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05.06.10 - Bad Neustadt

Großes Ereignis: Stadtlauf am 16. Juli 2010 - Erste Trainingseinheiten

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am Freitag, 16. Juli, startet der nunmehr 10. Sparkassen-Stadtlauf. In nur sechs Wochen soll Bad Neustadt zur Hochform auflaufen. Zur ersten Trainingseinheit trafen sich rund 20 Frauen und Männer am Sportplatz des TSV Brendlorenzen. Ganz bewusst sollen Menschen, die bislang noch nicht viel mit Jogging am Hut haben, auf den großen Tag vorbereitet werden.

Ein besonderes Highlight verspricht der Sparkassen-Stadtlauf heuer durch eine gewagte Wette zu werden. In Anlehnung an den großen „Wetten dass… - Fernsehabend“ mit Thomas Gottschalk lehnte sich Sparkassen-Chef Roland Schmautz weit aus dem Fenster. „Wetten dass es in Rhön-Grabfeld nicht gelingt, beim 10. Sparkassen-Stadtlauf mindestens 2.000 Teilnehmer an den Start zu bringen". Sollten sich mehr als 2.000 Läufer einfinden, dann verliert Schmautz den Wetteinsatz. Und das ist leicht möglich. Aber in diesem Fall wird er es wohl mit tränenzwinkerndem Auge tun. Schließlich verliert er dann für einen guten Zweck. Der Wetteinsatz mit 10.000 Euro für Kindergärten in Rhön-Grabfeld kann sich sehen lassen. Er kommt übrigens aus Mitteln der Sparkassen-Stiftung.

Eine richtig gut gelungene Sache zum Wohl der Kindergärten und des Laufsports wollte Schmautz auf die Beine stellen. Die Veranstaltung solle den Menschen Beine machen im wahrsten Sinn des Wortes. Von den insgesamt 69 Kindergärten im Landkreis profitieren 20 bereits ausgewählte zu jeweils gleichem Anteil. Wenn das Projekt gelingt und sogar noch ausgeweitet werden kann, so ließ Schmautz als Mitläufer an diesem ersten Training wissen, dann kommen auch die anderen Kindergärten in den Genuss von Zuwendungen.

Als erfahrener Übungsleiter und Trainer im TSV Brendlorenzen erläuterte Thomas Baumeister Ablauf, Aufbau und Training bis zum großen Event. Nebenbei sei es natürlich von Vorteil, auch selbständig und eigenmotiviert zu trainieren, appellierte er an den Eifer der Leute. Mit dabei war auch Bürgermeister Bruno Altrichter, der dazu „verdonnert“ wurde, sich für die städtischen Kindergärten ins Zeug zu legen und mitzulaufen.

Jeweils mittwochs und freitags um 18 Uhr beginnen die Trainingsrunden, die fit machen sollen für den großen Tag. Walking- und Joggingeinheiten wechseln sich mit Dehnen und Stretchübungen ab. Was ganz gemütlich begann soll kontinuierlich gesteigert werden. Nach diesen sechs Wochen solle aber nicht Schluss sein, mahnte TSV-Vorsitzender Dieter Baumeister. Wer Spaß gefunden hat an der sportlichen Betätigung könne ganz einfach als Vereinsmitglied dabei bleiben. Es lohne sich allemal. Der Laufevent am Freitag, 16. Juli, ist in den Rhön-Grabfeld-Cup eingebunden. Er besticht durch eine große Palette sportlicher Betätigungsmöglichkeiten. Zum einen Breitensport pur auf verschiedenen Strecken je nach Kraft und Kondition ohne jegliche Zeitnahme, zum andern der Profi-Run für ambitionierten Sportler um die Stadtmauer herum.

Die Teilnahme wird manchem leichter fallen, nachdem das Ganze nicht mehr wie bisher im November sondern bei sicherlich angenehmen Temperaturen im Juli über die Bühne geht. Start und Ziel sind jeweils der Marktplatz mitten in Bad Neustadt. So gibt es einen geführten Bambini-Run über 350 Meter für vier- bis siebenjährige Kinder. Schüler zwischen acht und zwölf Jahren gehen auf einen Lauf über 1.450 Meter. Der Wellness-Run führt im Jogging oder Walking wahlweise über 2.600 beziehungsweise 3.400 Meter. Anspruchsvoller wird’s beim Sportler-Run über sechs Kilometer. Der Hauptlauf schließlich, der Profi-Run, führt über 9.440 Meter.

Die Siegerehrung steht um zirka 21.30 Uhr auf dem Programm. Auch die teilnahmestärksten Gruppen erhalten Pokale. Begleitend steigt im Herzen der Altstadt die After-Run-Party schon ab 19.30 Uhr. Doch bevor es so weit ist, ist erst einmal Training angesagt. Der so genannte innere Schweinehund will an die Leine gelegt werden, so Trainer Thomas Baumeister Mut machend. Denn zu schaffen sei dies allemal und lohne tue sich schon alleine für die eigenen Gesundheit obendrein. Die Erfahrungen der letzten Jahre hätten gezeigt, so der Trainer, dass das Laufen mit gegenseitiger Unterstützung einen ganz wesentlichen Motivationsfaktor biete, um bei der Stange zu bleiben. Auch wenn hin und wieder mal „gebissen“ oder „geknautscht“ werde, alles bleibe im Rahmen des vertretbaren gesunden und sportlichen Ehrgeizes. Wie viel Spaß diese erste Trainingseinheit machte, zeigte sich nicht zuletzt bei einigen Jugendlichen, die zunächst faul das Ganze aus bequemer Warte heraus verfolgten, um sich dann spontan den Läufern anzuschließen. (ger./Foto: Partl) +++

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