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James Eschenbach (links) und sein Sohn Mark (rechts) zeigen auf das große Plakat der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika. Beide sind dabei, da die Zeltbaufirma seit Monaten hier die Zelte an den einzelnen Stadien aufbaut. - Foto: Friedrich
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Ein Blick auf den Plan, wo überall die Zelte der Firme Eschenbach aus Bad Königshofen stehen werden.
14.06.10 - Bad Königshofen
Vom Erdnagel bis zur Plane: Eschenbach-Zelte überall bei WM in Südafrika
Bei der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika ist auch die Bad Königshofener Firma Eschenbach vertreten. Sie zählt zu den führenden Zeltbau-Unternehmen in Europa. Die Firma ist als Hersteller und Komplettausstatter mit Zelten, Hallen und Bühnensystemen international erfolgreich. In den letzten drei Monaten hat das Unternehmen an den verschiedenen Stadien Zelte aufgestellt. Chef des Familienunternehmens in Bad Königshofen ist James Eschenbach. Er war immer wieder an den verschiedensten Orten der Fußball-WM und kam nun wieder einmal aus Südafrika zurück.
Im eigens eingerichteten Fussball-Weltmeisterschaftsbüro in der Bad Königshofener Firma trifft man auf den Firmenchef. An den Wänden große Plakate von der Weltmeisterschaft, daneben eine Landkarte, auf der die einzelnen Spielorte eingetragen sind, sowie Pläne der einzelnen Fußballstadien. Überall dort stehen Zelte mit der Aufschrift „Eschenbach Zeltbau Bad Königshofen“. So zum Beispiel in Johannesburg, wo 40.000 Quadratmeter zu finden sind. Es folgt Kapstadt mit 19.000 Quadratmetern, Durban mit 17.000 Quadratmeter, Polokwane, Rustenburg, Bloemvontain und überall findet man Eschenbach Zelte. Sie wurden schon vor Monaten von Bad Königshofen aus nach Südafrika geschickt. Sie werden für den Bewirtungsbereich und die VIP Kunden benutzt.
Nicht eine kleine, sondern eine große Zeltstadt ist so an den einzelnen Fussballstadien entstanden. Für das Unternehmen bedeutete dies, dass schon im vergangenen Jahr die Planungen zum Aufbau anlaufen mußten. „Man muss weit vorausdenken,“ sagt Firmenchef James Eschenbach und verweist auf das vergangene Jahr. Da nämlich begannen bereits die ersten Überlegungen und Planungen. Es darf nichts fehlen, man kann nichts nachschicken, weil das sehr teuer ist. „Es muss alles da sein vom Einschlagnagel bis zur letzten Schraube,“ sagt James Eschenbach. Im Vorfeld wurde natürlich überprüft, was man hätte vor Ort einkaufen können. Holz kostet in Südafrika das Mehrfache von dem in Deutschland.“ So wurde der Holzboden ebenso von Bad Königshofen aus angeliefert wie der Erdnagel und das Unterlegholz.
Was den Arbeitern des Unternehmens aus dem Grabfeld in den vergangenen Monaten beim Aufbau der Zelte besonders belastete, das waren die unterschiedlichsten klimatischen Verhältnisse. James Eschenbach berichtet davon, dass die Grabfelder geschwitzt und auch mal gefroren haben. So war in Kapstadt jeden Tag Regen in den letzten Tagen. Die Temperatur lag zwischen acht und zehn Grad. Durban am indischen Ozean dagegen hat natürlich im Gegensatz dazu Temperaturen bis 30 Grad. In Johannesburg pendelte sich das Thermometer bei 20 Grad ein und in anderen Spielorten ist alles grün. Natürlich ist es ganz wichtig, dass nicht nur die Mitarbeiter vor Ort sind und die Zelte aufbauen, sondern, auch die Chefs hin und wieder dabei sind, um eventuelle Probleme zu lösen oder sonst wie zu helfen. So war Sohn Mark Eschenbach schon mehrmals in Südafrika als auch sein Vater James. „Es ist wichtig, daß immer jemand aus unserem Familienunternehmen vor Ort ist und notfalls eingreifen kann,“ sagt der Firmenchef.
Probleme gab es eigentlich keine, sagt er. Lediglich mit der Beschaffung von Unterkünften musste man sich umsehen, weil hier enorme Summen verlangt werden. Außerdem waren die Menschen vor Ort oft sehr vorsichtig. Ansonsten bekommt man in Südafrika alles bis hin zum Mietwagen. Mehr als 400 Beschäftigten hat das Unternehmen in Bad Königshofen und weiteren Filialen europaweit und gerade deshalb sind solche Aufträge wichtig. James Eschenbach. Er verweist auf das Jahr 2006, als man für die Weltmeisterschaft in Deutschland fünf Stadien aufgebaut hat. Hinzu kamen die sogenannten Fanmeilen. Dabei lernte Firmenchef Eschenbach die Leute von der FIFA kennen. 2008 belieferte das Unternehmen dann auch die Fussball Europameisterschaft in Österreich und in der Schweiz komplett. Dann kam der Auftrag für die Weltmeisterschaft in Südafrika. Bereits gebucht ist auch die Bad Königshofener Zeltbaufirma für die Fußballweltmeisterschaft der Frauen in Deutschland 2011.
Wenn man schon einmal bei einer Fußballweltmeisterschaft dabei ist, springt ganz sicher auch das Fußballfieber über - ist der Firmenchef selbst ein Fussballfan? James Eschenbach und sein Sohn Mark lachen und geben zu, dass sie natürlich eingefleischte Fußballfans sind. In Südafrika gehe aber zunächst die Arbeit vor Vergnügen. Natürlich wird man dabei sein, vor allem auch deshalb, da man als Unternehmen akkreditiert ist und damit kein Problem hat in die einzelnen Fußballstadien, zum Beispiel beim Halbfinal- oder Finalspiel dabei zu sein. Davon wird so mancher Fussballfan sicher träumen – sozusagen „am Ball sein“, wenn das runde Leder rollt und die Welt nach Südafrika schaut. (hf) +++