Gute Ergebnisse fuhren am Wochenende Markus Bösiger und Markus Oestreich ein, die mit ihren Renault-Trucks durch beste Zeiten von der Pole-Position und Platz zwei starteten und am Ende den 4. und den 6. Platz belegten. Durch dieses "fantastische Wochenende", so teilte der "Rennstall" MKR Technology in der Rennbilanz mit, konnten die MKR-Piloten in der Gesamtwertung wertvolle Punkte gut machen. Markus Bösiger verringerte den Abstand zu Jochen Hahn auf 6 Punkte und Markus Oestreich konnte sich um einen
Platz in der Gesamtwertung auf Rang vier verbessern.
In der Gesamtwertung führt nun Antonio Albacete mit 263 Punkten vor Jochen Hahn (227) und Markus Bösiger (221). Vierter ist Markus Oestreich (171) vor David Vrsecky (167). In der Teamwertung liegt MKR Technology auf Rang zwei (459).
Bei kühlen Temperaturen und Regenschauern startete das tschechische MKR-Team die Heimrunde in Most. Markus Bösiger und Markus Oestreich platzierten Ihre Renault-Boliden im Zeittraining auf Platz eins und drei. Somit war die Teilnahme für die anschliessende Super-Pole mehr als gesichert. Die schnellsten zehn Piloten kämpfen in der Super-Pole um die Startaufstellung für das erste Rennen des Tages. Zielsicher stellten die M&M´s die Renault Trucks in die erste Reihe. Oestreich Pole und Bösiger Startplatz zwei. Der Startschuss in die erste Runde kam mit Verzögerung. Der Buggyra-Truck von Uwe Nittel hatte auf dem Weg in die Startaufstellung großzügig Diesel auf der Strecke verteilt. Die Reinigungsarbeiten sorgten für eine Verspätung von 30 Minuten.
Da die Rennleitung kein Risiko eingehen wollte, gab es zwei Einführungsrunden, was sich als vorteilhaft erwies. Das weiße Bindemittel wurde von vorüberfahrenden Trucks so aufgewirbelt, dass es einem Sandsturm in der Sahara glich. Doch kaum hatte sich der Staub gelegt und die Startampel schaltete auf grün, donnerten die Renaults dem Rest des Feldes auf und davon. Markus Bösiger übernahm die Führung, gefolgt von seinem Teamkollegen Oestreich. Runde um Runde zeigten die MKR-Piloten eine Top-Leistung und fuhren den ersten Doppelsieg des Tages für das Team ein. Die Freude war natürlich sehr groß, konnte man doch hier vor heimischem Publikum die Lorbeeren ernten.
Wie üblich starteten die ersten acht aus Rennen 1 im folgenden Rennen in umgekehrter Startreihenfolge. Bösiger somit von Platz acht, Oestreich aus Position sieben. An der Spitze standen Alexander Lvov (MAN) und Anthony Janiec (Renault). Der Start verlief noch relativ ruhig, doch in Most ist die erste rechts links Kombination ein Garant für spektakuläre Überholmanöver. Markus Oestreich konnte auf der Innenbahn ungehindert mitziehen, während Bösiger außen in die Zange genommen wurde. Vorne weg fuhr Hahn einen Start Ziel Sieg ein während Oestreich auf Position drei hinter Albacete um Platz zwei kämpfte. In der letzten Runde passierte es, Albacete drehte sich auf einer Ölspur von der Piste und Oestreich nahm die Chance wahr und erreichte als zweiter die Zielflagge! Des einen Freud ist des anderen Leid! Denn während der Siegerehrung wurde bei Bösiger und Levett Overspeed festgestellt – beide erhielten eine Zeitstrafe und Bösiger landete auf Platz 12 außerhalb der Punkte. Sowohl das System von Bösiger, als auch von Levett zeigten in den Daten keinen Overspeed an, doch das der FIA schon und somit wurde für beide eine Zeitstrafe verhängt.
Der Sonntag blieb vom Wetter her kühl und regnerisch, doch die Rennen heizten den Zuschauern und Teams ein. In der Super-Pole gelang es Markus Oestreich erneut die Pole vor seinem Teamkollegen Markus Bösiger zu sichern. Damit schafften es die MKR-Piloten erneut, die zwei Renault-Boliden in der ersten Startreihe des darauffolgenden Rennens zu platzieren. Am Start kam Bösiger etwas zügiger von der Stelle und übernahm in der ersten Kurve die Führung gefolgt von Oestreich und Antonio Albacete. Runde um Runde gelang es dem Renault-Duo sich vom Rest des Feldes abzusetzen und sie ließen den Mitbewerbern keine Chance auf die ersten Ränge. Unter tosendem Beifall verbuchten Bösiger und Oestreich den zweiten Doppelsieg an diesem Wochenende.
Wie üblich werden die ersten acht im folgenden Rennen in umgekehrter Startreihenfolge aufgestellt. Oestreich auf sieben, Bösiger auf Position acht. Die erste Reihe besetzten Alex Lvov und Adam Lacko. Start frei und wie immer gab es bereits in der ersten Kurve so manchen harten Lackaustausch. Die MKR-Piloten konnten trotz harter Attacken ihre Positionen verteidigen und hatten nun alle Hände voll zu tun, sich nach vorne zu arbeiten. In der Mitte des Rennens beharkten sich auf Platz zwei und drei liegenden der Russe Lvov und der Deutsche Uwe Nittel. Der Kampf endete kurios. Nittel hing mit seinem Freightliner Huckepack auf dem MAN von Lvov und das ganze auch noch am Scheitelpunkt einer engen Spitzkehre.
Doch die Rennleitung zeigte sich wenig beeindruckt und ließ, unter gelber Flagge in diesem Teilabschnitt, das Rennen munter weiterlaufen. Somit mussten die verbleibenden 13 Trucks um die havarierten herum manövrieren und hatten ein ungebetenes Handicaprennen zu absolvieren. Letztendlich erreichte Markus Oestreich den vierten Platz und Markus Bösiger Rang sechs. +++