Bereits zum 5. Mal verlieh die VR-Bank Rhön-Grabfeld den „Großen Stern des Sports“ für ehrenamtliche Arbeit in Sportvereinen der Region. Der ging heuer an den TSV Ostheim v. d. Rhön, der zunächst auf Landesebene um den Silbernen und vielleicht sogar auf Bundesebene um den Goldenen Stern konkurrieren darf.
Bildunterschrift: Der „Große Stern des Sports“ in Bronze ging an den TSV Ostheim. Er wurde von Bankdirektor Reiner Türk (unten von rechts) an dessen Vorsitzenden Eberhard Helm überreicht. Über den kleinen Stern freuten sich Doris Bruckmüller und Christof Boehnke vom RSV Concordia Wollbach. Mit im Bild (oben von links) sind Bankdirektor Emil Baderschneider mit Karl Katzenberger, Helmut Will und Klaus Kirchner. Foto: Partl.
„Heute ist ein besonderer Tag für die Sportvereine aus unserer Region und für unsere Bank“, begann Bankdirektor Reiner Türk seine Laudatio. Türk sprach sich anerkennend und ehrenvoll über die Sportvereine und deren Menschen aus, die sich in besonderem Maße für die hiesige Region eingesetzt haben. „Auch uns liegt die Region, aus der wir stammen und für die wir arbeiten, sehr am Herzen“ betonte er. Um gute sportliche Leistungen zu würdigen, gebe es eine Vielzahl von Medaillen und Trophäen, erinnerte Türk. Bei den „Sternen des Sports“ handle es sich jedoch um eine andere Art der Auszeichnung. Der Deutsche Olympische Sportbund und die Volksbanken Raiffeisenbanken würdigen damit die tagtägliche Vereinsarbeit mit gemeinnützigen, lokalen Sportangeboten und zum Wohl jedes einzelnen Vereinsmitglieds.
Rund 7,5 Millionen Frauen und Männer arbeiten ehrenamtlich in einem der rund 91.000 Sportvereine der Bundesrepublik Deutschland. Diesen „stillen Helden“ gelte es, die längst überfällige Aufmerksamkeit für ihr Engagement und ihren unentgeltlichen Einsatz zu schenken. Denn über das reine Sportangebot hinaus geschehe in den Vereinen weit mehr: Siege werden gefeiert und Niederlagen überwunden. Es werden Freundschaften geschlossen und Menschen aus verschiedenen Ländern spielen und wetteifern miteinander. Kinder lernen hier fürs Leben und ältere Menschen finden ein Stück mehr Lebensqualität. Weil Sportvereine so viel Gutes tun für das Land und seine Menschen, so Türk in seiner Laudatio, stünden sie im Mittelpunkt der Kampagne „Sport tut Deutschland gut“. Ehrenamtlich in Vereinen zu arbeiten sei heute keineswegs mehr selbstverständlich. Hier schalte sich die VR-Bank Rhön-Grabfeld nur allzu gerne ein, solcherlei Engagement entsprechend zu würdigen.
Bewerben konnten sich alle Sportvereine, die sich in besonderem Maße für gesellschaftlich bedeutsame Aufgaben engagieren. Besondere Schwerpunkte wurden dabei gelegt in Kategorien wie Kinder und Jugend, Familie, Senioren, Gesundheit und Prävention, Integration, Ehrenamtsförderung, Gleichstellung von Männern und Frauen, Vereinsmanagement, Klima- und Umweltschutz sowie Leistungsmotivation. Mittlerweile hätten sich die „Sterne des Sports“ zu einem gesellschaftspolitischen Event entwickelt, der von höchster politischer Ebene begleitet wird, freute sich Türk. In den vergangenen Jahren hatten der damalige Bundespräsident Horst Köhler sowie die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bundessieger des Wettbewerbs persönlich ausgezeichnet.
Die Jury in Bad Neustadt, bestehend aus VR-Bank-Prokurist Michael Reif, dem Vorsitzenden des BLSV-Kreisverbands Karl Katzenberger, dem Vorsitzenden der Bayerischen Sportjugend Rhön Grabfeld Klaus Kirchner sowie den Sportjournalisten Peter Hüllmantel und Daniel Rathgeber von der Rhön- u. Saalepost, hatten die nicht leichte Aufgabe, aus elf Bewerbungen einen Sieger zum Landesentscheid zu schicken. Mit ihrem Konzept zum Thema „Leistungsmotivation“ überzeugte der TSV Ostheim v. d. Rhön für den „Großen Stern des Sports in Bronze. In diesem Verein werden nicht nur Sportler bis zum Erreichen von internationalen Meisterschaften motiviert, sondern auch das gesamte sportliche Umfeld wie Eltern, Trainer, Sponsoren und Politik. „Erfolg ist hier kein Zufall, sondern Konsequenz.“ Durch die Aktion „Großer Bruder – Kleiner Bruder“ beispielsweise werde die Begeisterung für den Laufsport von jungendlichen Sportlern an die Jüngsten des Vereins weitergegeben.
Mit seinem Konzept könne der TSV Ostheim sportlich auch international konkurrieren. Eberhard Helm, Jugendleiter des Vereins, nahm den Großen Stern des Sports entgegen, den die VR-Bank mit einem Scheck über 1.000 Euro aufwertete. Den zweiten Platz teilen sich der RSV „Concordia“ Wollbach und der SV Schwarz-Weiß Burgwallbach. Beide Vereine konnten sich über einen „Kleinen Stern des Sports“ in Bronze und einen Scheck über jeweils 300 Euro freuen. Kurz hielt sich Karl Katzenberger in seinen Grußworten. Wie die Vergangenheit deutlich aufzeigte, würden alle Sportvereine im Landkreis eine hervorragende Arbeit erbringen. Dem TSV Ostheim drücke er nun beide Daumen für einen Sieg im anstehenden Landesentscheid.
Für den Landkreis Rhön-Grabfeld sprach der stellvertretende Landrat Helmut Will anerkennende und dankbare Worte. Besonders freue ihn das Engagement im Bereich der Jugendarbeit. Arbeit in sportlichen Bereichen sei ebenso unverzichtbar für die Gesellschaft wie Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. „Man kann ihnen gar nicht genug danken dafür.“ Eberhard Helm freute sich sehr über die Auszeichnung, dennoch suche er nach neuen Wegen mit Austausch unter den Vereinen, in Form eines „runden Tischs“ oder einem „Forum“ mit „Ideenbörse". (ger) +++