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07.08.10 - HANDBALL

1. Halbfinale des Sparkassen-Handballcups 2010: Wetzlar - Lübbecke 26 : 24

Spielbericht 1. Halbfinale

(Ense-Sporthalle Bad Wildungen (500 Zuschauer), 05. August 2010, 18:00 Uhr)

Im ersten Halbfinale des Sparkassen-Handballcups 2010 gewann die HSG Wetzlar gegen den TuS N-Lübbecke mit 26:24 nach 7-Meterwerfen.

Es war ein sehr statisches Spiel in der ersten Halbzeit. Die HSG kam zu Beginn etwas besser ins Spiel, nicht zuletzt weil Milos Hacko, Neuzugang der HSG Wetzlar von TuSPO Obernburg, sich in der Anfangsphase begünstigt von einer kompakten HSG-Abwehr mehrfach auszeichnen konnte. Der TuS wirkte zu Beginn müde, deckte dennoch ordentlich und so standen beide Angriffsformationen in den ersten zehn Minuten vor großen Problemen. Folgerichtig stand es zu diesem Zeitpunkt erst 3:1. Lübbecke kam nun besser ins Spiel und nutzte die Wetzlarer Fehler, um in der 13. Minute zum 4:4 auszugleichen. Wenig später leuchtete sogar die erste Führung für die Ostwestfalen von der Anzeigetafel, da Tim Remer zum 5:4 eingenetzt hatte (14. Min).

In der Folge wogte das Spiel hin und her, beiden Mannschaften war anzusehen, dass sie bereits 3 Vorrundenspiele und zahlreiche Trainingseinheiten in dieser Woche hinter sich gebracht haben. Kurz vor der Pause verwandelte dann Christoph Rompf einen Tempogegenstoß zum 10:10 Pausenstand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit tauschte der TuS N-Lübbecke die Torhüter, für Milos Putera kam Nikola Blazicko, der direkt einen 7-Meter des sonst so sicheren Strafwurfschützen Kevin Schmidt entschärfte (37. Min). Diese Glanztat verhalf Lübbecke zur ersten Zwei-Tore-Führung, die Timo Salzer jedoch kurze Zeit später mit einem sehenswerten Hüftwurf zum 14:14 wieder egalisierte. Nettelstedt packte nun in der Abwehr besser zu und konnte sich so leichte Vorteile erspielen, sich aber nicht wirklich absetzen, da Wetzlar immer wieder eine Möglichkeit fand, Abwehr und Torhüter zu überwinden.

In der 47. Minute gelang es dann Karl Kristjan Kristjansson erstmals wieder die Führung für die Hessen zu erzielen, die in der Folge meist durch Tore von Kristjansson die Oberhand behielten. Das Team von Michael Roth lag immer wieder ein bis zwei Tore vorne, doch Nettelstedt ließ sich nicht abschütteln. Kurz vor Schluss lag Wetzlar 22:21 in Führung. Lübbecke brachte für ihren letzten Angriff den siebten Feldspieler, doch der erste Wurf blieb im Block hängen und ging ins Aus. Nach der folgenden Ecke fasste sich Arne Niemeyer ein Herz und erzielte förmlich mit der Schlusssirene den 22:22-Zwischenstand nach 60. Minuten welches zum 7-Meter-Werfen führte.

Dieses eröffnete Thorir Olafsson, der gegen Nikolai Weber verwandelte und somit das 23:22 für Lübbecke erzielte. Daraufhin scheiterte Kevin Schmidt wie im Spiel an Nikola Balziko. Alles sah zu diesem Zeitpunkt nach einem Sieg der Ostwestfalen aus, doch Nikolai Weber egalisierte den verworfenen 7-Meter von Kevin Schmidt indem er den Wurf von Tim Remer entschärfte. Somit stand es nach 3 7-Metern 22:23. In der Folge verwandelten Timo Salzer und Tomasz Tluczynski jeweils ihre Würfe, auch Lars Friedrich war erfolgreich und so stand es vor dem Wurf von Arthur Siodmiak 24:24 für die HSG Wetzlar. Siodmiak scheiterte an Torhüter Hacko, was Timo Ludwig mit seinem Treffer zum 25:24 eiskalt ausnutzte. Das Ausscheiden der Truppe von Patrik Liljestrand konnte auch David Hansen nicht mehr verhindern, sein 7-Meter gegen Torhüter Hacko ging über den Querbalken. Mraz’ Treffer zum 26:24 für die HSG Wetzlar komplettierte das 7-Meterwerfen in einer Partie, die lange Zeit eher von Kampf als von Spielwitz geprägt war.

Statistik:

WETZLAR: Hacko, Weber; Schmidt 6, Salzer 4*, Jungwirth 1, Mraz 1*, Müller 1, Chalkidis 1, Kristjansson 3, Friedrich 3*, Ludwig 1*, Valo 2, Rompf 2

LÜBBECKE: Blazicko, Putera; Gustafsson 3, Siodmiak 2, Hansen 4, Jurecki , Tesch , Tluczynski 6*, Olafsson 2*, Niemeyer 2, Remer 2, Svensson 3

*1 Tor im 7-Meterwerfen geworfen

Stimmen zum Spiel:

Michael Roth (Trainer HSG Wetzlar): Es ist toll, bei einem so renommierten Turnier ins Finale zu kommen. Wir haben hart trainiert, aber der Wille ist da. Natürlich sind wir müde, aber die Gegner auch.

Kevin Schmidt (Linksaußen Wetzlar): Wir haben 60 Minuten super in der Abwehr gestanden, im Angriff aber zu viele leichte Fehler gemacht. Wir sind alle müde, aber auch glücklich.

Patrik Liljestrand (Trainer TuS N-Lübbecke): Unser Akku war leer, weil uns auch drei Rückraumspieler fehlten. So musste dann auch Tim Remer auf Rückraum Mitte spielen. Wir wollten gerne ins Finale, aber vielleicht ist das Ausscheiden mit Blick auf die Belastungen auch gut. Wir haben uns gut präsentiert bei diesem Turnier. Die Abwehr stand gut, aber im Angriff fehlte die Spritzigkeit.

Tim Remer (Linksaußen TuS N-Lübbecke): Wir haben ein gutes Turnier gespielt, konnten die Ausfälle aber nicht kompensieren. Wir hatten zuvor schon sein schweres Turnier und nun sechs Spiele in den letzten acht Tagen zu absolvieren. +++

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