Auch wenn die Stadt Bischofsheim in diesem Jahr kein Etappenort und Gastgeber für die Bike-Trans-Germany war, so stellten sie doch ein Team, das an der vierttägigen Mountainbike-Veranstaltung teilnahmen, die Anfang Juni von von Garmisch-Partenkirchen über Lermoos, Pfronten und Sonthofen nach Bregenz führte. Erfolgreich und zufrieden kamen die sechs Mountainbiker des „Team Bischofsheim/Rhön“ nach Hause. Unter 96 Mannschaften holten sie den 30. Platz. Eine beachtliche Leistung, die von Bürgermeister Udo Baumann gebührend gewürdigt wurde.In diesem Jahr bildeten das Team Bischofsheim der 27jährige Clemens Klug aus Unterweißenbrunn, der 39jährige Ralf Markert aus Bischofsheim, der 20jährige Jens Schuhmann aus Wildflecken, der 26jährige Michael Schürlein aus Riedenberg, der 60jährige Leo Zirkelbach aus Schönau und der 3jährige Christian Eckert aus Oberthulba. Damit war das Team Bischofsheim ein echtes landkreisübergreifendes Team, kamen doch drei Fahrer aus dem Landkreis Bad Kissingen.
„Ankommen, gesund und sturzfrei bleiben“ lautet einhellig die Devise der sechs Mountainbiker im Vorfeld und das haben sie alle umsetzen können. Bürgermeister Baumann freute sich, dass alle gesund und unfallfrei durchgekommen sind. Von den Ergebnisse zeigte er sich begeistert. „Ihr habt die Stadt Bischofsheim und die Region würdig vertreten.“ Sein Dank ging auch an Tourismusreferent Gerhard Nägler, da dieser überhaupt erst die Anregung gab, auch heuer ein Bischofsheim-Team starten zu lassen. Damit sei die beste Werbung für die Rhön und für Bischofsheim als Mountainbike-Region gemacht worden.
Michael Schürlein war zum zweiten Mal bei der Bike-Trans-Germany mit dabei. Im Rückblick schwärmte er von der wunderschönen Tour und dem herrlichen Alpen-Panorama. Durch den starken Regen war der Einstieg in das Rennen jedoch sehr schwer, es wurde im Laufe der Zeit aber immer besser, sodass er durchaus damit liegäugelt auch 2011 wieder an den Start zu gehen. In der Gesamtwertung wurde er 194 unter 472 Teilnehmern in der Kategorie Men.
Auch für Clemens Klug war es die zweite Teilnahme und auch er litt unter den schlechten Witterungsverhältnissen zu Beginn des Rennens. Zu seinem eigenen Erstaunen konnte er sich dann aber Tag für Tag steigern. „Es lief immer besser.“ Die Tour insgesamt sei nicht anstrengender gewesen, als die im vorigen Jahr, die durch Mittelgebirgslandschaften von Erbach im Odenwald unter anderem über Bischofsheim in den Kurort Seiffen führte. Die Anstiege an und für sich seien im Alpenraum zwar steiler, doch in den Mittelgebirgen ginge es halt ständig auf und ab. Wenn sich die Möglichkeit ergibt wird auch er 2011 gerne wieder mit dabei sein. In diesem Jahr kam er in der Kategorie Men auf Rang 112.
Hätte man Leo Zirkelbach direkt nach dem Rennen befragt hätte er abgewunken und eine weiter Teilnahme an der Bike-Trans-Germany ausgeschlossen. Doch jetzt werde er schon wieder „wankelmütig“, wie er selbst von sich sagte. Zum dritten Mal war er diesmal mit dabei, gesundheitliche Probleme machten ihm unterwegs zu schaffen, was sich als kräftezehrend erwies. Sein Ziel bei den Senior-Masters unter die ersten 50 zu kommen, konnte er daher nicht erreichen, doch Platz 52 von 100 Teilnehmern, die ins Ziel kamen, ist ja schließlich auch nicht zu verachten. Ralf Markert musste im vorigen Jahr in Bischofsheim aus gesundheitlichen Gründen aus dem Rennen aussteigen. So hatte er sich für dieses Jahr vorgenommen, das Rennen auf jeden Fall bis zum Ende durch zu fahren. Für ihn war es die dritte Teilnahme, wie er sich 2011 dazu stellen wird, möchte er auf sich zukommen lassen. Heuer wurde er in der Gesamtwertung 180.
Jens Schuhmann blickte mit gemischten Gefühlen auf das Event zurück. In den ersten drei Tagen lief es für ihn hervorragend, doch dann kam der letzte Tag und mit ihm ein Kettenriss. Ohne Werkzeug stand er auf der Strecke und musste sich „durchbetteln“. Jens Schuhmann hatte dennoch Glück, ein Fahrer warf ihm Werkzeug hin, ein anderer ein Kettenschloss und so konnte er die gerissene Kette wieder zusammen flicken. Doch das kostete Zeit. Richtig erfolgreich war die Reparatur auch nicht, denn er konnte nicht mehr in allen Gängen fahren, was ihn zusätzlich beeinträchtigte. Als er dann noch das Pech hatte sich zu verfahren, weil ein Schild umgefallen war, war der Tag für ihn gelaufen. Von bislang 58. Platz rutschte er auf Platz 76. Doch Jens Schuhmann nimmt es sportlich und möchte im kommenden Jahr ohne technische Pannen das Rennen in Angriff nehmen. Insgesamt bewertete er das Rennen als ein sehr schnelles Rennen, lag doch der Geschwindigkeitsdurchschnitt bei 30 Stundenkilometern, für ein Mountainbike-Rennen sehr flott. Neuling Christian Eckert hatte sein selbst gestecktes Ziel „gut durchkommen“ erreicht. Noch immer erfüllt von diesem „phänomenalen Super-Erlebnis“ möchte er 2011 unbedingt wieder teilnehmen. Platz 170 erreichte er in der Gesamtwertung.
Was allen Teilnehmern zu schaffen machte, waren die Witterungsbedingungen. Durch die Routenwahl führte die Strecke durch eiskalte Gebirgsbäche bis zur Schneegrenze und das bei eisigem Regen. Geschaltet werden musste mit dem Handballen, das die Finger zu kalt waren, um sie zu bewegen, erinnerten sie sich im Rückblick. Für den Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bischofsheim waren die Finger dann nicht mehr eingefroren und die Unterschriften konnten flott geleistet werden.
Das offizielle Outfit des Teams kann übrigens bei der Tourist-Information Bischofsheim (www.bischofsheim.info) käuflich erworben werden: das Trikot für 50,- €, die Jacke für 75,- €. +++