Archiv
09.06.10 - WM-REGION
Fußballweltmeisterschaft 2010 - Polizei "gut aufgestellt" für Public Viewings
Die FIFA-WM-2010 in Südafrika steht vor der Tür und die Polizei hierzulande sieht sich gut vorbereitet. Wenn ab dem 11. Juni für vier Wochen die Welt nach Südafrika blickt und darauf hofft, dass möglichst oft "das Runde im Eckigen" landet, dann sind diese Wochen auch eine besondere Zeit für die Beamten des Polizeipräsidiums Südosthessen. "Natürlich sind unsere Anstrengungen nicht ganz vergleichbar mit dem, was wir vor vier Jahren vorbereitet haben, als die Fußballwelt nach Deutschland schaute, dennoch gehen wir auch diesmal gut aufgestellt in die Großveranstaltung", stellt Polizeipräsident Günter Hefner heraus und ergänzt: "Unser Hauptaugenmerk gilt den Public-Viewings und möglichen Autokorsos. Aber auch größere Ansammlungen von Fußballbegeisterten sind in unsere Konzeption einbezogen".
Das Polizeipräsidium Südosthessen ist seit geraumer Zeit mit dem Projekt "WM 2010" befasst. Frühzeitig fanden Kontaktaufnahmen mit Veranstaltern von Public-Viewings statt. In diesen Gesprächen wurde verdeutlicht, dass die Sicherheitsstandards, die bei der WM 2006 zugrunde gelegt wurden, grundsätzlich auch in diesem Jahr Anwendung finden. So müssen beispielsweise die Veranstaltungsorte umzäunt sein, eine ausreichende Zahl an Ordnern hat die Besucher beim Einlass zu kontrollieren, um auszuschließen, dass gefährliche Gegenstände mitgebracht werden; Gläser und Flaschen haben beim Public Viewing nichts zu suchen.
"Uns liegen keinerlei Hinweise auf Störungen der Veranstaltungen vor", betont der Leiter der Abteilung Einsatz, Bernd Denninger, "dennoch verfolgen wir mit großer Wachsamkeit und einem ständigen Informationsaustausch alle Entwicklungen". Auch bei Autokorsos und Jubelfeiern greifen die Ordnungshüter auf die Konzepte zurück, die sich während der WM in 2006 als erfolgreich erwiesen haben. Denninger stellt heraus, dass sich Fahrzeugführer bei der Teilnahme an Autokorsos darüber klar sein sollten, dass ihnen keinerlei Sonderrechte zustehen. "Lichtzeichenanlagen, Vorfahrtszeichen, Überhol- und Geschwindigkeitsverbote sind zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer auf jeden Fall zu beachten."
Auch wenn die Polizei die Freude aller Fußballfans teilt und keinesfalls etwas gegen spontane Feiern hat, wird sie die Augen bei groben Verkehrsverstößen oder vor Straftaten, wie etwa Trunkenheit am Steuer und Straßenverkehrsgefährdungen auf keinen Fall verschließen und solche immer zur Anzeige bringen. Denninger appelliert zudem an die Teilnehmer von Autokorsos: "Sitzen auf Autodächern oder in Fahrzeugfenstern und weites Herauslehnen während der Fahrt sind gefährlich. Zu Ihrem eigenen Schutz werden durch die Polizei derartige Gefahrensituationen gegebenenfalls unterbunden." Bei daraus resultierenden Unfällen oder gar Verletzungen müssen die Beteiligten mit dem Verlust des Versicherungsschutzes und Regressforderungen rechnen.
"Wir haben die verschiedensten Szenarien in unsere Erwägungen einbezogen. Daraus haben wir die erforderlichen Maßnahmen entwickelt. Das Polizeipräsidium Südosthessen ist für die anstehenden Aufgaben in den kommenden vier Wochen gewappnet", stellt Polizeipräsident Hefner fest und appelliert abschließend an alle friedfertigen Fans: "Mit Ihrer Hilfe holen wir uns die tolle Atmosphäre der Weltmeisterschaft von 2006 zurück. Die WM kann beginnen!" +++