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16.06.10 - MOTORSPORT
Herzschlagfinale am Ring: Chris MAMEROW siegt mit 0,2 Sek. Vorsprung
Nachdem der Saisonhöhepunkt mit dem 24-Stunden-Rennen vieler Nordschleifen-Fans bereits wieder Geschichte ist, ging es am Samstag, den 12. Juni, mit dem Langstreckenpokal um die 41. Ausgabe der Adenauer ADAC-Rundstreckentrophy weiter. Wie gewohnt wurden die Startplätze für das Rennen im Training zwischen 8:30 Uhr und 10 Uhr rausgefahren. 176 Teams nahmen das Training unter die Räder. Schnellster im Training, und damit auch die Pole Position ging an das Team Mamerow Racing aus Castrop Rauxel mit den Fahrern Chis Mamerow und Marc Basseng und einer Zeit von 8:17.288, gefolgt von dem Duisburger Lance David Arnold / Christian Menzel aus Kelberg im Manthey Porsche mit einer Zeit von 8:18.678. Die dritte Startposition sicherte sich Tourenwagenlegende Hans Joachim Stuck (Österreich) zusammen mit Frank Stippler (Bad Münstereifel) und 8:21.452 .
Von Platz 30 und somit auch schnellster der Klasse SP5 ging Wolfgang Kudrass (Lohmar), Christian Leutheuser (Reyersbach/Rhön) und Alexander Schula (Hattersheim), die für den MSC Rhön an den Start gehen, ins Rennen. Startplatz 33 und "Schnellster der Klasse SP2T" sicherten sich Friedrich van Bohlen aus Heidelberg und Markus Östreich aus Petersberg im BMW Mini Cooper S.
Pünktlich um 12.00 Uhr wurde das Rennen gestartet. In der ersten Runde konnte Mamerow im Porsche seine Führungsposition behaupten. Anfangs der 2. Runde übernahm Stippler im Phönix Audi R8 dann die Führung und konnte sie abwechselnd mit Stuck nach ca. 75 Prozent der zu fahrenden Distanz auf Rund eine Minute Vorsprung ausbauen. 45 Minuten vor Rennende zog erst starker Nebel auf und im Anschluss auch noch heftiger Regen. Dadurch wurde das Feld an der Spitze wieder stark zusammengebracht. Zwischenzeitig kam Arnold im Manthey Porsche auf den 2. Platz nach vorne. Allerdings hatte er eine Runde zu früh auf Regenreifen gesetzt, wodurch die auf noch halb trockener Strecke zu stark beansprucht wurden, und er damit den 2. Platz wieder an Mamerow abtreten musste. Im Regen konnte Mamerow auf Stuck aufschließen und war in der Vorletzten Runde bis auf 0,2 Sekunden an Stuck dran. In der letzten Runde fuhren beide Quasi Stoßstange an Stoßstange, und das im Regen, über die Nordschleife. Nach der langen Döttinger Höhe, im Bereich Tiergarten zog Mamerow aus dem Windschatten heraus an Stuck vorbei und sicherte sich mit einem Wimpernschlag von 0,2 Sekunden den Sieg vor Stuck.
In der Klasse SP2T sah es Anfangs wieder nach einem Sieg von Markus Östreich aus. Er musste sich nur den Attacken von Teamkollege Harald Grohs ebenfalls im Mini Cooper S standhalten. Etwa nach knapp der Hälfte des Rennens holte Östreich auf der Grand Prix Strecke leider ein technisches Problem am Mini ein, welches aber behoben werden konnte, somit sicherte er sich am Ende den 4. Platzt der Klasse, Östreichs Sohn Moritz belegte nach einem Reifenschaden den 7. Platz dieser Klasse. Andre Kursim aus Großenlüder kam ebenfalls auf einem Mini Cooper S vor Moritz Östreich auf Platz 6 ins Ziel. Mit einer Runde Vorsprung feierte Christian Leutheuser aus Reiyersbach in der Rhön zusammen mit seinen Fahrerkollegen Wolfgang Kudrass und Alexander Schula im Team des MSC Rhön auf einem BMW M3 den Klassensieg in der SP5. (H.J.) +++