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04.09.10 - TISCHTENNIS

Ein wichtiger Sieg, zwei wichtige Punkte - SV Plüderhausen - TG Hanau 1:3

Ein wichtiger Sieg für die neu formierte Hanauer Mannschaft in der Plüderhausener Hohberg-Sporthalle vor 310 Besuchern - der erste Sieg der Hessen in der neuen Saison und deren erster Erfolg über die Schwaben überhaupt.

Die beiden Asiaten Leung Chu Yan (SVP) und Yang Zi (TGH) trafen zunächst aufeinander. Nach furiosem Auftakt des Mannes aus Singapur im Hanauer Dress kämpft sich sein Widersacher aus Hongkong immer besser ins Match hinein, um am Ende doch hauchdünn zu scheitern - 7:11, 1:11, 11:7, 11:9, 11:13, so die einzelnen Sätze aus Sicht des Plüderhauseners.

Steffen Mengel hatte jedoch im zweiten Match massive Probleme mit dem muskulösen Tschechen Jiri Vrablik. Den ersten Satz verlor der baumlange Siegerländer mit 9:11, den zweiten mit 10:12. Zwar gewann der Hanauer anschließend einen Satz im Schnelldurchgang (11:3), verlor dann aber gar den nächsten - völlig von der Rolle - mit 2:11.

Das erste Einzel nach dem Pausentee war die womöglich schon vorentscheidende Partie zwischen "King Kara" Aleksandar Karakasevic und Thomas Keinath, der seine Debütvorstellung bei den Brüder-Grimm-Städtern gab. Diese schien zunächst nach Maß zu verlaufen, gingen die Sätze eins und zwei doch mit 11:8 und 11:5 an den gerade 33 Jahre alt gewordenen waschechten Hanauer, der beim Auftaktspiel gegen Ochsenhausen noch auf der Bank hatte Platz nehmen müssen. Doch dann schlug Karakasevic gnadenlos zurück: 11:4 und 11:5 für den serbischen Linkshänder mit dem tollen Ballgefühl. Das 2:1 für den SV Plüderhausen schien - bei 5:1- und 9:5-Führungen "Karas" im Entscheidungsdurchgang - unmittelbar bevorzustehen. Doch dann bewies der mit dem Rücken zur Wand stehende "Keini" Nervenstärke und schaukelte das dramatische Match nach sechs Punkten in Folge noch mit 11:9 im fünften Satz nach Hause. Ein buchstäblich in letzter Sekunde doch noch geglücktes Debüt!

Nun war es für die Schwaben richtig eng geworden, entschieden war aber noch nichts. Doch ein gegenüber seinem ersten Einzel nicht wiederzuerkennender Steffen Mengel nutzte die Steilvorlage Keinaths und besiegte einen nervösen Leung 11:6, 11:9 und 12:10 - die umkämpfte Partie war nach insgesamt zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten entschieden und brachte der TG Hanau das Happyend.

Helmut Hampl zeigte sich sehr zufrieden: „Wir haben heute sehr gut gespielt und alle haben eine super Einstellung gezeigt, jeder hat gekämpft bis zum Umfallen. Zudem hatten wir heute auch mal das entscheidende Quäntchen Glück. Thomas Keinath hat gut gekämpft, war aber heute noch einen Tick zu hektisch. Auch Steffen Mengel hat gut gekämpft. Die Leistung von Yang Zi war auch okay, besonders wenn man bedenkt, dass sein Einsatz wegen seines Hexenschusses bis eine Stunde vor Spielbeginn noch offen war.“ (DTTL) +++

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