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26.05.10 - Freigericht

Ortsbeirat Somborn stimmte Erweiterung von Golfplatz Hof Trages zu

Für eine Erweiterung des Golfplatz Hof Trages unter Einbezug eines städtebaulichen Vertrages hat der Ortsbeirat Somborn bei seiner Sitzung am Dienstagabend zugestimmt. Damit wurde die Möglichkeit eines kooperativen Handelns zwischen der Gemeinde und dem Bürger zur Realisierung des Bauvorhabens eröffnet. Dieser beinhaltet auch den notwendigen Pachtvertrag und eine Bürgschaft von 60 000 Euro für einen eventuellen Rückbau. Sollte der Betrieb auf dem Golfplatz für mehr als drei Jahre auf Eis liegen, werde der Pachtvertrag aufgelöst und der Rückbau veranlasst.

Projektbetreiber Baron Hubertus von Savigny, der die Sitzung des Ortsbeirat gespannt folgte, hatte eine Liste mit 285 Unterschriften von Bürgern im Gepäck, die für den Bau des weiteren Neun-Loch-Golfplatz auf 40 Hektar Somborner Gelände gestimmt hatten. Damit einhergehen werde auch der Bau eines „romantischen Hotels“, in dem nicht zuletzt auch zahlreiche Arbeitsplätze entstehen sollen.

Auf der Freigerichter Pfingstmesse am vergangenen Wochenende hatte Savigny aktive Öffentlichkeitsarbeit betrieben und versuchte in persönlichen Gesprächen mit den Bürgern, diese für sein Vorhaben zu sensibilisieren. Schaffung von Arbeitsplätzen, Erhöhung der Attraktivität und die nachhaltige Bewahrung von Natur und Landschaft nannte er als seine zentralen Ziele. „Für mich und meine Familie ist es ein ein wichtiges Anliegen, mit den Bürgern über das „für unsere Heimat wichtige Vorhaben“ zu sprechen“, betonte Savigny gegenüber dem Gelnhäuser Tageblatt. Im Fokus der Ortsbeirates standen an diesem Abend aber viel mehr die Inhalte des städtebaulichen Vertrages. Auch die Begriffe „Rückbau“ und „Bürgschaft“ wurden hinterfragt. Bauamtsleiter Martin Krauskopf berichtete, dass damit wieder eine optimale, bedarfsorientierte Nutzung, vorrangig als Ackerland, erreicht werden solle.

Bei einer Golfanlage seien Drainagen und ein Unterbau, beispielsweise aus Schotter vorhanden, erklärte er im Zusammenhang mit den zu erwartenden Kosten. Wesentliche Elemente sind dabei Abschläge, Fairness und „Grevens“ (mit Loch), die jeweils mit einer Vegetation aus unterschiedlichen Sportrasenarten gedeckt sind. Dazu kommen noch die Bunker (mit Sand gefüllte Löcher), Wasserhindernisse (Teiche, Wasserläufe) und das Rouge (ungepflegtes Gelände).

Kritik gab es gar, weil die Summe von 60 000 Euro angeblich zu niedrig angesetzt sei. Gemutmaßt wurde, dass die Bürgschaft wesentlich höher, gar in Höhe der Hälfte der Kosten des Neuerschließung, anzusetzen sei. Dies wurde letztendlich als „unglaubwürdig“ und „unwirklich“ abgewiesen. Kritik an der Berechnung des Bauamts wies Bürgermeister Joachim Lucas zurück: „Wir haben hier Fachleute gefragt. Ohne diese sei hier kein weiterkommen. Wir distanzieren uns auch von den Aussagen, nur grobe Schätzungen abgeben zu haben.“ (dbo) +++

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