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14.06.10 - WM-UNTERFRANKEN

Überwiegend friedliche Fußballfeiern mit mehr als 5.000 Teilnehmern

Nach dem beeindruckend hohen Auftaktsieg der Deutschen Elf bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika haben Fußballfans in Unterfranken bei mehreren Public-Viewing-Veranstaltungen und mit Autokorsos den 4:0-Erfolg ihrer Mannschaft gegen Australien gefeiert. Die überwiegende Mehrheit war dabei friedlich, nur selten mussten die eingesetzten Polizeibeamten einschreiten.

Bei den Public-Viewing-Veranstaltung in Unterfranken hatten sich schon weit vor Beginn des Spiels zahlreiche Fans eingefunden. Alle Örtlichkeiten, an denen das Spiel der deutschen Mannschaft auf Großbildleinwänden übertragen wurde, waren gut besucht. Insgesamt schätzt die Polizei die Besucherzahlen auf mehrere Tausend.

Die größten öffentlichen Übertragungen fanden in Würzburg in den Posthallen mit cirka 3.000 Zuschauern und dem Kickers-Stadion am Dallenberg statt, wo etwa 1.600 Menschen das Fußballspiel verfolgten. Auch in Aschaffenburg, wo es Großbildleinwände u.a. am Schwimmbad, im Hofgarten und in einem Biergarten gab, kamen zahlreiche Fußballbegeisterte zum Zuschauen. Da es in Schweinfurt dieses Mal keine Großveranstaltung am Marktplatz gab, trafen sich viele Fans in den Kneipen der Innenstadt. Ca. 400 Menschen freuten sich beim Public-Viewing in Bad Brückenau am Marktplatz über die schönen Tore der deutschen Nationalmannschaft.

Nach dem Spiel waren in den Innenstädten von Schweinfurt und Bad Kissingen - wie in ganz Unterfranken - viele Menschen unterwegs und auch dort fanden Autokorsos statt. Eine In-Kneipe in der Schweinfurter Innenstadt platzte mit ca. 900 Besuchern zwar zunächst aus allen Nähten. Als dort aber die Akustik streikte, ließ der Ansturm schnell nach. In Bad Kissingen griffen die Ordnungshüter wegen andauernder Hupkonzerte beim Autokorso schließlich ein und unterbanden diese.

Auch bei dieser Fußball-WM wird die Polizei den jubelnden Fans Freiräume geben und Autokorsos als Ausdruck der Freude tolerieren. Dennoch müssen - nicht nur zur Nachtzeit - auch die Belange derer berücksichtigt werden, die besonders schutz- und ruhebedürftig sind. So sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass in der Nähe von Krankenhäusern oder Altenheimen auf lautstarkes Hupen und Feiern verzichtet wird. Klar ist aber auch, dass die Jubelfeiern in der Öffentlichkeit auf eine bestimmte Zeitdauer nach dem Abpfiff begrenzt sein müssen.

Natürlich haben die Beamten auch ein Auge auf die Sicherheit der feiernden Fußballfans und schreiten insbesondere dann ein, wenn bei Autokorsos Personen auf Fahrzeugen und Dächern sitzen, in Cabrios stehen oder sich weit aus den Autos lehnen. Die Ordnungshüter - so teilten die Sprecher der Einsatzzentrale Unterfranken in Würzburg mit - hofften nun nach diesem tollen Fußballabend "auf eine ruhige Nacht und friedlich feiernde Fans". +++

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