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02.10.10 - TISCHTENNIS

CL: Fulda mit 2:3 erneut glücklos, Grenzau und Ochsenhausen ganz stark

Drei deutsche Champions League-Teilnehmer standen am Freitagabend auswärts auf dem Prüfstand. Ochsenhausen gelang ein glatter 3:0-Sieg im dänischen Roskilde. Grenzau bot Tischtennis vom Allerfeinsten und setzte sich verdient mit 3:1 in Hennebont durch. Der Wermutstropfen aus deutscher Sicht: Wieder einmal zeigten die Maberzeller einen sehr ansprechenden Auftritt, doch am Ende stand erneut eine Niederlage. Mit 2:3 wurde der Krimi in Levallois verloren.

Levallois Sporting Club T.T. – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:2

Bisher waren die Maberzeller im diesjährigen Wettbewerb nicht vom Glück verfolgt. Vor heimischer Kulisse setzte es klare Niederlagen gegen Favorit Jekaterinburg (0:3) und CL-Rekordtitelträger Charleroi (1:3), die beide jedoch zu hoch ausfielen, da die Osthessen – speziell gegen Saive & Co. – fast auf Augenhöhe agierten. Auch das Topspiel in der Meisterschaftsrunde letzten Sonntag gegen Düsseldorf verlief nach dem gleichen Schema: Toller, beherzter Kampf mit realen Siegchancen – doch am Ende ebenso ein unglückliches 1:3. Nun wäre es Zeit gewesen für den ersten Sieg der Waldner-Truppe auf europäischer Bühne, der eigentlich fast zwingend nötig war, um sich nicht frühzeitig aus dem Rennen um den zur Viertelfinalteilnahme berechtigenden Gruppenplatz zwei zu verabschieden. Doch es sollte erneut nicht ganz reichen, die Osthessen zogen auch in Frankreich mit Pech den Kürzeren.

Zunächst behauptete Wang Xi seine blütenweiße Weste gegen den Ex-Ochsenhausener Chuang Chih-Yuan - am Ende wurde der Taiwanese von Maberzells Defensiv-Ass nach Strich und Faden demoniert (11:9, 7:11, 11:5, 11:1). Dann der Dämpfer: Emmanuel Lebesson schlug Jan-Ove Waldner 3:1 (9:11, 11:9. 11:9, 11:7). Doch "Waldis" Landsmann Robert Svensson war gut aufgelegt und brachte die Osthessen erneut in Führung. Gegen den Russen Igor Rubtsov trumpfte Maberzells Linkshänder auf und gewann - nicht von jedem erwartet - 8:11, 12:10, 11:5, 11:8. Die nächste Niederlage war jedoch nicht zu verhindern: Waldner konnte Chuang nur im zweiten Satz in Gefahr bringen (9:11, 11:7, 7:11, 9:11). Nun lag wieder einmal die ganze Last auf den schmalen Schultern des Wang Xi, der den an diesem Abend bärenstarken Lebesson bezwingen müsste. Doch der kam erstaunlich gut zurecht mit Wangs Defensivspiel und gewann 11:8, 14:12, 11:8. Im zweiten Durchgang hätte der drahtige Chinese das Match drehen können, jedoch reichten ihm eine 6:1- und 10:7-Führung nicht zum Satzgewinn. Nach knapp drei Stunden standen die Maberzeller in der Königsklasse einmal mehr mit leeren Händen da - obwohl sich die gesamte Partie auf Augenhöhe abgespielt hatte.

Stefan Frauenholz trug es mit Fassung: „Ich habe schon anderes erlebt. Um Haaresbreite haben wir verloren, das ist uns in letzter Zeit ja öfters passiert.“ Dem TTC-Chef tat es besonders um Wang Xi leid: „Er ist sehr enttäuscht. Er wollte das entscheidende Spiel gegen Emmanuel Lebesson unbedingt gewinnen.“ Begeistert zeigte sich Frauenholz von Svenssons Auftritt: „Er hat ein bomben Spiel gezeigt und alles getroffen, er ist über sich hinaus gewachsen.“ (DTTL). +++

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