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26.09.10 - TISCHTENNIS

Ärger um YANG ZI - TG 1837 Hanau verlor 2:3 gegen TTC Zugbrücke Grenzau

Die Westerwälder wurden zwar im letzten Winter - passend zur Jahreszeit - gleich zweimal eiskalt von den Hampl-Schützlingen erwischt, von einem Lieblingsgegner der Hanauer hätte man aber erst sprechen können, wenn diesen heute ein weiterer Coup in dem idyllischen 140-Einwohner-Dörfchen mit dem mondänen Sporthotel bei Höhr-Grenzhausen gelungen wäre. Grenzau war am Freitag in der europäischen Königsklasse spielfrei und durfte sich ausruhen, während die Hanauer im Bundesliga-Krimi gegen Werder Bremen 2:3 unterlagen und sich ärgerten, dass Spitzenspieler Yang Zi früher als abgesprochen zu den Commonwealth Games nach Indien aufgebrochen war.

Vor 350 Zuschauern in der Zugbrückenhalle hatte der Österreicher Robert Gardos - trotz eines kleinen Formtiefs in den letzten Wochen - wenig Mühe mit Jugendeuropameister Patrick Franziska und gewann 11:7, 11:5, 11:6. Thomas Keinath, heute als Einser aufgeboten, glich für die Brüder-Grimm-Städter aus: Der gebürtige Hanauer besiegte Grenzaus Routinier Lucjan Blaszczyk 11:9, 11:5, 8:11, 11:8. Zur Pause war alles noch völlig offen im Westerwald. Fast schon kurios in dieser Liga: Beide Mannschaften spielten ausschließlich mit Rechtshändern - Hanaus "Linker" Yang Zi fehlte bekanntlich, während Grenzau überhaupt keinen Linkshänder im Kader hat.

Und dann sogar die Hanauer Führung: Der baumlange Siegerländer Steffen Mengel präsentierte sich in der Galaform der letzten Rückrunde und ließ dem Japaner Kenji Matsudaira beim 11:8, 11:6, 11:4 keine Chance.

Würde die TGH zum dritten Mal in ihrer noch jungen Bundesligageschichte gegen die Westerwälder eine Sensation schaffen? Anfänglich sah alles danach aus, da Keinath seinen Widersacher Gardos klar zu beherrschen schien - doch dann kippt das Match, der Grenzauer wurde immer stärker, während der Hesse zunehmend die Linie verlor (5:11, 11:6, 11:7, 11:3). 2:2 - Es ging ins Doppel mit vier Rechtshändern!

Nicht ganz unerwartet sahen hier Blaszczyk/Matsudaira etwas besser aus als ihre Widersacher Franziska/Mengel, die sich schon am Freitag gegen Bremen nicht als Doppel-Dreamteam präsentiert hatten, aber kämpferisch alles gaben und beim 8:11, 8:11, 15:13, 5:11 gar nicht so weit von einem Erfolg entfernt waren.

Nach über drei Stunden stand der Sieg des Favoriten fest, während Hanau in zwei Tagen zwei vermeidbare Niederlagen einstecken musste. Wirklich dumm gelaufen für die TG Hanau, auch deswegen, weil die beiden Partien mit Yang Zi womöglich einen anderen Ausgang genommen und beide Male gute Siegchancen bestanden hätten. Aber Konjunktive haben im Sport nur einen begrenzten Wert - unter dem Strich steht eine Hanauer Ausbeute von 0:4 Punkten am DTTL-Wochenende, während Grenzau weiter zur Verfolgergruppe zählt und Ochsenhausen und Düsseldorf im Nacken sitzt. +++

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