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24.09.10 - TISCHTENNIS

TG Hanau vor wichtigen Spielen: h e u t e gegen Bremen, Sonntag in Grenzau

Fünf Tage nach der EM von Ostrava, die mit dem totalen Triumph Deutschlands endete, geht es schon wieder um Bundesligapunkte. Gegner der TG Hanau ist ein Klub mit einem markanten Namen, gegen den es letzte Saison einen Auswärtssieg und eine knappe Heimniederlage gab. Der SV Werder Bremen hat sich mit dem aus Ochsenhausen gekommenen rumänischen Nationalspieler Adrian Crisan signifikant verstärkt, allerdings steht die Truppe von der Weser derzeit noch ohne Pluspunkte auf dem vorletzten Tabellenplatz. Das ist allerdings kein Hinweis auf fehlende Qualität bei den Norddeutschen, denen viele Beobachter zutrauen, diesmal ans Tor zu den Play-Offs zu klopfen, sondern dem Umstand geschuldet, dass in zwei ganz engen Partien gegen Topteams jeweils unglücklich mit 2:3 verloren wurde.

Dies geschah zu Hause gegen Grenzau sowie beim Rekordmeister Düsseldorf, wo man schon mit 2:0 in Front gelegen hatte. Man sollte sich also hüten, den Gast aus dem Norden auf die leichte Schulter zu nehmen, der neben Crisan – Nummer 32 der aktuellen Weltrangliste – noch auf den Schweden Jens Lundquist (WRL 46) und Dauerbrenner Lars Hielscher (WRL 115) zurückgreifen dürfte. Insgesamt stellt der SV Werder eine sehr homogene Truppe, der nur beizukommen ist, wenn alle TGH-Akteure am oberen Limit spielen. Aber das Hampl-Team mit Yang Zi, Steffen Mengel und den EM-Teilnehmern Thomas Keinath und Patrick Franziska - Hanaus Jüngster wurde mit der DTTB-Mannschaft Europameister und erreichte im Einzel die 2. Hauptrunde -, hat am 3. September in Plüderhausen frisches Selbstvertrauen getankt und sich beim 3:1-Erfolg als nervenstark erwiesen.

Yang gewann - gehandikapt durch einen Hexenschuss - das wichtige Auftakteinzel und Keinaths Debüt im TGH-Dress hätte auch kaum besser sein können: Der gebürtige Hanauer, der in Ostrava in der 2. Hauptrunde knapp am Ochsenhausener Tiago Apolonia (Portugal) scheiterte, besiegte den starken Serben Karakasevic trotz eines 5:9-Rückstands im Entscheidungssatz. Steffen Mengel steuerte den dritten Punkt für die Brüder-Grimm-Städter bei. Alles deutet auf eine spannende Partie am heutigen Freitagabend in Hanau auf Augenhöhe hin, bei der letztlich die Tagesform und das berühmte Quäntchen Glück den Ausschlag geben dürften. Danach bleibt den Hanauern wenig Zeit zum Durchschnaufen, da man am Sonntagnachmittag bereits wieder in Europas stärkster Liga gefordert ist. Beim TTC Zugbrücke Grenzau (15 Uhr, Zugbrückenhalle), gegen den in der Vorsaison zwei überraschende Siege gelangen, wird erneut eine Energieleistung erforderlich sein, um zu bestehen und mit Punkten im Bordgepäck an die Kinzig zurückzukehren. (Dr. Stephan Roscher) +++

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