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08.08.10 - HANDBALL

Starkes Finale Sparkassenhandballcup: HSG Wetzlar vs HCM Constanta 27:16

Mit einem packenden Finale zwischen der HSG Wetzlar und HCM Constanta ging die 15. Auflage des Sparkassen-Handballcups gestern zu Ende. Erstmals gewann die HSG Wetzlar das traditionsreiche Turnier in Nord- und Osthessen. Vor 700 Zuschauern boten beide Mannschaften ein - für den jetzigen Stand der Vorbereitungen - hochklassiges Finale und sorgten für einen gelungenen Turnierabschluss. Nach dem Finale wurde verdientermaßen Wetzlars Torhüter Nikolai Weber zum besten Keeper des Turniers gewählt, nachdem der HSG-Schlussmann bereits am Tag zuvor im Siebenmeterwerfen seine Klasse unter Beweis gestellt hatte.

Als wertvollster Spieler stach Alexandru Cspereghi aus Constanta hervor. Der 23-Jährige Rückraumlinke stellte an allen Tagen sein Können deutlichst unter Beweis. Dabei hatte er mit 13 Toren im Halbfinale großen Anteil daran, dass sein Team die MT Melsungen, die in den letzten Jahren das Finale gleich zweimal in Folge erreichte, besiegte.

Der Konstanz, die Melsungen durch ihre jahrelange Teilnahme an den Tag legte, wollen andere Mannschaften nacheifern. „Durchweg alle Mannschaften haben sich äußerst lobend über die örtlichen Ausrichter und die Veranstalter sowie alle Rahmenbedingungen für die Trainingsmaßnahmen geäußert und kommen gerne wieder“, freute sich Veranstalter Thomas Giesler über den reibungslosen Turnierablauf.

Bereits in den Tagen zuvor - so berichtte die Veranstaltungsgemeinschaft des Cups abschließen - seien die Handballfans voll auf ihre Kosten gekommen. So hätten alle Gruppensieger bis zum Schluss zittern müssen, ehe feststand, wer das hart umkämpfte Halbfinalticket erhielt. Besonders spannend sei es dabei in Eisenach geworden, wo die heimischen ThSV’ler am Ende nur wegen den weniger erzielten Toren nicht im Halbfinale standen. Dieses Ticket konnte sich der Finalist aus Constanta sichern. Überraschendes hatte auch Gruppe 3 in Felsberg zu vermelden, wo der Zweitligist aus Hüttenberg dem Favoriten Melsungen einen Punkt klaute, am nächsten Tag aber selbst überraschend gegen Gensungen unterlag.

Nach einer so umkämpften Vorrunde war schon zu erahnen, dass die Halbfinals ebenfalls Spannung pur zu bieten haben würden. Dass es am Ende so spannend wurde, spricht erneut für die gute internationale Besetzung des Turniers. Denn die HSG Wetzlar konnte sich erst im Siebenmeterwerfen gegen den TuS N.-Lübbecke durchsetzen und im zweiten Halbfinale dauerte es bis zum Schlusspfiff, ehe sich die MT Melsungen dem Champions-Leagueteilnehmer vom HCM Constanta beugen musste.

Auch wenn nicht so viele Zuschauer wie erhofft diesen packenden Kampf um den Finaleinzug verfolgten, blickt Veranstalterin Heide Aust positiv auf das nächstjährige Turnier: „Für das kommende Jahr müssen wir noch früher an die Verpflichtung der Mannschaften gehen. Zahlreiche Erstligisten haben bereits jetzt ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. Vor diesem Hintergrund sind wir optimistisch, im kommenden Jahr wieder unsere Zielmarke von 10.000 Zuschauern zu erreichen.“

Doch nicht nur sportliche Höhepunkte prägten die 15. Auflage des Sparkassen-Handballcups. Vor allem der erste Turniertag zeigte deutlich, wie angesehen und wichtig das Turnier für die Region ist. Als der bosnische Teilnehmer Borac Banja Luka am ersten Tag nicht antreten konnte, weil das Team an der kroatisch-slowenischen Grenze fest saß, sprang kurzerhand der TV Hersfeld in die Bresche und absolvierte das erste Spiel für die Bosnier. Dieser interne „Hessencup“, wie dieser Spieltag mit der Beteiligung von Hersfeld, Melsungen, Hüttenberg und Gensungen genannt wird, zog auch die meisten Zuschauer in der Gruppe drei an.

Insgesamt fanden um die 8.000 Zuschauer in den vergangenen Tagen den Weg zu den Spielorten. Das sind weniger als in den vergangenen Jahren, aber Veranstalter Thomas Giesler zog trotzdem ein positives Fazit: „Wir sind mit den gut 8.000 Zuschauern beim diesjährigen Sparkassen-Handballcup zufrieden. Aus den bekannten Gründen ist es uns nicht gelungen, eine absolute Spitzenmannschaft zu verpflichten, was man in der ein oder anderen Halle an den Zuschauerzahlen gemerkt hat.“ +++

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