Am Dienstagabend hat der Handball Sparkassen-Cup 2010 mit den ersten vier Spielen begonnen. Bis zum Samstag kämpfen hochklassige Mannschaften aus Europa, der Bundesliga, der zweiten Liga und regionale Vertreter um den begehrten Pokal. nachfolge die ersten Kurzberichte der Spiele am Dienstagabend:
Bad Wildungen (Ense Sporthalle)
HSG Düsseldorf – Wisla Plock 31:33 (17:17)
Spannend verlief es in der Ense Sporthalle zum Auftakt der 15. Auflage um den Sparkassen-Handballcup. Denn dort traf der Erstligaabsteiger aus Düsseldorf auf den polnischen Vizemeister Wisla Plock. Beide Mannschaften wollten sich nichts schenken und kämpften verbissen um die ersten zwei Punkte in der Gruppe 1. Zwar waren die Angriffe noch etwas zerfahren und beide Mannschaften leisteten sich einige Fehler, doch zeigten sich beide Teams auf Augenhöhe. So stand es zum Halbzeitpfiff 17:17 Unentschieden. Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie weiter spannend, niemand konnte sich ernsthaft absetzen. Zwar setzte Plock sich im zweiten Abschnitt mit 30:26 leicht ab, doch Düsseldorf gab nie auf. So sahen die Zuschauer in Bad Wildungen eine spannende und gute Partie für den derzeitigen noch frühen Stand der Vorbereitung. Am Ende siegte der polnische Erstligist knapp mit 33:31, wogegen auch Düsseldorfs Michael Hegemann mit zwölf Toren nichts ausrichten konnte.
Statistik
Düsseldorf: Savonis, Puhle, Hegemann 12, Hansen 1, Fölser 3, Novickis 1, Brack 5, J. Artmann 4, v. Gruchalla 2, Behrends 3
Plock: Wichary, Seier, Kwiatkoski 1, Chirapkowski 2, Backström 3, Mirzka 6, Paluch 1, Samdahl 5, Kavas 3, Dobelsek 2, Twardo 5, Spryzak 5
Plock:
Eisenach (Werner-Assmann-Halle)
EHV Aue – Constanta 26:30(15:16)
Zum Auftakt in der Eisenacher Werner-Assmann-Halle schlitterte der Zweitligist und Liga-Dino der zweiten Liga Süd nur knapp an einer faustdicken Überraschung vorbei. Die Mannschaft von Trainer Maik Nowak war spielerisch hervorragend auf den Champions League Teilnehmer aus Rumänien eingestellt. Vor allem Georg Rothenburger auf Linksaußen stellte die Mannschaft aus Constanta im ersten Abschnitt vor größere Probleme. Im zweiten Abschnitt war es dann Carlo Wittig, der als Regisseur fungierte und großen Anteil daran hatte, dass die Erzgebirgler über lange Zeit mithalten konnten. So stand es nach 42 Minuten noch 22:22 ehe Constanta im Schlussspurt durchsetze. In dieser Phase zeigte sich die quantitative wie qualitative Überlegenheit der Rumänen, die einen körperbetonten und kraftvollen Handball spielten.
Statistik
Aue: Skabeikis, Meinl, Schäfer 2, Roch, Rothenburger 6, Agnarsson, Mägi 4, Vesely 1, Sillanpää 1, Salmin 3, Uematsu 2, Wittig 4, Matschos, Meinhardt 2, Richter, Kempe 1
Constanta: Stanescu, Selaru, Mocanu 1, Timuscin 2, Nicolae, Enescu, Stavrositu, George, Sadoveac, Dimanche, Adzic 1, Sabu 1, Csepreghi 6, Angelovski 1, Cike, Riganas 7, Buricea 4, Pupescu, Toma 7
Felsberg (Stadtsporthalle)
TV Hüttenberg – TV Hersfeld 37:19(18:6)
Erwartungsgemäß deutlich verlief die Partie zwischen dem TV Hüttenberg und dem für Banja Luka eingesprungenem Oberligist vom TV Hersfeld. Der Oberligist kämpfte zwar tapfer gegen den übermächtigen Zweitligisten an, doch waren die Kraftverhältnisse schnell geklärt. Zu souverän präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Jan Gorr, der seine Mannschaft auf Konterhandball eingestellt hatte. So führten sie schnell und bauten ihre Führung bis zum 18:6 zum Halbzeitpfiff aus. Wer nun dachte, dass der Oberligist ein Debakel erleben würde, sah sich getäuscht. Denn die Spieler von Trainer Hans-Joachim Ursinus gaben noch einmal alles um sich nicht vollends abschlachten zu lassen. Zwar wurde auch die zweite Hälfte deutlich verloren, doch ein 37:19 ist gegen einen Zweitligisten für einen Oberligisten ein annehmbares Ergebnis. Das sahen auch die zahlreich vertretenen Zuschauer in der Stadtsporthalle Felsberg so.
Statistik:
TV Hüttenberg: Ritschel, Redwitz, A. Lex 5, Faulenbach 1, Laudt 2, Jezewski 1, Weber, S. Lex 5, Scholz 2, Fernandes 3, Bepler 4, Langenbach, Billek 12, Pausch, Stock 2
TV Hersfeld: Gries 1, Matthiesen 4, Kemmerzell 3, Houston 2, Debus 1,Sharnikau 4, Abed 2, Köhler 2
Rotenburg (Göbel Hotels Arena)
TuS N.-Lübbecke – HSC Coburg 41:25 (20:15)
Es war beim Sparkassen-Handballcup ein lockerer Aufgalopp für den TuS N-Lübbecke gegen den Zweitligisten HSC Coburg. Nachdem sich die Abwehr nach einer kurzen Anfangsphase gefunden hatte, zogen die Ostwestfalen durch drei
Gegenstöße in Folge auf 7:3 davon. Coburg konnte zunächst immer wieder nur phasenweise mit dem Erstligisten mithalten, überwand den massiven Deckungsverbund immer wieder über Anspiele an den Kreis, wo Dominic Kelm im ersten Spielabschnitt fünf seiner sieben Treffer erzielte. Lübbecke strahlte in der ersten Halbzeit vor allem durch Neuzugang Kristian Svensson (7) Gefahr aus. Beim Stand von 20:15 wurden die Seiten gewechselt, im zweiten Spielabschnitt schwanden dann die Kräfte bei den Franken, Lübbecke baute mit einfachen Gegenstoßtoren die Führung aus und bot den Zuschauern auch ein wenig was für die Galerie. Am Ende stand ein souveräner 41:25-Sieg zu Buche.
Statistik:
N-Lübbecke: Blazicko, Putera, Gustafsson 3, Siodmiak 3, Hansen 1, Svensson 7, Jurecki 3, Tesch 1, Tluczynski 4/2, Olafsson 7, Just 3, Niemeyer 2, Remer 7/1
Coburg: Selke, Martinsen, Werner 1, Göhl 2, Rose 3, Andersson 2, Wessig 1, Kelm 7, Karapetjan 2, S. Kirchner 2, Kästner 2, Auerbach 3/2. F. Kirchner. +++