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16.07.10 - Bebra

Kampf der "Wasserpest" an den Breitenbacher Seen - für Menschen ungefährlich

In den Breitenbacher Seen hatte sich im vergangenen Jahr die schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii) flächig ausgebreitet. Wie die Stadt Bebra mitteilt, ist die Wasserpest für den Menschen grundsätzlich ungefährlich. Die Pflanzen werden über z.B. Wasservögel oder Wassersportgeräte verbreitet. Zurzeit sei die Wasserpest ein Problem in vielen nordhessischen Gewässern und Badeseen.

Zwar habe das Wachstum gegenüber dem vergangenen Jahr stark nachgelassen und auch das Hochwasser im Frühjahr 2010 habe dazu beigetragen, dass erhebliche Mengen aus dem See gespült wurden. Die Wasserpest und die derzeit auftretenden Fadenalgen stellten jedoch für Schwimmer und Wassersportler ein Problem dar, weil insbesondere an den Badebereichen sowie am Gelände der Segler der Zugang zum See erschwert werde. Gerade im Bereich des Seglersteges sei bei dem Winterhochwasser keine Wasserpest aus dem See gespült worden, da in der Bucht eine geschlossene Eisdecke das Ausspülen verhindert habe.

Ursache für das starke Wachstum von Wasserpflanzen und Algen seien zu viele Nährstoffe, insbesondere Phosphate im Wasser, berichtet die Stadt Bebra. "Ohne Reduktion der Nährstoffe ist ein Erhalt der Badewasserqualität gefährdet", heißt es in einer Pressenotiz. Verschiedene Maßnahmen am See zielten darauf ab, Nährstoffmenge zu reduzieren. Da die Wasserpest die Nährstoffe überwiegend gebunden habe, sei zurzeit nicht mit einem Blaualgenwachstum zu rechnen, das zum sogenannten "Umkippen" des Gewässers führen könne. Die Wasserpest sei im Vergleich zu den Blaualgen "das kleinere Übel", wenn sie nicht in Massen auftrete. Durch die Bindung der Nährstoffe in den Pflanzen werde ein Blaualgenwachstum verhindert und das Wasser bleibe klar. Nach der Badegewässerverordnung des Landes Hessen sei die Wasserqualität an den Breitenbacher Seen mit dem Prädikat „ausgezeichnet“ bewertet worden.

Die Entnahme der Wasserpest sei sehr arbeitsintensiv und kostspielig. In den kommenden Tagen werde versucht, an verschiedenen Punkten die Wasserpest und die Fadenalgen manuell zu entfernen, berichtet die Stadt. Dadurch könnten die Einschränkungen bei der Freizeitnutzung gemindert, aber nicht vollständig behoben werden. Letztlich könne sich das "Ökosystem See" aber nur selbst regulieren, wenn der Eintrag an Nähstoffen reduziert wird. Effektiver sei die Vermeidung des Nährstoffeintrags. +++

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