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03.08.10 - SEGELFLUGSPORT

Sabrina VOGT (Aero Schwarzheide) kochte alle Jungs ab: Tagessieg

"Manchmal lief's doch erstaunlich gut" war der "lapidare" Kommentar von Sabrina Vogt (Aero Schwarzheide) beim Briefing am Sonntagmorgen auf der Wasserkuppe während des Rhön-Segelflugwettbewerbs. Eigentlich wollte sie sich ja dem Team aus Pirna anschließen. Aber man hatte sich schon am ersten Schenkel verloren. So suche sie alleine den Einstieg in den Thüringer Wald ... aber immer "mit einem Rückzugsweg zum Rausgleiten", wie sie sagte. Ein taktischer Glücksgriff war dann ihre Entscheidung, zur zweiten Wende eine Route am Nordrand des Thüringer Waldes zu fliegen. Hier machte sie wertvolle Zeit gegenüber ihren Konkurrenten gut (auch Bärte mit mehr als 3 1/2 m/s waren im Angebot!). Der Weg zur 3. Wende lief dann weitgehendst unspektakulär, lediglich einen 4 m/s Bart bei Plessberg hatte sie sich notiert. Markant gestaltete sich dann der Heimweg, denn es musste doch ein deutlicher Umweg geflogen werden, um auf das abbauende Wetter richtig zu reagieren.

Aber die SeeYou-Animantion in Relation mit Thomas Melde (AC Pirna) zeigte es, auch hier hatte sie ein glückliches Händchen und machte definitiv auf den letzten Kilometern den Sack zum Tagessieg zu - die männliche Konkurrenz staunte und zollte der Leistung großen Respekt!Aber unter dem Strich, die Platzierungen passen - es sind alle diejenigen unter den TOP-Ten, die dort auch hingehören. Die Punktabstände sind absolut gering, nun geht es erst richtig los. Es wird spannenden Segelflugsport auf der Wasserkuppe geben ("hier wurde der Segelflug erfunden").Die Aufgabe selbst war, im Nachhinein betrachtet, um 15 % zu groß. Die Ursache hierfür war, dass nicht die Durchschnittsgeschwindig-keiten erflogen wurden, die man auf Grund der ganz hervorragenden meteorologischen Prognosen erwartet hatte (... und schließlich wollte man nicht 1.000 Tagespunkte verpassen, nur weil der Sieger zu schnell flog).

Knackpunkt des meteorologischen Tagesganges war eine kompakte Abschirmung, die man schon am Morgen weit im Westen erkannt hatte. Und bis gegen Mittag schien es auch, dass sie sich kaum bewegte. Aber dann kam doch Dynamik auf und die Abdeckung marschierte los. Nur gut, dass sie sehr löchrig war und damit eine einigermaßen vernünftige Einstrahlung erlaubte.Mit Bravour hatte sich die Wasserkuppe und das Team von der Fliegerschule Wasserkuppe an diesem ersten Tag als Ort für klassische Segelflugwettbewerbe in dieser Größenordnung präsentiert. Es klappte einfach alles: Startaufbau, Startbetrieb, Landung und Rücktransport zu den Hängern (wurde auch von der Schule erledigt!). Schaltstelle war wieder einmal mehr Schulleiter Harald Jörges, der souverän den Mischbetrieb auf der Wasserkuppe mit Modellflug, Gleitschrimfliegern, Schulgleiterstarts und natürlich dem Segelflug im Griff hatte. (Reiner Rose OLC) +++

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