der Diözese Würzburg. Er war für Autor Hanns Friedrich auch der kompetente Ansprechpartner, der gewissermaßen durch den Filmbeitrag führt. In dem knapp einstündigen Film erzählt der Autor die Geschichte Herrleins, der 1722 in Münnerstadt geboren wurde, dann aber ins Grabfeld, nach Kleineibstadt kam
Schon in jungen Jahren malte er, unter anderem für das Kloster Maria Bildhausen. In Leutershausen dürfte das Ölgemälde des Heiligen Wendelin, datiert 1742, das erste gesicherte Werk des jungen Johann Peter Herrlein sein. In dem Film, der von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken mitfinanziert wurde, werden Herrleinkirchen in Müdesheim, Reuchelheim und Altbessingen ebenso besucht wie St. Wendelin in Eyershausen, die Kirche von Oberelsbach, Rödelmaier, Großwenkheim oder Augsfeld im Landkreis Haßberge. Der Kreiskulturreferent führt die Zuschauer nach Mürsbach bei Bamberg, nach Herpf in Thüringen oder auch nach Sondheim/Rhön. Faszinierend das „Heilige Grab“, das Johann Peter Herrlein für seine Heimatgemeinde Kleinbardorf geschaffen hat. Heute steht es im Diözesanmuseum Kartause Astheim bei Kitzingen.
Natürlich ist auch das letzte noch erhaltene Werk Johann Peter Herrleins im Film, die Deckengemälde in der Wallfahrtskirche Findelberg in Saal an der Saale. Heute erinnert in Saal an der Saale eine Bronzetafel direkt an der Wallfahrtskirche an den bekannten Barockmaler, der in Unterfranken zahlreiche Kirchen ausgemalt hat und erst in den vergangenen Jahren wieder entdeckt wurde. Auf dem Friedhof in Saal an der Saale fand er seine letzte Ruhestätte. Dem Filmautor ist es bei seinen Recherchen über mehr als fünf Jahre aber auch gelungen immer wieder dabei zu sein, wenn Gemälde von Johann Peter Herrlein wieder entdeckt wurden. So unter anderem in Rödelmaier oder beim Altarbild der Kirche von Oberelsbach. Hier zeigt sich dann mit welch Fingerspitzengefühl alte Farbschichten unter jahrhundertealtem Putz hervorgeholt werden und Herrlein-Gemälde wieder neuen Glanz erhalten. Abendkasse 3,-€
„Mit dem Wanderstock über die Autobahn“
WILDFLECKEN. Am 16.05.2010 findet ein Tag über und auf der längsten historischen Autobahnruine Deutschlands. Begonnen wird von 10- 12 Uhr mit einem Vortrag im Haus der Schwarzen Berge über die Autobahn, ab 13 Uhr entdecken sie die Tour 6 Rupboden – Schmidthof . Referent ist Dieter Stockmann. Entdecken Sie dieses einmalige Technikdenkmal aus den Anfangszeiten des Autobahnbaus an Orten, die sonst niemand kennt. Die Führung findet in unwegsamem Gelände statt. Den Teilnehmern an beiden Veranstaltungen haben in der Pause gegen 12.00 Uhr die Möglichkeit sich im Haus der Schwarzen Berge zu stärken. Themenschwerpunkte der Führung: Bauwerke, Erdbau, Landschaftsgestaltung, soziale Bedingungen der Arbeiter. Treffpunkt zur Führung ist der Parkplatz am Friedhof Rupboden an der Verbindungsstraße Rupboden – Weißenbach Kosten fallen nicht an. Die Wanderung dauert ca. 3 Stunden. Weglänge beträgt ca.6 km. Hinweis: festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung erforderlich. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist auf 25 Teilnehmer begrenzt. Anmeldung bei beiden Veranstaltungen unter Tel. 09747 – 91 22 0. Weitere Führungen kann man unter www.strecke46.de einsehen.+++