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13.09.10 - GELNHAUSEN

Radlersonntag "Kinzigtal total" ... lockte 80.000 auf die autofreien Straßen

Dank des guten Wetters nutzen wieder tausende Menschen den gestrigen Radlersonntag "Kinzigtal total" zu einen sportlichen Ausflug. Schon vor der offiziellen Eröffnung um 9 Uhr in Sinntal-Sterbfritz (FOTO oben) waren zahlreiche Radfahrer auf den gesperrten Straßen unterwegs. Auch wenn nach allgemeinen Schätzungen die Teilnehmerzahlen des vergangenen Jahres nicht erreicht wurden, so bewerten die Organisatoren die Veranstaltung als guten Erfolg. In Abstimmung mit der Polizei wird die Beteiligung während der 18. Auflage bei deutlich unter 80.000 Personen angesetzt. Darunter wieder zahlreiche Gäste auch aus dem Raum Frankfurt, dem Landkreis Fulda sowie anderen benachbarten Landkreisen.

Auf großes Interesse stieß erneut der Sonderzug, der neunmal zwischen Maintal und Sinntal hin und her pendelte. Etwa 2.000 Fahrgäste und ebenso viele Fahrrädern wurden an diesem Tag gezählt. Insbesondere in Richtung Bergwinkel war das Transportmittel sehr gefragt. „Der größere Teil der Radler wählt dann die Strecke flussabwärts“, stellte auch Landrat Erich Pipa fest, der gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Günter Frenz am frühen Morgen die Veranstaltung in Sinntal-Sterbfritz eröffnete.

Von hier aus starteten unter anderem Altlandrat Karl Eyerkaufer, Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai sowie die Bürgermeister von Sinntal und Steinau, Carsten Ullrich und Walter Strauch, ihre Tour in Richtung Gelnhausen. Dieses Ziel erreichten sie nach mehreren Zwischenstopps – unter anderem in Bad Soden-Salmünster und Wächtersbach – schließlich am frühen Nachmittag.

In zahlreichen Orten entlang der rund 70 Kilometer langen Strecke fanden am "Radlersonntag" auch eigene Feste statt, wie etwa in Wächtersbach das 29. Altstadtfest. Dort hatte die Vereinsgemeinschaft unter Leitung von Jürgen Schneider und Uwe Jung ein Fest am Marktplatz und im Festzelt organisiert, bei dem es umfangreiche kulinarische Angebote und Musikunterhaltung, z.B. vom Musikzug Wächtersbach, gab. Bürgermeister Rainer Krätschmer und Erster Stadtrat Andreas Weiher begrüßten am Mittag die Ehrengäste und würdigten den Einsatz der organisierenden Vereine: rund 90% der Arbeit werde ehrenamtlich geleistet und jeder eingenommene Euro komme wiederum den Vereinen und ihrer ehrenamtlichen Arbeit zugute.

Die "angeradelten" Ehrengäste, allen voran Landrat Erich Pipa - der den Radlersonntag als "gesellschaftlichen Kitt für die Gemeinschaft" bezeichnete - und Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai

erhielten zustimmenden Applaus für ihre Zusage, das Ehrenamt zu stärken und in der bisherigen Weise auch zukünftig zu unterstützen, sowohl finanziell als auch ideell. Das müsse so bleiben und das solle der Kreishaushalt 2011 auch entsprechend dokumentieren, so Pipa und Kavai.

Der Landrat nutzte seine Besuche bei den Schlossgeistern in Bad Soden sowie beim Altstadtfest in Wächtersbach (FOTO unten links) um allen Vereinen und Organisationen für die Mitwirkung zu diesem „einzigartigen Straßenfest“ zu danken. Als positiv bewerte Pipa nicht nur die erneut hervorragende Stimmung und Atmosphäre überall entlang der Strecke, sondern auch die geringe Zahl der Zwischenfälle. Bis zum Nachmittag gab es nach Fahrradstürzen rund zehn Einsätze für die Rettungssanitäter, darunter allerdings keine gravierenden Verletzungen. +++



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