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04.08.10 - Fulda

CDU-Fraktion für Erhalt der Bürgerhäuser: "Nicht privatisieren oder schleifen"

„Wir werden keine Bürgerhäuser privatisieren oder gar schleifen“, betonte Fraktionsvorsitzender Gerhard Stollberg anlässlich der vierten Stadtteilbegehung während der diesjährigen Sommerferien. Ziel der CDU- Stadtverordnetenfraktion waren dieses Mal die Bürgerhäuser in Oberrode und Sickels, deren Aus- bzw. Anbauten sich kurz vor der Vollendung befinden. Stollberg stellte klar, dass sich die CDU-Fraktion nachdrücklich für den Erhalt der Bürgerhäuser einsetze. Diese seien nicht nur kulturelle Mittelpunkte in den Stadtteilen, sondern sie förderten auch das Vereinsleben und die Jugendarbeit. Sinnvolle Jugendarbeit in den Vereinen diene gleichzeitig der Prävention.

Oberbürgermeister Möller, der die Fraktion begleitete, erklärte, dass durch das Konjunkturprogramm von Land und Bund die Baumaßnahmen in beiden Stadtteilen vorgezogen werden konnten. Es werde keine Luxusausbauten geben, so Möller. Die veranschlagten Kosten könnten nach seiner Einschätzung eingehalten werden, was auch auf die erbrachten Eigenleistungen engagierter Mitbürger zurückzuführen sei. Dies wurde auch von den Ortsvorstehern, Ursula Jahn in Oberrode und Karl Liebert in Sickels, unterstrichen. So seien allein in Oberrode insgesamt 80 Personen tätig, die Arbeiten in Eigenleistung für rd. 100.000 € erbringen. Das Bürgerhaus in Sickels solle zudem von den Bürgern der Fulda Galerie genutzt werden. Dieses Haus habe somit auch eine integrierende Funktion für den neuen Stadtteil. Ideal seien beide Bürgerhäuser nach der Erweiterung auch zur Vermietung für Familienfeiern. Stollberg dankte allen, die sich durch ehrenamtliche Arbeit bei der Erweiterung der Häuser verdient gemacht haben. Er wies zugleich die Kritik von FDP und CWE am Erhalt der Bürgerhäuser zurück. „Die Parteienvertreter sollten sich einmal das rege Vereinsleben vor Ort ansehen,“ forderte er.

Die Fraktionsmitglieder besichtigten weiterhin den neuen, Kunstrasenplatz auf dem Sportgelände in Sickels, dessen schwarze Untergrundschicht inzwischen aufgebracht ist. Ortsvorsteher Liebert freute sich „ die schwarze Fraktion auf schwarzem Boden“ begrüßen zu können. Auch diese Baumaßnahme konnte mit den Konjunkturmitteln des Bundes und des Landes vorgezogen werden. Der Kunstrasenplatz ermöglicht eine ganzjährige Bespielbarkeit. Da inzwischen auch viele Mitglieder des Sportvereins in Sickels im neuen Stadtteil Fulda-Galerie beheimatet sind, werde durch den neu geschaffenen Platz auch die Integration der Jugendlichen aus diesem Stadtteil gefördert. Der Neubau des Platzes stelle deshalb eine gute und notwendige Investition dar, so der Oberbürgermeister.

Eine weitere Station der CDU-Fraktion war die Grundschule in Johannesberg. Oberbürgermeister Gerhard Möller erläuterte, dass außer dem Betonskelett vom alten Schulgebäude aus den 1960er Jahren fast nichts mehr vorhanden sei. Der Klassentrakt wurde vollständig saniert, Brandschutz- und Wärmedämmungsmaß-nahmen kamen eine besondere Bedeutung zu. Zwei Millionen Euro seien in den Neubau investiert worden. Die Finanzierung erfolgte auch hier wieder aus den Mitteln des Konjunkturprogramms. Die gleichzeitig erfolgte Neugestaltung des Schulhofes orientiert sich am Bewegungsdrang von Grundschülern und ist nach Ansicht aller Teilnehmer der Stadtteilbegehung gut gelungen. Zum Schluss konnte sich die Besucher noch ein Bild vom Anbau des Vereinshauses der SG Johannesberg verschaffen. +++

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