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30.09.10 - TISCHTENNIS

Champions League: Levallois Sporting Club T.T. – TTC RS Fulda-Maberzell

Bis jetzt waren die Maberzeller im diesjährigen Wettbewerb nicht vom Glück verfolgt. Vor heimischer Kulisse setzte es klare Niederlagen gegen Favorit Jekaterinburg (0:3) und CL-Rekordtitelträger Charleroi (1:3), die beide jedoch zu hoch ausfielen, da die Osthessen – speziell gegen Saive & Co. – fast auf Augenhöhe agierten. Auch das Topspiel in der Meisterschaftsrunde letzten Sonntag gegen Düsseldorf verlief nach dem gleichen Schema: Toller, beherzter Kampf mit realen Siegchancen – doch am Ende ebenso ein unglückliches 1:3. Nun wäre es Zeit für den ersten Sieg der Waldner-Truppe auf europäischer Bühne, der eigentlich fast zwingend nötig ist, um sich nicht frühzeitig aus dem Rennen um den zur Viertelfinalteilnahme berechtigenden Gruppenplatz zwei zu verabschieden.

Doch der Gegner aus der 65.000-Einwohner-Stadt in der Nähe von Paris hat es in sich. Sensationell besiegten die Franzosen am 24. September auswärts die „Übermannschaft“ aus Jekaterinburg mit 3:1 – und das, obwohl die Russen den Top-Chinesen Chen Qi aufgeboten hatten. An diesem Abend überragte der vormalige Ochsenhausener Chuang Chih-Yuan, der Zoran Primorac locker abfertigte und selbst Chen besiegte. Auch der Russe in französischen Diensten, Igor Rubtsov, punktete, während der 22-jährige Emmanuel Lebesson leer ausging. Chuang, Rubtsov und Lebesson sowie Routinier Patrick Chila, der inzwischen als Spielertrainer fungiert, müssen erst einmal geknackt werden, wenngleich der Taiwanese nicht so gerne gegen Abwehr spielt und bislang gegen Wang Xi stets den Kürzeren zog. In jedem Fall fahren die Maberzeller nicht chancenlos an die Seine. Nach drei unglücklichen Niederlagen wäre es jetzt eigentlich an der Zeit, auch einmal einen glücklichen Sieg einzufahren.

Stefan Frauenholz gibt eine klare Marschroute aus: "Wenn wir unsere Chancen auf das Weiterkommen aufrecht erhalten wollen, ist ein Sieg Pflicht." Der TTC-Präsident sieht der weichenstellenden Partie mit vorsichtigem Optimismus entgegen: "Das gibt erneut ein 50:50 Spiel. Levallois hat sich in Russland sehr gut verkauft, das hat uns beeindruckt. Allerdings sind wir keinesfalls chancenlos, denn Wang Xi hat gegen Chuang noch nie verloren. Auch Robert hat seine letzte Begegnung gegen Chuang gewonnen. Wir gehen gut vorbereitet und optimistisch in das Match." Vizepräsident Claus-Dieter Schad sieht es ganz ähnlich: „Mit einem Sieg in Paris wäre -nachdem UMMC die erste Niederlage einstecken musste - die Gruppe fast wieder völlig offen. Das wissen auch unsere Spieler nur zu gut. Deshalb werden sich die Jungs auch besonders ins Zeug legen, davon bin ich fest überzeugt." +++

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